in Europa

Bahnt sich in Weißrussland ein neuer Konflikt zwischen dem Westen und Russland an? Die Ukraine könnte als Vorbild dienen.

„Die letzte Diktatur Europas“, wie Weißrussland häufig genannt wird, hat enge historische Verbindungen zu Russland. Die Länder pflegen eine intensive Partnerschaft und ein Bündnis auf vielen Ebenen. Im September 2017 wird zum Beispiel auf weißrussischem Boden das Manöver „Westen 2017“ stattfinden, das von weißrussischen und russischen Soldaten gemeinsam alle vier Jahre durchgeführt wird. Doch die Beziehung der beiden Staaten kriselt. In Weißrussland geht das Gerücht und die Befürchtung um, die russische Armee könnte das Land nach dem Manöver nicht wieder verlassen, um es eng an sich zu binden.

Für die Krise gibt es Gründe: Die EU und die USA haben wiederholt ihre Sanktionen gegen Russland verlängert bzw. verschärft. Doch zum fast gleichem Zeitpunkt heben beide Staaten viele Sanktionen gegen Weißrussland auf. Obwohl der Westen Weißrussland weiter kritisiert, schickt er freundliche Signale nach Minsk und feindliche nach Moskau. Das alles hat die Gerüchte befeuert, Weißrussland strebe eine Modernisierung und anschließende Hinwendung zum westlichen Bündnis an.

Der weißrussische Präsident Aljakasandr Lukaschenka widerspricht. Er betonte, er habe die Beziehungen zu Russland nie in Frage gestellt. Auch werde er keine Revolutionsbestrebungen wie in der Ukraine zu lassen. Doch im Geheimen verschieben sich die Verhältnisse: Lukaschenka versucht schon sei Längerem, Weißrussland aus dem Status eines Vasallen-Staates herauszuführen und unabhängiger zu machen. Und dies gelingt leichter, wenn potentielle Partner auf der anderen Seite bereit stehen.

In Weißrussland könnte ein Konflikt ähnlich dem der Ukraine drohen. Ein Land, das zwischen zwei Seiten hin- und hergerissen ist. Russische Truppen befinden sich in der Nähe, Moskau ist entschlossen – gleichzeitig provoziert der Westen und rückt Russland immer näher.

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Kommentar

      • Und die Briten mit ihren Grenzziehungen und der Förderung der Extremisten nicht zu vergessen.
        Der Dschihad, der seit 1400 Jahren andauert, ist unabhängig der Interventionen der Amis und Briten, schon ein Problem. Es wurden dabei über 270 Millionen getötet. Meines Erachtens wurden die Pläne, die Welt zu islamisieren nie aufgegeben. Der Islam ist die am meisten wachsende Religion und dieses Wachstum basiert oft auf Gewalt. Siehe auch Millionenfache Vertreibungen und Ermordung der Christen.

  1. Die EU ist meinem wissen nach noch kein Staat! Die angeblichen Revolutionsbestrebungen in der UA, war nichts weiter als ein Putsch, der 5 Milliarden Dollar gekostet hat, wie Frau Victoria Nuland öffentlich zugab. Vor Jahren schon hat der Westen Lukaschenko das Angebot gemacht: Die westlichen MSM nennen ihn nicht mehr „den letzten Diktator“ Europas, sondern einen „demokratischen Präsidenten“, wenn er seine Politik gegen Russland richtet. Schwer zu glauben, dass Weißrussland das gleiche Schicksal wie die UA erleiden will, nämlich ein weiterer dreckiger Hinterhof der EU zu werden. Geheimdienste, NGOs „arbeiten“ seit Jahren in WRussland, wie auch in Russland, mit Dollarsäcke wird versucht Präsident Putin „seine Leute“ weg zu kaufen. Cui Bono?