„Pro-amerikanische Truppen in der Ukraine“

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Der amerikanische Nachrichtenkanal CNN nannte in einem Fernsehbeitrag die ukrainischen Regierungstruppen ganz offen „pro-U.S. Troops“ als „pro-amerikanische Truppen“. Der Krieg in der Ostukraine spitzt sich in diesen Tagen weiter zu. Während der US-Senator McCain noch Waffenlieferungen an die Kiewer Regierung fordert, beschließt die Obama-Administration mehrere Divisionen der ukrainischen Armee auszubilden und zu unterstützen.

Ob die Schlagzeile ein Schreibfehler war lässt sich zur Stunde nicht feststellen, eine Stellungnahme gab es nicht. Ungeachtet dessen wird in diesen Wochen jedoch immer deutlicher wie stark die Kiewer Regierung mit samt Militär von den USA abhängen.

Die ukrainische Armee soll ab März vom US-Militär ausgebildet werden. Ein Bataillon amerikanischer Soldaten werde für drei Bataillone der Ukrainer zuständig sein, erklärte der Oberkommandeur der US-Armee in Europa, Ben Hodges, am Mittwoch in Polen. Diese sollten unter anderem lernen, wie man sich vor Artillerie-Angriffen der Russen und der pro-russischen Rebellen in der Ost-Ukraine schütze, sagte Hodges. Medienberichten zufolge soll die Ausbildung nahe des ukrainischen Lwiw (Lemberg) stattfinden.

Eine Unterstützung mit sog. nicht-tödlichen Waffen existiert bereits seit Mitte letzten Jahres. Die gelieferten Materialen dienen zwar nicht zum schießen, zur generellen Verbesserung der militärischen Ausstattung tragen sie jedoch einiges bei. Jedoch ist es keineswegs ausgeschlossen, dass bereits tödliche Waffen geliefert wurden.

So will die Hackergruppe vor einigen Wochen herausgefunden haben, dass Waffenlieferungspläne bereits im Gange sind. So sollen die Daten beim Kiew-Besuch des US-Vizepräsidenten Joe Biden über das Handy eines US-Delegationsmitglieds gehackt worden sein.

Auf ihrer offiziellen Internetseite veröffentlichten die Aktivisten die gehackten Dokumente , aus denen hervorgeht, dass die amerikanische Regierung plant 400 Scharfschützengewehre, 2.000 Sturmgewehre, 720 Panzerfäuste, 200 Granatwerfer, 70.000 Granaten sowie 150 Stinger-Raketen und 420 Panzerabwehrraketen an Kiew zu liefern (NEOPresse berichtet).

Zuletzt hatte US-Präsident Barack Obama nach einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein weiteres Hilfspaket für die Ukraine in Aussicht gestellt. Beide Politiker seien sich einig, dass Finanzhilfen zur wirtschaftlichen und militärischen Stabilisierung des Krisenlands wichtig seien, hieß es aus dem Weißen Haus. Der Internationale Währungsfonds solle die neuen Kredithilfen vorbereiten.

Außerdem gibt es bereits seit mehreren Monaten Meldungen, nach denen Söldner der US-amerikanischen Sicherheitsfirma Academi in der Ukraine in Kämpfe verwickelt sein sollen. Das Unternehmen, das früher Blackwater hieß, ist bekannt für eine enge Bindung an Armeekreise und wurde bereits im Irakkrieg der Amerikaner mehrfach eingesetzt.