in Europa

In einem Interview mit dem Radiosender „Europe 1“ forderte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut die Bildung einer europäischen Armee. Russland, das an den Grenzen der EU stehe, könne zur Bedrohung für die Europäer werden und diese könnten sich nicht mehr auf die USA verlassen. Europa müsse sich mit Blick auf China, Russland und sogar auf die USA verteidigen. Seit US-Präsident Donald Trump angekündigt habe, sich aus dem INF-Abrüstungsvertrag zurückzuziehen, werde Russland wieder zur Gefahr für Europa. Das Hauptopfer sei Europa und seine Sicherheit, so Macron.

Macron nahm die Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs zum Anlass, der Diskussion um eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik einen neuen Anstoß zu geben. Schon seit dem letzten Jahr fordert Macron, eine europäische Interventionstruppe für Kriseneinsätze zu schaffen. Macron schlägt zudem ein gemeinsames Verteidigungsbudget und eine gemeinsame Doktrin vor. Merkel steht Macrons Vorschlag anscheinend offen gegenüber. Im Juni sagte Merkel gegenüber der „FAZ“, dass sie „Macrons Vorschlag einer Interventionsinitiative positiv gegenüberstehe“.

Macron, dessen Umfragewerte in letzter Zeit immer weiter gesunken sind, versucht jetzt mit einer Gedächtnis-Tour anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges durch die Provinzen Frankreichs seinen sinkenden Stern mit viel Medienaufmerksamkeit wieder aufzupolieren. Anlässlich dieses historischen Ereignisses hat Macron auch den US-Präsidenten Trump und den russischen Präsidenten Putin zu den Gedenkfeiern nach Paris eingeladen. Jedoch soll es zwischen den beiden Präsidenten am 11. November nicht zu einem „vollwertigen Treffen“ kommen. Macron soll dagegen aufgetreten sein. Er begründete seine „Bitte“ damit, dass der Gipfel zwischen den beiden Weltmächten die Aufmerksamkeit von den Feierlichkeiten Macrons abgelenken würde.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Es ist schon auffällig, wie die europäischen Ziehkinder des internationalen Finanzkapitals – vom äußeren Westen mit Macron bis zum Osten mit Poroschenko – nach einem Krieg mit Russland gieren.

    Und mittendrin Merkel, mit ihren dümmlichen GroKo-Vasallen Heiko, Josef Maas und Frank-Walter Steinmeier.

    Jeder normale Mensch weiß, was bei der heutigen Waffentechnik, ein Krieg für Europa bedeuten würde.

    Dann kommt wirklich die Zeit, dass die Überlebenden die Toten beneiden.

  2. Nur die allerdümmsten scheinen es nicht zu begreifen dass sich nicht Russland zur EU ausgedehnt hat sondern die EU Richtung Russland.
    Jetzt sollte sich nach deren Meinung wahrscheinlich Russland 1000 km von seiner EIGENEN Grenze zurückziehen und das Gebiet quasi freigeben.
    Das Problem ist nur, die meisten sind die allerdümmsten weil von Massenmedien verblödet.