in Europa

Der Dokumentarfilm des preisgekrönten griechischen Journalisten Yórgos Avgerópoulos zeigt bildgewaltig die Chronologie und Auswirkungen der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise auf Griechenland.

Die Austeritätspolitik basiert nicht nur auf der erbarmungslosen Herrschaft des Kapitals, sondern stützt sich auch auf eine falsche Studie zweier Ökonomen, die für Brüssel, Berlin und Frankfurt zur Doktrin wurde. Der soziale Frieden wurde aufgekündigt, Verarmung und Ausgrenzung die dramatischen Folgen, von denen Betroffene auf erschütternde Art und Weise berichten. Griechenlands Bürger*Innen verlieren den Anspruch auf Gesundheit und Bildung, sie landen als Obdachlose auf der Straße, leiden unter Mangelernährung, und haben keine Krankenversicherung mehr. Das im Europa des 21. Jahrhunderts.

Auch politisch Verantwortliche kommen zu Wort, ex-EZB-Chef Trichet, EU-Parlamentspräsident Schulz, Ministerpräsident Tsipras, oder auch ex-Finanzminister Varoufakis. Das Spardiktat hat Griechenland in eine nicht gekannte Massenarmut getrieben, die von den Initiatoren noch immer als notwendig und alternativlos bezeichnet wird. Ihre und die Pfründe ihrer Partner aus Finanz- und Privatwirtschaft wären in Gefahr. „Agorá“ ist ein Film, der alle Europäer*Innen angeht, denn er offenbart, wie das Konzept der Demokratie – ausgerechnet in Griechenland, der „Wiege der Demokratie“ – zugunsten der Finanzmärkte komplett ausgehebelt worden ist, mit all seinen verheerenden Konsequenzen und sollte ein Weckruf sein für alle Empörten diese historische Entrechtung und staatlich verordnete Verarmung nicht hinzunehmen:

http://www.ardmediathek.de/tv/WDR-DOK/AGORÁ-Von-der-Demokratie-zum-Markt/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=12877260&documentId=34321732

Hinweis: Video bis zum 27. April 2017 über diesen Link in der ARD-Mediathek verfügbar.

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Kommentar

  1. WER programmiert erfolgreich Deinen Weg in den Ruin?
    Betest Du noch immer inbrünstig das Demokratie-Theater an?
    Gefällt Dir, daß das Besatzer-Regime Dich mit ausgeklügelten Verschwendungs-Strategien (z.B. Euro, Finanzierung von Invasoren) plündert? Um Dich so zielgerichtet in die Tribut- und Zinsknechtschaft zu treiben?
    https://www.facebook.com/WolfgangRGrunwald/photos/a.743825455643487.1073741828.690003071025726/1382169448475748/?type=3&theater
    http://www.gehirnwaesche.info/

  2. Es müßte ehr heißen „her mit der Diktatur, weg mit der Demokratie“. Denn „den Markt“ im ursprünglichen Sinn als Handelsraum für zahlreiche konkurrierende Firmen gibts schon lange nicht mehr.

    In den meisten Branchen haben sich Monopole und Oligopole gebildet d.h. Einer oder ganz Wenige Superkonzerne beherrschen jeweils eine ganze Branche. Wo ist da der Markt?

    Das was wir heute haben, ist im Prinzip nichts anderes als eine Einheitswirtschaft von oben organisiert, wie in der DDR.

    Nur das die in rein privater Hand ist und sich jeglicher Kontrolle entzieht. Mit TTIP /TISA/CETA soll es dann sogar ein paralleles Rechtssystem geben – Das sind dann die drei letzten Sargnägel für die Demokratie, die noch fehlen

  3. Wer Demokratie will, darf die Bevölkerung nicht fragen! Heute erschienen auf Telepolis.

    Demokratie? Welche Demokratie denn bitte?
    Interview mit Wolfgang Koschnick von den NachDenkSeiten vom 8.4.

  4. Habe den Artikel von Koschnick gelesen. Natürlich hat er in allen Punkten recht.

    Habe es schon mehrfach an anderer Stelle geschrieben, die repräsentative Demokratie endet immer, überall und ganz zwangsläufig irgendwann in einer Diktatur – Systembedingt! Weil Repräsentanten mit Macht immer irgendwann korrumpiert werden können und werden.

    Verstehe nur seine Skepsis gegenüber der direkten Demokratie nicht. Es sollte dann natürlich eine komplett direkte Demokratie sein – Auch kein Mischsystem, wie in der Schweiz.
    Demokratie funktioniert nur konsequent ganz von unten her. Ein bischen Demokratie ist keine Demokratie. Funktioniert nicht und wird es auch nie.

  5. Es ist in der ganzen EU, im EWR (Schweiz, Norwegen) derart, dass um Profite für Bosse und polit. Strohmänner zu sichern eine Massenverarmung herbeigeführt wird. Das geht einher mit der Annullierung der Menschen- und Bürgerrechte (auch in Schweiz, Norwegen-illegale Praktiken selbst erlebt: Überwachung, Folter, Diskriminierungen, Schläger)- „tragen den Rechtsstaat nur wie eine Monstranz vor sich“ [Mons. Rainer]. Nicht zu vergessen, dass gerade deut. Firmen vorher mittels Korruption z.B. gute Rüstungsgeschäfte machten, sich heute Trusts lukrative Filetstücke aus der Konkursmasse sichern… aber das ist auch in der Brd alternativlos: „die Kleinen zahlen drauf, das war schon immer so“ [Zitat BWK Volkach]. So werden Profite gesichert.

  6. Sozialer Friede? Da und bei Arbeitslosen wird das System Merkel weiter streichen, für ihre hochprofitable Klientel. Dort konnte ich schon arbeiten: ab 8,00 €/h (Porsche, BMW), da stützt man Amigos vom Sicherheitsapparat, deren illegale Mittel (Überwachung,Schlafentzug, u.a. Schall-Techniken):„soll abhauen“,„brauchst dich nicht umbringen“.. „das ist Folter“=die Allianz aus Staat+Wirtschaft. Wie das fehlende Demokratieverständnis: Wahllisten -Volksabstimmung, ist der Rechtsstaat nicht für jeden: dem „Pöbel“ versucht man etwas anzuhängen, manipuliert Indizien, schüchtert lästige Zeugen ein:„Existenz aufs Spiel setzen“, versenkt etwas im Archiv. Eliten sind sakrosankt: „ein Staatsanwalt das geht zu weit“.. Wirtschaftsverbrecher.

Webmentions

  • Harvey Friedman – Zeit-Alter der “Rothschilds” | kein Blatt vorm Mund 15. April 2016

    […] Her mit dem Markt, weg mit der Demokratie […]