in Europa

Wer die NATO-Politik in Ostmitteleuropa und inbesondere die US-Bemühungen in der Ukraine verstehen will, der kommt nicht umhin sich mit amerikanischer Geopolitik zu beschäftigen. In seltener Deutlichkeit tritt derzeit hervor: Die USA wollen bewusst Russland und Deutschland auf Abstand halten. Ein bekannter US-Stratege bestätigt dies nun erneut.

Was trennt Deutschland und Russland? Eine NATO-Mitgliedschaft, der Ukraine-Konflikt und ein cordon sanitaire aus osteuropäischen Zwischenstaaten – von Polen über Ungarn bis zum Baltikum. Was auffällt: Gerade diese Staaten stehen unter besonderem US-amerikanischem Einfluss. In den baltischen Staaten, egal ob Lettland oder Litauen, laufen seit nun zwei Jahren in steigendem Maße NATO-Militärmanöver.

Geübt wird für einen Konflikt mit Russland – auch mit Beteiligung der Bundeswehr. Auch Polen ist bekannt für seine enorm US-freundliche Außenpolitik. Dort fordert man immer noch Waffenlieferungen die Ukraine. Und in Washington gilt dieser Ring osteuropäischer, dem Westen zugeneigter Staaten immer noch als „New Europe“ in Abgrenzung zu Deutschland und Frankreich.

Dieses „New Europe“, weitaus proamerikanischer als unsereins, liegt ideell und geografisch zwischen Deutschland und Russland. Und diese Teilung hat mit dem Ukraine-Konflikt weiter zugenommen, wo Deutschland sogar die Forderung des US-Vizepräsident Joe Biden umsetzte und die EU zu Wirtschaftssanktionen gegen Russland zwang.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um dahinter eine geopolitische Strategie der USA zu erkennen. Schon der britische Geograf Halford Mackinder stellte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die sogenannte „Heartland-Theorie“ auf. Sein geflügeltes Wort: „Wer über Osteuropa herrscht, beherrscht das Herzland. Wer über das Herzland herrscht, beherrscht die Weltinsel. Wer über die Weltinsel herrscht, beherrscht die Welt.“

Mit Herzland ist der Raum zwischen Deutschland und dem westlichen Russland gemeint, mit der „Weltinsel“ der eurasische Kontinent. Es geht also darum, dass es zwischen Deutschland und Russland einen historischen Raum gibt, dessen Beherrschung de Facto Weltherrschaft bedeuten würde und somit dem amerikanischen Vormachtanspruch entgegen steht. Diese britische Ur-Theorie der Geopolitik ist nach dem Fall des „Empire“ schlicht und ergreifend nach Washington gewandert.

Die Angst der USA vor einem „eurasischen Sicherheitsbündnis“ ist also wohlbegründet. Dessen Verwirklichung würde das atlantische imperiale Projekt übertrumpfen. Damit dies nicht geschieht liegt zwischen Deutschland und Russland, den zwei Hauptmächte des „Herzlandes“, ein Ring von kleineren Staaten, die allesamt von großem Interesse für die USA sind. Sie garantieren, ideell wie geografisch, eine enge Kooperation Deutschlands und Russlands. Der Ukraine-Konflikt hat diese Trennung befeuert.

Dass dies keine geografischen Hirngespinste sind, beweisen amerikanische Geostrategen jeden Tag aufs Neue. Schon vor einem Jahr gab der bekannte amerikanische Sicherheitsberater George Friedman bei einem Vortrag zu, dass es ein „US-Hauptziel seit einem Jahrhundert ist, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern.“

Nun bestätigte er die Aussage, die damals viel Aufsehen erregte, in einem Interview mit dem Monatsmagazin „Cicero“:

„Natürlich wollen die USA einen Keil zwischen Deutschland und Russland treiben. Es ist doch eine banale Erkenntnis, dass die Vereinigten Staaten ein Problem hätten, wenn deutsche Technologie und russische Rohstoffe zueinanderfänden.“

Die USA hätten offiziell kein Interesse an einer engeren Kooperation zwischen Deutschland und Russland.

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19 Kommentare

  1. Ich hab mir den Empfang beim G 20 – Gipfel angeschaut.
    Für das Flugzeug von Obama wollte man keine passende Treppe zum Aussteigen finden, er musste das Flugzeug hinten über die eingebaute Stiege verlassen. Kein roter Teppich, die Chinesen haben seine securities angeschnautzt, dass hier ihr Land ist.
    Beim handshake hat Obama eine Handbewegung gemacht, so – was kann ich dafür und wurde mehr oder weniger stehen gelassen.
    Als nächster wurde Putin freundlich, und als letzte Merkel besonders herzlich begrüßt.
    Dann hat Duerte Hrn. Obama einen Hu***sohn genannt, worauf das Treffen abgesagt wurde.
    Da finden sich mittlerweile etliche, die die Spielchen satt haben.

  2. Was soll man dazu noch sagen außer: Mission accomplished!
    Bravo Amerika.
    Solltet auch allerdings nicht allzu viel darauf einbilden, denn Deutschland bzw. die BRD ist mit oder ohne Russland am Arsch!

  3. Teil 1: Unabhängig davon, ob man Putin mag oder nicht, aber mit Russland wäre eine Partnerschaft auf Augenhöhe möglich: Russland liefert die Ressourcen, Deutschland das technische Knowhow. Für die USA hingegen sind die Europäer allesamt nur Erfüllungsgehilfen bei der Durchsetzung der amerikanischen Hegemonialinteressen weltweit – aber sie sind keine Partner auf Augenhöhe. Die transatlantische Partnerschaft beschränkt sich inzwischen darauf, dass die USA die Vorteile der durch sie bzw. den Westen herbei geführten Interventionen für sich beanspruchen und die Europäer das angerichtete Chaos aufräumen und die Kosten dafür übernehmen sollen.

  4. Teil 2: Die heutigen USA haben nicht mehr viel mit dem Land gemein, das nach 1945 den Durchmarsch der Roten Armee bis an den Atlantik verhinderte und dem zerstörten Europa wirtschaftlich wieder auf die Beine half. Und genauso wenig ist Russland heute noch mit dem Land zu vergleichen, das nach 1945 eine Bedrohung von Frieden und Freiheit in Europa darstellte. Inzwischen sind leider unsere ehemaligen Beschützer zur Gefahr für Frieden und Freiheit geworden: die Rücksichtslosen Staaten von Amerika! Ich würde so gerne mal die Schweißperlen auf der Stirn vieler Menschen in Washington sehen, wenn es zu einer strategischen Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland käme. Da bekämen einige Schnappatmung!

    • Status quo?
      „Aus russischer Sicht sind die politischen Misserfolge von Angela Merkel kaum in der Lage, Bedauern auszulösen. Im Unterschied zu einem wesentlichen Teil des deutschen Establishments (zu nennen wäre insbesondere der sozialdemokratische Außenminister Frank-Walter Steinmeier) vertritt Angela Merkel Positionen, die mit den Interessen des Kremls nichts Gemeinsames haben. Während man in Berlin zu verstehen gibt, dass die Annäherung zwischen Russland und Deutschland von Wladimir Putin gehindert werde, sieht man in Moskau nicht weniger Gründe, um der deutschen Bundeskanzlerin dasselbe zu bescheinigen“, so der Kommentar zum Schluss.“

  5. Merkel ist so wie alle in der Politik, Geheimdienste, Justiz, Medien, Wissenschaft. Niemand von denen hat Format. Das sind alles kleine Handlanger die für einen Status also Geld alles tun.

    • Putin hat nur die Augabe das Russland mit den 7100 Atomsprengköpfe sich nicht in eine ungeplante Richtung entwickelt. Das geht aus der Historie klar hervor.

  6. Es gibt genug Aussagen u.Zitat die bestätigen, das es den USA(u.England) seit über 100 Jahren nur darum geht (inkl. der Kriege), aber WIR blöden Deutschen lassen es seit dem immer wieder mit uns machen!
    Und freuen uns noch darüber, einen Feind als Freund zu bezeichen, auf immer und ewig besetzt zu sein und für alles und jeden zahlen zu müssen.
    Na dann, ihr lieben Deutschen, immer fleißig arbeiten, die Welt braucht/will Euer Geld!
    (Ein wenig Sarkasmus muß auch mal sein)

  7. Ein Europa mit Russland wäre für die USA zu mächtig. Dies müsste aber im Interesse einer seriösen deutschen Regierung sein. Unabhängigkeit von den USA und ein starkes Europa. Gegenwärtig geht aber alles in eine andere Richtung.

  8. Es gibt ein ausgesprochen aufschlussreiches Dokument, das belegt, wie sehr schon vor der deutsch-deutschen Vereinigung führende US-Außenpolitiker im Zuge der Planung des Erhalts der US-Hegemonie über Deutschland auch über die Steuerung der deutsch-russischen Beziehungen berieten. Interessant ist, dass sie es hierfür als zentral erachteten, die innerdeutsche Verständigung so zu beeinflussen und sicherzustellen, dass ostdeutsche Erfahrungen keinen Eingang ins gesamtdeutsche Selbstverständnis erhalten sollten, da sie zu viel Empathie mit Russland ermöglichen würden.

    Fefe und den NDS seien gedankt für die Hinweise:
    https://www.youtube.com/watch?v=9fPzvG7qFRI

  9. Bei den transatlantischen Netzwerken inklusive jede Cloud und jede US-IT Firma überhaupt diese asozialen Netzwerke die, mit welchem Recht mit Menschendaten Milliarden scheffeln? Sind alle Teil der CIA, NSA spätestens seit FISA 702 was Caspar Bowden ehemaliger Microsoftmanager gesagt hat der eigentliche Whistleblower weil er konkret die Gesetzgebung der USA und Zusammenhänge nannte und noch Microsoftmanger für Europa, Afrika war. Welche Wahrheit findet man auf transatlantischen Netzwerken? Von Kurt Schildmann der 1998 die Indus Weltsprache entzifferte findet man auf youtube nix! Im übrigen nicht weit hin bis 2001.

  10. ich denke wir Deutschen brauchen dringender und schneller
    den je ein Bündnis mir Russland, nur so werden wir einen kommenden Weltkrieg abwenden und überleben.