in Europa

Polemik. Die Tatsache, aus Europa eine einzige große Diktatur machen zu wollen, ist ja wahrlich kein neuer Gedanke. Natürlich muss man dabei umsichtig vorgehen, um keinen Argwohn unter den Schäfchen aufkommen zu lassen, deren Wohl angeblich der ganze Aufwand dient. Immer braucht es einen Vorreiter, wenn es um die stückweise Einschränkung von Menschen- und Freiheitsrechten geht. Ausgerechnet Frankreich, das Land der Jeanne d’Arc, da wo angeblich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zuhause sein sollen, macht sich aufgrund des Charlie Hebdo Massakers zum EU-Terror-Suppenkasper in dieser Sache.

Bislang sagte man den Franzosen einen guten Spürsinn und feinen Geschmack nach. Betrachtet man das neue, umfassende Schnüffelgesetz, muss man sich wundern mit welchem Gestank die feine französische Nase nunmehr klarzukommen gedenkt. Das Ende der Freiheit: Der Polizei-Staat kehrt nach Europa zurück … [DWN], so jedenfalls wird hier getitelt und weitergehend erläutert. Alles rund um die Bespitzelung wird ein wenig erleichtert, oder anders gesagt, die Rechte der Menschen im Handstreich massiv eingeschränkt. Wem das noch nicht spanisch genug vorkommt, der kann sich den Gesetzestext hier ganz französisch besorgen.

Von so etwas träumen seit langem nicht nur CDU geführte Innenministerien. Mit der Großen Koalition jetzt eine Leichtigkeit. Notfalls muss auch in Deutschland ein anständiger Anschlag her, dann geht es selbst hier im Handumdrehen. Wie schnell man zu so etwas kommen kann, zeigt doch Gladio mit seinem hausgemachten Terror. Wobei selbst die Hintergründe des Charlie Hebdo Massakers bis heute nicht befriedigend aufgeklärt sind. Vielleicht liegt dabei alles so klar auf der Hand, wie damals bei 9/11, dass sich tiefergehende Ermittlungen wegen „Offensichtlichkeit“ erübrigen. Beachtlich war in diesem Zusammenhang nur, dass sich binnen weniger Stunden viele Staatsführer-Darsteller zu einer Solidaritätsschau in einer Nebenstraße von Paris für die Fotografen einfanden, um öffentlich Solidarität mit sich selbst zu üben.

Natürlich müssen die Einschränkungen der Bürgerrechte in Europa in kleinen Schritten vor sich gehen, sonst drohte ernsthaft Aufstand. Tatsächlich werden solche Einschränkungen weniger wegen des angeblichen Terrors gebraucht, als vielmehr wegen der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Misere die in Europa, die zu einer nachhaltigen Verarmung der Bevölkerungsmehrheit führt. Genau von hier wird der künftige Terror erwartet, dessen man sich mit solchen Maßnahmen zu erwehren gedenkt. So am Rande ließ es Ministerpräsident Valls schon mal durchblicken, indem er in diesem Gesetz auch ein Mittel gegen organisierte Kriminalität und Wirtschaftsspionage sieht.

Nichts ist schlimmer als eine leidende Bevölkerung, die irgendwann keinen Bock mehr auf die Staatsführung hat. Daher müssen die Regierungen in Sachen Machterhalt gründlich vorbauen. Genau genommen ist es in Europa inzwischen ein einzigartiges Wettrennen, zwischen dem Zusammenbruch des aktuellen Systems und der Vollendung einer EU-weiten Diktatur.

Sicher, dass ist bösartige Spekulation. Fest steht aber, dass man solche Überwachungsgesetze am Ende aller Tage nicht nur gegen den vermeintlichen „Terror“ verwenden wird. So lassen sich auch jene Kräfte viel besser aufspüren die andersartigen „Stunk” anzetteln könnten. Warum sollte nicht der Widerstand gegen die eigene Regierung ebenfalls als Terror deklariert werden? Aber bis es soweit ist, müsste nach den aktuellen Planungen die komplette, EU-normierte Diktatur auf soliden Fundamenten stehen. Alles zum Schutz der Bürger … versteht sich! Waren doch alle Diktaturen in Europa bislang stets äußerst selbstlos?

Und wenn diese Anti-Terrornummer in Frankreich relativ unbeanstandet durchgeht, kommt sie mit großer Gewissheit in anderen europäischen Ländern schneller als gedacht. Wenn die Franzosen schon nicht mehr aufbegehren, wird auch kein anderes Völkchen lamentieren. Mit etwas Phantasie können wir bereits heute erahnen, wann die EU-Kommission um die Ecke kommt und die frisch erprobte Aushöhlung der Bürgerrechte EU-einheitlich regelt.

Selbstverständlich darf überall, in Europa weiterhin frei gewählt werden, wir sind schließlich eine echte Demokratie und haben alles exakt so gewollt. Mal ganz ehrlich, für diese Form der Demokratie könnte die DDR Pate gestanden haben, die demokratischste deutsche Replik die es je gab! Dort konnten die Menschen regelmäßig frei wählen was sie wollten und die Regierung hatte immer zwischen 97-99 Prozent Zustimmung! Dort konnte man zur Abwehr des Terrors aus dem „kaputalistischen“ Westens gar Zäune mit Selbstschussanlagen errichten, um so die eigene Bevölkerung gegen die vom Feind ausgehende Bedrohung zu schützen.

Wir lernen zum wiederholten Male, dass zur Neige jeder Demokratie alles nur eine Frage der korrekten Deklaration ist. Nur an einem Punkt lassen wir keinen Zweifel aufkommen, der böse und aufmüpfige Bürger hat es immer so gewollt und demokratisch legitimiert, so wie jetzt die Franzosen mit ihrer eigenen Totalüberwachung. Und sollte die Geschichte, wie üblich, böse enden, dann muss man die Menschen, wie schon nach NAZI-Deutschland, eben nochmal umerziehen. So geschieht es den diktaturverliebten und kontrollwütigen Völkern Europas völlig recht.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Hinterlasse eine Antwort für A. Korbacher Antwort Abbrechen

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wir erleben es ja schon, dass es mitten in Europa ein Land gibt, dass eine Minderheit des Volkes zu Terroristen erklärt und sie vernichten oder vertreiben will, wenn sie sich nicht beugen. Mit freundlicher Unterstützung der EU.
    Es wird ja oft geschrieben, dass die vielen Wähler der Regierung es ja nicht anders wollten, jedoch glaube ich, dass die Omis und Opis, die ja mutmaßlich Frau Merkel lieben, es wollten, das z. B. eine solch irrsinnige Russlandpolitik betrieben wird, das schließe ich aus. Gerade DIE nicht!
    Hoffentlich mucken die Franzosen kräftig auf.
    Wir wurden alle in eine falsche Sicherheit eingelullt, nach dem Motto: Die da oben arbeiten zu unserem Besten. Hier versagten zuerst die Arbeitgeber, jetzt -sichtbar- die Politiker.

  2. Vielen Dank für die Reportage!
    Nachdem ich mir das Papier durchgelesen habe, bleibt die Frage, inwiefern es sich unterscheidet vom dt./us Vorgaben: Da heisst es unter 2) „…garantir le respect des libertés publiques et de la vie privée…strictement encadré…“
    Eigentlich können wir alle doch gar nicht wissen, geschweige denn kontrollieren, wo genau die Grenzen des Abhörens verlaufen,bzw. verlaufen sollen. Es bleibt immer – auch bei der BND/NSA eine Geheimsache – und für uns alle Glaubens – bzw. Blind-Vertrauensfrage….Die Technik gibt`s her. Deshalb wird es sicher gemacht! So oder so!

  3. Das praktizieren Brd-Regierungen schon lange: „der will das öffentlich machen, bekämpfen, ist schon kristallisiert.“, „bist nicht der Erste und wirst nicht der Letzte sein“… „wenn er nach Österreich geht, geben sie es weiter.“ Über die Schweiz: „blacklisted“, „der Deutsche wieder da, eine Gefahr für unseren Staat“, bis nach Norwegen: „kollapse“, „ulovlig og grusom“-in Europa werden selbige Methoden angewendet, fernab vom GG, Bürgerrechten…
    „dachten, er war Terrorist“… „Klagen nicht möglich“, „ BGS, ingen ulv“, „nesteleder… lekkasjer“, „der weiß es… Polizei“, Überwachung, Ausschallen, Lärmterror, Schafentzug über false flag operations, „bis zum politischen Mord“, „du bist Tod“-es ist so: „der Staat hat ihn immer bekämpft“…

  4. Polizei (und der Sicherheitsapparat) sind nun einmal das Instrument der Herrschenden: zum Machterhalt, Bewahrung der Besitzstände und Privilegien. Die Phrase: „dein Freund und Helfer“, wurde häufig unter den Nazis gebraucht, und da war es nicht gut, wenn dir die Polizei auflauerte… das ist aber bis heute in jedem System so, siehe FBI-COINTELPRO: ebenso „bis zum politischen Mord“ [Zitat in Halle]. Davon kann ich selbst erzählen, Beweise werden unterschlagen, Verfahren manipuliert… je nach politischer Wetterlage. Es stimmt, wie mir ein Bekannter sagte: „von der Polizei hast du keine Hilfe zu erwarten, was für ein Staat.“ [Zitat] Letztlich geht es um Geld, Macht, das Renommee, auch in der Polizei-in einem korrupten, kriminellen…

  5. Teil 1:
    In einer Ära, wo einerseits Profite maximiert werden, anderseits europaweit Teile die Bevölkerung verarmt, Perspektivlosigkeit herrscht, sind besondere Maßnahmen nötig. Mit neuen Spezialkräften der Polizei (BFE+), militärischer Ausrüstung, weitreichende Bewaffnung, Panzerfahrzeuge bereitet man sich auf Unruhen, Erhebungen vor. Das Ergebnis ist wie bei Einsätzen des JSOC: ein paar tote Terroristen mehr. Andere werden mit brachialen Maßnahmen, Strafen abgeschreckt,wobei zunehmend Manipulation der Beweise, auch am Tatort, dazu gehören: „Fälscherwerkstatt“ (Prozess Pfarrer König, NSU-Wohnwagen). Ermittlungen werden den politischen Zielstellungen angepasst, u.a. Attentat Münchner Oktoberfest. Dies wurde u.a. mir zuteil:

  6. Teil 2:
    „den Ministerpräsidenten kriegst du nicht“, „viele haben etwas zu verlieren, die Chefs machen mit“-„Niederhalten“ bis „Bekämpfen“, z.B. mit folterähnlichen Methoden, Drohungen: „fertig machen“, „bist nicht der Erste, wirst nicht der Letzte sein.“ Sie fühlen sich unangreifbar, Richter F. Fahsel: „sakrosankt“, betonen dies: „vil ikke synge“.. “kollapse“, Bestätigung auf Arbeit: „Folter“.. „hat es ausgehalten“, „mit legalen Methoden kaum zu schaffen“, „nesteleder.. lekkasjer“, „BGS, ingen ulv“ (11.09., Vizepräsident Bundesamt), „dachten, er war Terrorist“.. „Klagen nicht möglich“, Kripo Frankfurt… halten zusammen“.. „Staatsanwalt korrupt“.. „der Generalstaatsanwalt geht weg“, „Bundeskanzlerin Merkel weiß Bescheid…

Webmentions

  • Hintergrund: Attentate in Paris vor Syrien-Konferenz und G20-Gipfel | Radio Utopie 17. Dezember 2015

    […] für noch mehr Kontrolle des ungeliebten Internets, welches die Geheimdienste und Behörden des Polizeistaats Frankreich sowieso schon quasi als ihr Eigentum betrachten und nach einem wahren Tsnunami von […]