in D/A/CH

Die Landtagswahlen in Bayern haben nicht nur hierzulande für Spannung gesorgt, sondern wurden auch im Ausland sehr genau verfolgt. Das von deutschen Medien bereits prognostizierte Wahldebakel von CSU und SPD schlug sich nach dem Wahlergebnis dementsprechend in der internationalen Presse nieder, berichtet der Focus. Der österreichische „Standard“ ist der Ansicht, dass viele Wählerinnen und Wähler die CSU einfach satthaben. Sie störte vor allem das umstrittene Polizeigesetz sowie das Theater zwischen Ministerpräsident Söder und CSU-Chef Seehofer. Ein großer Teil dieser Niederlage sei auch auf die Situation in Berlin zurückzuführen.

Die dänische „Jyllands-Posten“ schreibt, dass die CSU seit mehr als sechzig Jahren nicht mehr so wenige Stimmen erhalten habe. Die Partei war bisher nahezu ohne Einmischung in Bayern an der Macht. Diese Ära sei nun vorbei und vermutlich verschwinde damit auch die bundesdeutsche Bedeutung der Partei.

Die „El Mundo“ in Spanien spricht gar von eine „politischen Erdbeben für die ganze EU“. Der Absturz der CSU gehe mit einem Aufstieg der Rechten einher. Das Ergebnis für die SPD zeichne den endgültigen Untergang dieser Partei ab.

Schwedens „Dagens Nyheter“ schreibt, die SPD habe es in Bayern schon immer schwer gehabt. Niemand habe sich aber je vorzustellen gewagt, dass die Sozialdemokraten nicht einmal mehr 10 Prozent erreichen. Wenn das Ergebnis in Hessen in zwei Wochen ähnlich desaströs ausfalle, erhielten die Gegner der GroKo erheblichen Gegenwind. Dieser könnte dem Fortbestehen der Regierung gefährlich werden.

Der „Corriere Della Sera“ aus Italien schreibt: „Die Kanzlerin ist geschwächt. Ist dies der letzte Akt der Volksparteien in Deutschland?“. Die Wahl in Bayern zeige unmissverständlich, dass es große politische Umbrüche in Deutschland geben werde. Nun sei Hessen dran und es sehe in Umfragen nicht gut für den CDU-Ministerpräsidenten Bouffier aus. Wenn er verliere, steige der Druck auf Merkel.

Der österreichische „Kurier“ schreibt: „Die Regierenden verlieren, auch wenn es den Regierten gut geht. Obwohl die Bayern die besten Wirtschaftsdaten, Wachstum und fast Vollbeschäftigung hätten, sagten die Wähler dennoch: Tretet ab.“

Die „Neue Zürcher Zeitung“ aus der Schweiz ist der Ansicht, dass eine derartige Niederlage nicht ohne personelle Konsequenzen bleiben könne. Söder gelte als unpopulär, doch CSU-Chef Seehofer stand bei sämtlichen Streitereien im Mittelpunkt. Seine Zeit könnte bald vorbei sein.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. „Satt haben“

    Das wird nicht weit her geholt sein.
    Wer will schon immer und immer wieder den Depp spielen für andere, die sich dümmer benehmen als er selbst?

  2. … Ein weiterer Beweis ,
    dass es sich nicht lohnt diese Medien zu lesen .
    Oberflächliches BlaBla tief getränkt in ideologischer Ausrichtung .