in Europa

Die Briten sind immer noch nicht aus der EU ausgetreten. Daher werden sie am 23. Mai ebenfalls an den EU-Wahlen teilnehmen. Dass Großbritannien noch immer nicht ausgetreten ist, scheint vielen Briten nicht zu gefallen. Denn jetzt deutet sich in Großbritannien bei den anstehenden EU-Wahlen eine völlige Veränderung des bestehenden Parteisystems an.

Die britische Zeitung „The Observer“ hat vor vier Tage eine Umfrage zu den EU-Wahlen starten lassen. Die Ergebnisse deuten an, dass die im Januar dieses Jahres gegründete Brexit Partei des EU-Skeptikers Nigel Farage stärker abschneiden könnte, als die beiden etablierten Parteien Tories und Labour.

Den Umfragen zufolge könnte die „Brexit Party“ 34 Prozent erhalten, die Labour Party 21 Prozent und die konservativen Tories, denen die britische Premierministerin Theresa May angehört, nur noch 11 Prozent. Der aktuell laufende Wahlkampf zeigt, wie populär die neue Partei Farages bereits ist. Der Europaabgeordnete füllt große Hallen bei seinen Auftritten.

Es war lange relativ still um Nigel Farage geworden, als er im Sommer 2016 seinen Rücktritt als Ukip-Chef bekanntgab. Seit er die „Brexit Party“ Anfang des Jahres gründete, sind mehr als 100.000 Mitglieder in die Partei eingetreten. Jetzt darf die Partei erwarten, am 23. Mai mehr Stimmen zu erhalten, als die Tories und die Labour Party zusammen. Sollte der Wahlausgang ähnlich ausfallen, wie die Umfragen zu erkennen geben, dürfte dieser als Ärger über den festgefahrenen Brexit-Prozess verstanden werden.

Deshalb hat jetzt Farages Stunde geschlagen. Selbst die großen Medien kommen nicht mehr an ihm vorbei – er trat sogar in einer bekannten TV-Show auf – der „Andrew Marr Show“ – der „ehrwürdigsten“ politischen Sendung in der BBC.

Die schlechten Umfrageergebnisse scheinen bei May dazu geführt zu haben, dass sie ihre bisher vertretenen Prinzipien über Bord wirft. Sie soll dem Labour-Chef Corbyn vorgeschlagen haben, dass Großbritannien noch auf längere Zeit in der Zollunion verbleibt. May soll nun auch ein zweites Brexit-Referendum in Erwägung ziehen, was sie bislang ablehnte. Auch in der eigenen Partei wächst der Druck. Sie wurde bereits aufgefordert, ihr Rücktrittsdatum zu nennen. Wir dürfen den EU-Wahlen und den Konsequenzen mit Spannung entgegensehen. Hier lesen Sie zudem weitere Hintergrundberichte, die das aktuelle Geschehen erhellen. 

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Kommentar

  1. Wenn das Ergebnis darauf hinaus läuft, dass der Wähler einmal vom links nach rechts torkelt und dann wieder zurück, kann er meinetwegen bekommen was ihm gebührt, die Peitsche.
    Nach den Wahlen ist der Zucker für Bonbons leerverkauft.

  2. Die EU hat durch die Zunge ihres Volldeppens Junkers bereits ankündigen lassen, dass sie ihre Partei nach ihrem Ermessen auswählt. Die durch die islamische Einwanderungswellen verseuchten Briten beweisen mit ihrem Brexit Mut, soviel Mut wie sie damals 1940-45 unter ihrem (Ver)-Führer Winston Churchill hatten, als sie Bomben auf deutsche Arbeiterviertel fallen ließen.

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