in Europa

Der Brexit kostet uns alle viel Geld. Vor allem dann, wenn er hart, also ohne „Deal“ über uns kommt, weil die Briten die Vereinbarung(en) nicht annehmen. Diesen Eindruck vermittelte jüngste vor allem eine „Studie“ der „Bertelsmann-Stiftung“. Die Studie rechnet allerlei verschiedene Schätzungen zusammen und kommt damit zu dem Ergebnis von 115 Euro pro Kopf oder etwa 10 Milliarden Euro.

Unabhängig davon, wie hoch die Ausfälle nachher tatsächlich sind oder ob sich gar Gewinne einstellen, etwa in Großbritannien oder in der EU, stellt sich die Frage nach der Methodik, dem Vorgehen bei der Verbreitung der Nachricht und dem Wesen solcher Meldungen.

Verbreitung gewährleistet

Din diesem Zusammenhang hat sich die Seite „spoekenkiekerei“ verdient gemacht. Die Methodik haben wir bereits – s. o. – kritisiert, die Zahlen lassen sich auf keine erdenkliche Weise aus den bisherigen Wirtschaftshandlungen nachvollziehen. Denn niemand weiß, wie beispielsweise die Briten ihre Zölle künftig regeln würden, was wieder Produktion und Handel in der ganzen Welt veränderte.

Zum Vorgehen bei der Verbreitung aber findet sich der interessante Hinweis, dass die Studie um 5.00 Uhr am betreffenden 21. März der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, über eine Presseagentur, und schon um 5.14 Uhr eine Zusammenfassung zu eben diesem Thema vorlag. Diese „Zusammenfassung“, die damit bedeutender klingt und so auch in Redaktionen gehandhabt wird, führte schließlich dazu, dass die Meldung tatsächlich in den großen Nachrichtensendungen auftauchte. Und in den großen Magazinen.

Das vermutete Ziel dieser – zweifelhaften – Veröffentlichung: Der Verlust durch den Brexit wird betont. Überbetont. Wie beschrieben: Niemand kann die Effekte in komplizierten Modellen berechnen. Aussagen sind nur unter Prämissen möglich, etwa der, dass die bisherigen Verhaltensweisen sich einfach so fortsetzen. Insofern wird die Öffentlichkeit hier schlicht getäuscht. Von der Bertelsmann-Stiftung und vor allem von den Redaktionen, die kritiklos einfach solche „Zusammenfassungen“ übernehmen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar