in Europa

Offiziell ist alles beim Alten: Es sei keine Entscheidung gefallen, die Situation werde weiter beobachtet und ähnliches Schwafeldioxid derjenigen, die in den vergangenen Monaten jede Ankündigung irgendwann revidiert haben. Doch Spaniens Regierung weiss genau, dass “Rettung” angesagt ist und verhandelt bereits die Bedingungen dafür. Abwarten will man allerdings die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts am 12. September. Erst danach soll offiziell über das Rettungsersuchen gesprochen werden.

Gedacht ist das im Augenblick so: Während der bisherige Rettungsschirm EFSF spanische Staatsanleihen auf dem Primärmarkt kauft, soll die Europäische Zentralbank (EZB) den Sekundärmarkt abräumen, um die Zinsen für Madrid endlich erträglicher zu machen. Spanien muss dieses Jahr noch 27 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen, um seinen mittel- und langfristigen Refinanzierungsbedarf zu decken. Im vergangenen Monat waren die Kosten für die Aufnahme von Krediten auf den höchsten Stand seit Euro-Einführung gestiegen.

So ist abzusehen, dass die ersten öffentlichen Gespräche über die “Rettung” Spaniens auf dem Euro-Finanzministertreffen am 14. und 15. September in Zypern stattfinden werden. Intern laufen solche Sondierungen allerdings schon seit Wochen. Rajoy weiss genau, dass die bereits beschlossene Banken”rettung” (mit bis zu 100 Milliarden Euro) nicht ausreichend sein wird, um die Probleme zu bewältigen. Inzwischen tut er alles, um die Bedingungen, die er von der berüchtigten Troika erwartet, schon per vorauseilendem Gehorsam zu erfüllen, um sich nachher nicht sagen lassen zu müssen, er sei von Europa geknebelt worden.

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