in Europa

Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, soll laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung das Freiburger Erzbistum Missbrauchsakten vernichtet haben. Es geht um einen Pfarrer, der vor 10 Jahren wegen Misshandlungen ins Gefängnis kam. Die Arbeitsgruppe „Risikoanalyse“, die aus Ermittlern, Juristen und Psychologen besteht, kontrolliert gefährliche Missbrauchstäter unter Freiburger Priestern. Die Gruppe untersuchte auch den Fall eines Pfarrers, der vor rund 20 Jahren wegen mindestens 59 Missbrauchsfällen verurteilt worden ist. Der Pfarrer missbrauchte mindestens zwei Jungen und ein Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren sexuell, als die Mutter die Kinder dem Pfarrer während eines Kuraufenthaltes anvertraut hatte.

Wie nun laut Informationen der „Bild“-Zeitung herauskam, hat es nie ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den Pfarrer gegeben, was der Bistumssprecher des Freiburger Erzbistums bestätigte. Der Pfarrer wurde auch nicht aus dem Priesteramt entfernt und die Akte war seltsam „dünn“. Seit der Pfarrer aus dem Gefängnis entlassen wurde, arbeitete er im Verwaltungsdienst in einer der Erzdiözese Freiburg zugeordneten Einrichtung, hieß es. Laut Bistumssprecher habe der Pfarrer die Auflage bekommen, sich von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten. Dementsprechend sei ihm jegliche seelsorgerische Tätigkeit, die im Umfeld von Kindern und Jugendlichen stattfinde, untersagt worden.

Vergangene Woche erfuhr jedoch der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, dass der Pfarrer allerdings gegen das Kontaktverbot mit Kindern verstoßen hatte – sogar wiederholt. Erzbischof Burger ordnete daraufhin ein neues psychologisches Gutachten an und verbot dem Pfarrer öffentliche Gottesdienste. Wie die „Bild“ erfuhr, sind die Akten des Missbrauchsfalls von besagtem Pfarrer nicht mehr vollständig. Erzbischof Burger beklagte offenbar auch schon in mindestens einem anderen Missbrauchsfall die offensichtliche Manipulation von Personalakten von Missbrauchstätern in der katholischen Kirche. Burgers Ermittlergruppe will nun den Vorgänger, Alt-Erzbischof Robert Zollitsch (81) zu den fehlenden Akten befragen.

Nicht nur im Fall von Missbrauch in der katholischen Kirche macht Freiburg Schlagzeilen. Nach dem Auftreten des Corona-Virus sind Schulen und Kindergärten im Raum Freiburg geschlossen worden. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, so die Sprecher der Schulen und Kindergärten. Rund 800 Schüler seien von der Schließung betroffen. Im südlichen Elsass sollen bereits 100 Schulen wegen gestiegener Corona-Virus-Gefahr geschlossen worden sein. Hier lesen Sie mehr dazu….

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