in Europa

Die Lage in der Ukraine eskaliert immer weiter. Schnell ist für die westlichen Medien der Schuldige gefunden: Wladimir Putin. Doch so einfach ist es nicht.

Die an die Macht geputschte Übergangsregierung braucht Geld. Viel Geld. Das Land steht vor dem Staatsbankrott und deshalb mussten eilige Verhandlungen her. Und zwar mit der EU. Die Zusagen aus Brüssel belaufen sich nun auf mindestens elf Milliarden Euro. Doch dieses, auf mehrere Jahre angelegte EU-Hilfspaket aus dem Gemeinschaftshaushalt und von EU-Finanzorganisationen, ist keinesfalls umsonst. Dafür müssen knallharte Reformen eingegangen werden. Die EU-Südländer können ein leidvolles Lied davon singen. Vor allem Griechenland. Diese Sparprogramme sorgten für eine zunehmende Verarmung der Bevölkerung, oft zu einer Verelendung und zu sozialen Spannungen.

Ich habe bereits darüber berichtetdass diese Sparprogramme nicht nur gegen grundlegende Menschenrechte verstoßen, sondern auch noch europaweit die soziale Stabilität gefährden.

Jetzt lässt auch die  neue ukrainische Übergangsregierung – salopp ausgedrückt – die Hosen runter: Es wird vermeldet, dass die Renten noch in diesem Monat um sage und schreibe 50 Prozent (!) gekürzt werden sollen! So sieht es ein Vorschlag des neuen ukrainischen Finanzministeriums vor. Dabei liegen die durchschnittlichen Altersrenten nach Angaben des Sozialministeriums in der Ukraine gerade mal bei rund 120 Euro! Mit der Kappung um die Hälfte werden die alten Menschen im Elend versinken. Schon jetzt kommen sie mit den mickrigen Ruhebezügen kaum über die Runden.

Darüber hinaus sollen sämtliche staatlichen Kapitalausgaben und Steuerpräferenzen gestrichen werden. Demnach sollen die Staatsausgaben um insgesamt 6,8 bis 8,4 Milliarden US-Dollar schrumpfen.

Das ist der bittere Preis für das Volk, das die neue Übergangsregierung ausgehandelt hat. Bei Putins Krediten hätte es keine Reformen gegeben. Vielleicht kommt jetzt so mancher Aktivist, der in EU-Euphorie versunken ist, wieder zur Besinnung. Begreift endlich, dass der ersehnte Weg in die EU ein steiniger, ein dorniger sein wird, dem viele zum Opfer fallen werden.

Fragt sich jetzt, wer wirklich der Schuldige am schleichenden Zerfall der Ukraine ist! Denn dazu wird es kommen. Die Pläne der neuen Regierung zur Rentenkürzung im “Krieg” gegen das Volk werden die Spaltung beschleunigen. Und damit hat Putin nichts zu tun. Vielmehr die Emissäre aus der EU: Merkel, Barrosso & Co.

Ein Hoch auf die EU!

Siehe auch: http://guidograndt.wordpress.com/2014/02/27/akte-klitschko-boxen-mafia-politik-grandt-secret-press-12014/

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Gründe für die wirtschaftliche Misere dürften vielfältig sein.

    Einerseits wurden die Ukrainer von Mafiosis wie Timoschenko und Janukovic ausgeplündert, dann wurde jüngst, so lauten Gerüchte im Web, ihr Staatsgold in einer Nacht und Nebelaktion in die USA auf nimmerwiedersehen ausgeflogen.

    Und jetzt kommen noch die neoliberalen Zinsspiele der Wallstreetbanken über Kredite des IWFs. Am Ende dürfte es in der Ukraine ärger aussehen als heute in Griechenland. Game over.

    Ein Land wird von externen Imperien zerrissen. Aber die meißten Ukraine merken das vermutlich in 10 Jahren nicht. So wie in der BRD und anderswo.

  2. Das Schlimmste daran ist, dass wir in Europa durch die Hauptmedien suggeriert bekommen, dass wir denen doch eigentlich nur helfen wollen.

    Dabei sind die Auswirkungen auf die Ukraine so verheerend!

    Wir Europäer intervenieren sowohl politisch als auch wirtschaftlich in der Ukraine. Deswegen haben wir auch eine große Verantwortung gegenüber den Ukrainern.

    Ich will nicht wissen, welchen harten Sparkurse die Ukraine durchlaufen wird. Eines ist klar – Freunde werden wir so nicht.

    Russland kann dann in einigen Jahren diese Situation schamlos ausnutzen und die Leute für sich gewinnen.

    Korrigiert mich wenn ich das falsch sehe.

    Euer Alexander A. M.