Leserbrief: Euro-Austritt von DE, AT und Niederlande

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DDr. Werner Königshofer

Die derzeitige Krise des EURO könnte zumindest eine kurzfriste Entspannung dadurch erfahren, dass Deutschland, Österreich und die Niederlande aus der Währungsunion austreten und einen eigenen Währungsblock (Nordeuro oder Euromark) bilden.

Dadurch würde der Rest-EURO eine sofortige Abwertung erfahren, was den krisengeschüttelten Ländern helfen und das bestehende Handelsungleichgewicht zwischen Nord und Süd verringern würde.

Die Nachteile für unsere Exportwirtschaft könnte die EU mit einem befristeten Beitragsrabatt in Höhe von etwa 30% des jährlichen Bruttobeitrags ausgleichen, was für Österreich knapp 720 Millionen EURO bedeuten würde. Damit könnten die Regierungen durch gezielte Maßnahmen die Inlandsnachfrage ankurbeln. Eine Erhöhung des Fördervolumens für Altbausanierungen und Photovoltaikanlagen wäre dabei ebenfalls denkbar, wie ein erhöhter Sockelbetrag für die Bezieher kleinerer Pensionen.

Last but not least würden sich auch die 250.000 Häuslbauer und Wohnungskäufer freuen, die ihre Investitionen in Schweizer Franken getätigt haben, weil sie in Summe eine Milliardenentlastung auf ihren Kreditkonten erfahren würden.

Allerdings müssten diesen Beitragsrabatt auch jene EU-Mitgliedsstaaten billigen, die nicht an der Währungsunion teilnehmen, was in bezug auf ihre Eigeninteressen vielleicht unwahrscheinlich, im Hinblick auf eine gesamteuropäische Solidarität mit der Zielsetzung eines Weiterbestandes der EU jedoch unabdingbar ist.

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