in Europa

In Frankreich wurde am Wochenende wieder protestiert. Wenig ist zu lesen in den deutschen Medien. Entweder haben sich die Redaktionen hierzulande daran gewöhnt. Oder sie wollen darüber nicht schreiben. Allerdings sind die Ereignisse fast furchterregend. Denn es kam zu schweren Auseinandersetzungen.

Mindestens 70.000 Demonstranten

Dabei sind am Wochenende auch Regierungsangaben zufolge zumindest 70.000 Menschen auf den Straßen gewesen. Es sollen alleine in Paris gut 15.000 Menschen gewesen sein. Dabei sind „gepanzerte Einheiten“ der „CRS“, einer Spezialeinheit, aufgefahren. Unter den „Gelbwesten“ gab es zudem zahlreiche „Militante“, sodass mehr als 40 Demonstranten festgenommen worden sind.

Polizisten sollen Beobachtern zufolge am Samstagnachmittag das Parlament in Paris abgeriegelt haben. Demonstranten, die sich dem Ziel näherten, wurden von der Polizei mit Tränengasgranaten empfangen. Über den Typ GLI-F4, der „TNT“ als Sprengstoff enthält. Die Regierung von Macron hatte den Einsatz dieser „Waffen“ gebilligt. Die Proteste dagegen sind in den Medien allerdings hierzulande kaum noch zu vernehmen.
Die Demonstranten selbst wiederum gaben an, dass eine solche Granate am Wochenende einem „Opfer“ bei dessen Versuch, das Geschoss abzuwehren, die Hand abgerissen habe.

Die Regierung in Paris scheint solche Vorfälle nicht sonderlich zu bedauern. Innenminister Castaner zeigte sich „angewidert“ von der Gewalt, die er wiederum den „Demonstranten“ zuschrieb. Die Täter würden „gefasst“. Es werde über sie „gerichtet“.
Auf der anderen Seite wurde am Freitag der Zweitwohnsitz des heutigen Parlamentspräsidenten Richard Ferrand in der Bretagne „angezündet“. Die Kriminalpolizei vermutete, hier handele es sich um eine „politische Drohung“. Ferrand ist nicht nur mit Macron befreundet, sondern er soll vor allem der Korruption verdächtig sein. Dies hatte die Demonstranten möglicherweise auf den Plan gerufen. Die Auseinandersetzung jedenfalls scheint in beide Richtungen immens zu eskalieren. Bedauerlich, dass deutsche Medien sich der Berichterstattung nahezu konsequent verweigern.

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