in Europa

50.000 Menschen haben in Frankreich protestiert. Dies waren mehr, als erwartet worden sind. Die Medien sprechen von heftigen Ausschreitungen, so etwa die Tagesschau in Deutschland. In Paris stürmten die Demonstranten das Büro eines Regierungssprechers. Die gelben Westen sind so stark wie vielleicht nie zuvor. Macron und Merkel müssen sich warm anziehen.

Gegen den Präsidenten

Das Innenministerium selbst hat bereits am Abend des Sonnabends mitgeteilt, etwa 50000 Menschen seien gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron auf die Straße gegangen. Die gelben Westen waren bereits als gescheitert bezeichnet worden. Dies hat sich nun widerlegt.

In einigen Städten, darunter auch in der Hauptstadt Paris, sind Demonstranten und die Polizei aufeinander losgegangen. Wie es heißt, sei das Maß an Gewalt mittlerweile in einer neuen Qualität ausgebrochen. So wurde beim Einbruch in das Büro des Regierungssprechers nach Angaben der Behörden eine Bohrmaschine benutzt, um damit durch eine Eingangstür in den Raum zu dringen.

Macron meldete sich daraufhin auf Twitter zu Wort. Frankreich würde von, wie es heißt, extremer Gewalt angegriffen worden sein. Nun müssten sich alle Beteiligten zusammenreißen, wie der Präsident meinte, damit es eine Debatte und einen Dialog geben können.

Dabei setzte die Polizei in Paris sogar Tränengas ein. Touristen, die in der Nähe waren, sind nach den Darstellungen in Scharen davon gerannt. Zudem haben Polizisten mit Spezialeinheiten einige Brücken über der Seine, dem Hauptfluss in Paris, blockiert.

Die Ausschreitungen zeigen, wie sehr die Regierung unter Druck steht. Die gelben Westen sind auch durch die Versprechungen des Präsidenten Macron nicht von ihren Protesten abgebracht worden. Der hatte Zahlungen in Milliardenhöhe versprochen. Die Gesellschaft sollte „entlastet“ werden.

Inzwischen wird die gelben Westen wieder als ernsthafte Bedrohung für die Fortexistenz der Regierung Macron begriffen. Beobachter aus Deutschland fragen sich, wann auch bei uns demonstriert wird.

 

 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ausschreitungen sind den Protesten ungeheuer schädlich, da sie das verschärfende Eingreifen der Regierung berechtigt. Die Markrone verlangt nach Dialog wie es der Grüßaugust Leut Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache gefordert hat.
    Zu den tatsächlichen Zahlen der Menschen bei den Protesten in Frankreich verweise ich auf den Artikel von RT vom 08.1.19 https://deutsch.rt.com/europa/82165-gelbe-westen-wie-weit-sind-offizielle-zahlen-realitat-entfernt/

    • Die Wahrheit wird dann wohl irgendwo dazwischen liegen. Wobei es mir so scheint, dass die deutschen Leitmedien immer wieder versuchen, das ganze klein zu reden. Was soll damit bezweckt werden? Erst wenn dann die Zahlen aus Frankreich kommen, wird wieder zurückgerudert.

  2. Wenn ich mir die Proteste im Livestream, z. B. bei Sputniknews oder RT anschaue, sind das in der überwiegenden Mehrzahl friedliche Demonstranten.
    Wie das nun mal so ist, mischen sind dann Gruppierungen unter die Demonstanten, die auf Randale aus sind.
    Man kann eine Bewegung so auch diskreditieren.