in Finanzsystem

Die Begrifflichkeiten sind festgelegt. Man spricht nun offiziell von einem Währungskrieg. Egal ob Bundesbank-Präsident Weidmann oder viele andere: Die Vokabel ist nicht mehr umstritten. Ein solcher Krieg wird nur einen Verlierer haben: Die Menschen.

Kriegsparteien sind die Notenabanken, die versuchen für ihren jeweiligen Währungsbereich einen niedrigen Wechselkurs gegenüber anderen Währungsbereichen zu erzwingen. Waffen in diesem Krieg sind niedrige Leitzinsen, Marktmanipulation durch Notenbankkäufe und eine exorbitante Außweitung der Geldmenge. Ist Geld erstmal erschaffen, dann sucht es Rendite. Schon heute beträgt die Geldmenge ein Vielfaches der realen Wirtschaft.

Zu sagen, dass ein niedriger Wechselkurs gut für die Wirtschaft sei, ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich helfen niedrige Wechselkurse der Exportwirtschaft. Eine unangenehme Nebenwirkung ist aber, dass sich Importe verteuern. Der größte Importeur in Deutschland ist der Verbaucher. Er wird als Verlierer dieses Währungskrieges hervorgehen. Deutschland hat kaum Rohstoffe. Egal was wir produzieren, es muss immer auch etwas davon importiert werden.

Auch viele Lebensmittel werden importiert und in fast jedem Produkt steckt ein Stückchen „Ausland“. Schätzungen gehen davon aus, dass von jedem Euro Warenwert zirka 40 Cent Warenwert importiert wird. Dieser Teil der Ware wird bei einem niedrigeren Wechselkurs teurer.

Egal wie der Währungskrieg ausgeht: Bei einem niedrigeren Wechselkurs bekommen wir die importierte Infaltion, bei einem höheren Wechselkurs ist die Geldmenge extrem ausgeweitet und wir bekommen eine kapitalmarktgetriebene Inflation. Jeder Euro der gedruckt wird kostet Zins und sucht sich Rendite. Selbst wenn wir als Verbraucher kein Opfer der Inflation werden, so sind wir immerhin noch Steuer- und damit Zinszahler. „Geld“ ist kein Rohstoff sondern ein Schuldversprechen.

Zum weiter lesen (alle Links sind Mainstream!):

Die Welt am Rande eines Währungskrieges
Die europäische Notenpresse gerät außer Kontrolle
Weidmann warnt vor Währungskrieg
Währungskrieg oder Wachstumspolitik?

Einzig wahre Lösung diesen Wahnsinn endlich zu beenden wäre ein Verbot aller Zentralbanken. Diese Banken sind nicht in Stein gemeißelt und es gibt sie (in der heutigen Form) erst seit ca. 100 Jahren. Die FED wurde gegründet um Krisen zu verhindern. Seither waren 2 Weltkriege, zahlreiche Krisen und die Welt ist gnadenlos überschuldet. Auftrag verfehlt!!! Die Notenbanken sollten wieder abgeschafft werden. Aber das fordern die Menschen erst wenn sie Hunger haben…., tun sie das? Nein! Dann fordern sie mehr Sozialstaat und das möglichst auf Pump, was die Zentralbanker wieder freut. Das System nährt sich selbst.

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Kommentar

  1. Keine schlechte Idee. Aber wer steuert dann zukünftig die Geldmenge? Wie wärs mit einer anderen Möglichkeit: Ein zins- und inflationsfreies Geldsystem zu erschaffen? Notenbanken hätten dann – anders als heute – wieder eine gute Möglichkeit, die Geldmenge marktgerecht zu steuern (siehe hierzu auch das aktuelle Buch von Helmut Creutz „Das Geldsyndrom 2012“, oder diverse Veröffentlichungen von Dr.Margrit Kennedy).
    Und mit „marktgerecht steuern“ meine ich die Real-Wirtschaft, die der Allgemeinheit dient. Nicht die blasenartig auswuchernden Finanzmärkte, die einer Minderheit der Bevölkerung zu leistungslosen Einkommen in unglaublicher Höhe verhelfen. Diese müssen stark eingeschränkt, wenn nicht gar komplett eliminiert werden.