NATO startet Großmanöver in Polen – Tausende Soldaten simulieren Krieg gegen Russland

Die NATO hat unter Federführung der USA ein großes Militärmanöver in Polen begonnen. Rund 31.000 Soldaten üben den Ernstfall, also den Krieg mit Russland.

Rund 2000 Fallschirmjäger verschiedener Nationalitäten eröffnen die Übung mit einem Einsatzszenario in der Nähe von Torun. Das Manöver, das unter dem Namen Anakonda läuft, ist damit für den Dienstag eröffnet. es handelt sich um die größte NATO-Ernstfall-Übung seit 1989, also dem Ende des Sowjet-Kommunismus. Auch Cyber-Soldaten und Hybridkrieger, zwei neu eingeführte Einheiten, sollen daran beteiligt sein. Insgesamt nehmen 24 Nationen teil.

Der Feind wird nur fiktiv bezeichnet, wird geographisch aber als „vom Osten eindringend“ bezeichnet. Auch wenn es sich nur um ein Szenario handelt, damit ist freilich die Russische Föderation gemeint, mit derer die Konflikte seit der Ukraine Krise 2014 weiter zunehmen.

Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ berichten außerdem: „Polen hatte zuvor angekündigt, sein Militär massiv auszubauen. Eine paramilitätische Truppe von 35.000 Mann soll die Grenze zur Ukraine sichern. Die Polen und die NATO behaupten, Russland bedrohe das NATO-Land. Seit Beginn der Ukraine-Krise haben Bürgerwehren und paramilitärische Trupps in Polen regen Zulauf. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf 12.000 geschätzt.“