in Europa

Die Erde ist nur einer von unzähligen Planeten und doch ist sie etwas Besonderes. Denn sie ist unsere Heimat. Der blaue Planet ist klein, kaum mehr als ein Staubkorn im All. Jedes Leben auf ihm hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, welche der Mensch, der die Erde zahlreich bewohnt, nicht beeinflussen kann. Man kann es also laienhaft als Glück bezeichnen, dass jemand diese Zeilen lesen kann. Doch ist Glück weder planbar noch verlässlich. So mutet es bisweilen rätselhaft an, warum nur der Mensch so erpicht darauf ist, seinesgleichen nach der Existenz oder dessen Grundlage zu trachten.

Das Gesetz des Stärkeren ist universell und ebenso unausweichlich wie tragisch. Doch es widerfährt allem was ist. Ein starker Magnet wird immer eine höhere Wirkung entfalten als ein schwacher. Ein großer Baum wird dem kleineren das Licht nehmen. Ein Löwe wird die Antilope stets überleben. Und der Mensch…? Final kann auch er sich diesem Kreislauf nicht entziehen. Jedoch er hat etwas entwickelt, das ihm zumindest bedingt erlaubt, dieses Prinzip zu durchbrechen. Denn er vermag es, durch die Lehren und Entbehrungen seiner Vorfahren, human zu Handeln und den Schwachen neben sich sein zu lassen. Ferner ihn zu fördern und ihm so jene Chance zu offerieren, welche die Natur ihm nicht zugedacht hat. Auch sollte er milde gegen jene üben, welche es nicht besser wissen.

Europa ist ein Kontinent, der seit jeher die Geschichte der Welt maßgeblich geprägt hat und dabei durchzogen ist von Konflikten und Zerwürfnissen, aber auch von Allianzen und Gemeinsamkeiten, Erfindertum, Kultur und Vielfalt. In dem Bestreben die Macht einzelner über die Bedürfnisse vieler zu erheben, entbrannten stets Kriege mit verheerenden Folgen. Die Bewohner dieses alten Kontinentes waren ihrer Herrscher jedoch überdrüssig und so schafften sie, was keinem Feldherrn jemals gelungen war, die Einigung Europas mittels der Demokratie. Müde von der Feindschaft mit jenen, die einst Nachbarn waren, haben sich die Menschen in Europa vielmehr an das erinnert, was sie verbindet, eine gemeinsame Geschichte und viel wichtiger noch eine gemeinsame Zukunft. Denn die Zukunft ist heute mehr denn je kein bloßes Schicksal, kein Los, das einmal gezogen den Lebensweg festlegt. Es ist die Freiheit im Denken und die Freiheit im Handeln über Ländergrenzen hinaus.

Im festen Glauben daran Grenzen überwinden zu können, auch jene in den Köpfen, ist Europa heute ein Ort der Vielfalt der Tradition und Moderne. Europa ist dabei weder die antike Dame im luftigen Gewand, noch ein Konstrukt von Bürokraten, auch wenn letzteres bisweilen so scheinen mag. Zweifelsfrei sind Richtlinien zum Aussehen von Gurken weder durch den Verbraucherschutz noch ökologisch oder ökonomisch zu begründen, doch andere oftmals allzu selbstverständlich empfundene Werte stehen für ein weltweit einzigartiges Bündnis. Ein Bündnis, welches Frieden stiftend und sichernd ist, eines, das Handel treibt und füreinander einsteht, eines, das die Würde jedes Einzelnen schätzt und verteidigt nach innen wie nach außen. Doch manche suchen jene Verhältnisse wieder herzustellen, welche zu überwinden Jahrtausende dauerte und zu entzweien, was mühsam zusammen gewachsen ist.

In dem Bewusstsein, dass ein noch langer oft auch beschwerlicher Weg die Zukunft bildet, überwiegen jedoch bei Weitem die Chancen einer starken und modernen Union von Staaten, welche ihre Leuchtkraft in der Welt nutzen sollten, um anderen den Weg zu weisen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. „…..einer starken und modernen Union von Staaten….“

    Gott bewahre uns vor einer Union à la UdSSR und einer Zentralregierung. Das wäre das Ende von Europa.
    Das Ende der Völker, der Kulturen und der Vielfalt.
    Das engültige Ende der Demokratie auf diesem Kontinent.