in Europa

Laut der europäischen Grenzschutzbehörde FRONTEX kommen dieses Jahr mindestens genau so viele Flüchtlinge nach Europa wie im vergangenen Jahr.

Doch die Situation auf der sogenannten Balkanroute spitzt sich immer mehr zu. Die EU befürchtet jetzt eine humanitäre Katastrophe. Während dessen verschärft sich der Streit in Bezug auf die Flüchtlingskrise zwischen Griechenland, Mazedonien, Österreich und Deutschland zunehmend.

Es ist keine Woche her, da hatte man sich auf dem EU-Flüchtlingsgipfel darauf geeinigt, „unkoordinierten Maßnahmen“ auf der Balkanroute ein Ende zu setzen. Doch so wie es aussieht kommt alles ganz anders, denn es droht eine humanitäre Katastrophe. Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte: „Uns geht es darum, eine humanitäre Krise zu verhindern. Wir arbeiten an Notfallplänen, mit Personal vor Ort, vor allem in Griechenland, um herauszufinden, was genau in den nächsten Tagen gebraucht wird“, sagte Natasha Bertaud.

Weiter heißt es von der EU-Kommission, dass alle beteiligten Länder die Pflicht hätten, EU-Regeln zu respektieren und die Politik des „Durchwinkens“ zu beenden. Zudem werden alle Regierungen dazu aufgefordert, an die Wirkung ihrer Entscheidungen auf ihre Nachbarländer zu denken.

Doch eine EU-Lösung ist in weiter Ferne. So hat zum Beispiel Österreich am 24. Februar 2016 in Wien eine Westbalkan-Konferenz einberufen, doch Griechenland und die EU-Kommission wurden dazu nicht eingeladen. „Wir sind darüber informiert, dass dieses Treffen stattfindet“, sagte die EU-Sprecherin Bertaud. „Die Kommission nimmt daran nicht teil. Unsere Haltung ist sehr klar: Wir wollen, dass alle Länder auf dieser Route zusammenarbeiten.“

Während dessen hat Filippo Grandi, Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, davor gewarnt, dass neuerliche Grenzschließungen noch mehr Chaos verursachen würden. Doch von Mazedonien bis Ungarn werden immer mehr Grenzen geschlossen. Damit steigt der Druck auf Griechenland immer weiter und es ist zu befürchten, dass wenn der Balkan abgeriegelt wird, Griechenland zu einem einzigen Flüchtlings Hotspot wird, mit ungeahnten Folgen für das kleine EU-Land, dass ohnehin schon schwere wirtschaftliche Probleme hat.

Griechenland droht nun bei den EU-Gremien ein Veto einzulegen, gegen alle Staaten, die entweder direkt oder indirekt an der Teilschließung seiner Grenze zu Mazedonien beteiligt sind. Darüber hinaus erwägt Griechenland auch die Annäherung von Beitrittskandidaten an die EU zu blockieren und andere Entscheidungen wie zum Beispiel über EU-Subventionen für Mitgliederstaaten zu blockieren.

„Wir werden uns mit einigen dieser Staaten in den EU-Gremien wieder treffen, wenn Agrargelder verteilt werden oder wir ihren Beitritt befürworten sollen“, sagte Giannis Mouzalas, der griechische Minister der auch für die Migration zuständig ist.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Griechen sollten sich an die Russen für Hilfe wenden, sei es nun für Geld, Güter oder anderes. Da sie eh der Bumann der EU ist, dem Verein mal ne Lektion erteilen und Beziehungen zum Osten wieder aufbauen

    • die griechen haben den Auftrag bekommen 5 große Erstanlaufeinrichtungen aufzubauen, um die Ströme zu regulieren und die Menschen zu registrieren.

      Wird höchste Zeit. Aber die Vorschläge bestanden schon längst bevor die Flüchtlingstätärätää in der Presse breitgetreten wurde.

      Versagt hat die ganze EU und Dr. Merkel berteibt eine shierlos arrogante Politik. Sie treib einen Keil in die EU und hat alle möglichen Ströme ausgelöst, von denen eigentlich nur ein Bruchteil gemeint waren und nun wieder heim geshickt werden. Toll!!!

  2. Griechenland ist i.wie erledigt.
    Das istn Kessel voller Ratten geworden die sich alle gegenseitig annagen.
    Den ihre einzige Ernährungs Nabelschnur geht nach Deutschland. Die zu zerreißen ist der sichere Tod.

  3. Das würde dem Ami nur wieder futter bieten. Da würde schnell wieder der Ruf nach Sanktionen laut werden, weil der Russe wieder imperiale Ansprüche geltend macht usw.
    Wladi hält sich raus und macht es damit genau richtig. Er sieht zu, wie wir -die EU- den Kontinent immer weiter zerstören, weil der Ami -also die eigene „Schutzmacht“- es so will.

    • Glaub ich nicht !
      Warum sollte sich der Russe raushalten, – sich die Gelegenheit entgehen lassen ? Eine Weltmacht ist keine Weltmacht, weil sie sich raushält – das kann sie sich garnicht leisten !
      Man kann es mit der Idealisierung auch übertreiben !
      Die EU ringt im US-Auftrag mit Russland um Griechenland. Das Geostrategische Schnäppchen wird sich der Russe nicht entgehen lassen, und nur weil uns sein dbzgl. Vorhaben nicht auf dem silbernen Medienteller präsentiert wird, heißt das noch lange nicht, dass sämtliche Hintermänner und Unterhändler im Hintergrund schlafen !
      PS: Zum Glück ! Die EU ist über Brüssel komplett in US-Hand, da braucht es eine Opposition !

  4. Achja… schade wie alles den Bach runter geht und man dabei zu sehen darf weil alles sich wiederholt und niemand es beendet :/

  5. Flüchtlingspolitik und EU, das ist wie wenn man den Wölfen die Aufsicht über das Schafgatter überträgt.

    Griechenland hat zwar Geldsorgen, aber Japan hat noch größere Sorgen. Und Spanien hat auch größere Sorgen. China hat auch größere Sorgen. Da gibt es eine ganze Reihe Länder.

    Zuckerreiche Ernährung schadet dem Gehirn ähnlich wie Drogenkonsum und Kopp lesen, weil man sich da immer an Kopp faßt.