Negativzinsen oder es lebe die europäische Umverteilung

Halten Banken Sparguthaben, müssen sie einen Teil dieser Gelder als Mindestreserve bei der Europäischen Zentralbank bzw. den nationalen Notenbanken, also bei uns bei der Bundesbank, hinterlegen. Dort verzinsen sich die Beträge allerdings negativ und führen zu hohen Strafzinsen der Banken.

Insgesamt 8,5 Milliarden Euro haben die Banken der Eurozone im vergangenen Jahr an die nationalen Notenbanken gezahlt. Der Betrag war so hoch wie nie zuvor. Die Masse der Belastungen wird mit 2,7 Milliarden Euro von den deutschen Geldinstituten geschultert. Sie verloren durch die Strafzinsen stolze 17 Prozent ihres ohnehin nicht gerade üppigen Vorsteuergewinns.

Damit mutieren die negativen Zinsen der Europäischen Zentralbank zu einer Maschinerie zur Umverteilung innerhalb der europäischen Bankenlandschaft. Umverteilt wird vom Norden in den Süden. Der Grund dafür ist die Kapitalflucht aus dem Süden in den Norden.

Der Norden blutet aus, der Süden profitiert

Verlagern Spanier, Italiener oder Griechen ihre Sparguthaben aus Furcht vor einer Pleite ihrer Hausbank in den Norden, müssen die deutschen, niederländischen oder französischen Institute jene Strafzinsen zahlen, die ansonsten von den Banken im Süden der Eurozone zu zahlen gewesen wären.

Zwar können sich die Banken bei der EZB zu den negativen Zinsen auch Geld leihen, wenn sie dieses als Kredit an ihre Kunden weiterreichen. Doch unter dem Strich zahlen die deutschen und französischen Geldhäuser mehr Geld an Strafzinsen als sie gleichzeitig durch die negativ verzinsten Geldleihgeschäfte einnehmen.

Im Süden der Eurozone ist es genau umgekehrt. Dort profitieren die Banken, denn für die Gelder ihrer ehemaligen Kunden zahlen jetzt die Banken im Norden der Eurozone die fälligen Strafzinsen und durch die Geldleihgeschäfte mit negativen Zinsen entsteht ein höherer Gewinn, weil die verbleibenden Strafzinsen deutlich überstiegen werden.

Italiens Banken fuhren so 2020 einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Euro ein. Die spanischen Institute verdienten eine Milliarde Euro. Frankreichs Banken hingegen verloren durch die negativen Zinsen trotz umfangreicher eigener Verleihgeschäfte 400 Millionen Euro. Noch trostloser war das Bild in Deutschland. Hier fuhr das Kreditgewerbe unter dem Strich Nettoverluste von über einer Milliarde Euro ein.

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