in Europa

Die Wahrheit hinter dem neuen Einlagensicherungssystem: Steuerzahler haften

Der neue EZB-Plan (Europäische Zentralbank) ist am Ende ein Anschlag auf die Steuergelder in Deutschland. Dies befürchten Kritiker des Programms „Edis“ und können dafür zahlreiche Belege anführen, die bislang in Deutschland noch gar nicht diskutiert werden. Es wird teuer.

Gemeinsame Bankenhaftung

Die EZB sieht vor, im Namen der guten Sache in Europa alle Banken für die gemeinsamen Probleme haften zu lassen. Demnach wird es eine europäische Banken-Einlagensicherung geben, die das bisherige Konstrukt der nationalen Sicherungssysteme ablöst. Einlagensicherungssysteme springen dann ein, wenn eine Bank Insolvenz anmeldet und Kundengelder festgefroren scheinen – oder gar nicht mehr zurückgezahlt werden könnten.

Dann greift ein Pool, in den Banken aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen eingezahlt haben. Dies wird in der Regel damit verwechselt, der Staat selbst würde einspringen. Dies ist nicht der Fall. Grund für die Gesetzeslage ist die Befürchtung, ansonsten würde es in einem solchen Fall zu einem Bankensturm, einem Bankrun geben. Die Kunden würden versuchen, ihr Geld abzuheben. Sehr schnell wären die Banken zahlungsunfähig.

Nun soll das System auf Europa ausgeweitet werden. Die nationalen Verbände der Bankwirtschaft müssen bis zum Jahr 2024 den Pool dafür bestücken. Eigene Mittel müssen die vorgeschriebene Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro zu 0,8 % abdecken. Die deutschen Banken wie die Volksbank (mit eigenem System), die Sparkassen (mit eigenem System) und die Privatbanken haben derzeit lediglich 0,4 % durch eigene Mittel abgedeckt.

Da es inzwischen annähernd 1 Billion fauler Kredite in Europa gibt, wird es größere Haftungsfälle aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch schon in näherer Zeit geben. Nach einem Bericht im „Focus“ etwa sind die faulen Kredite auf einen Anteil von 47,2 % aller Darlehen gestiegen. In Italien sind es 14,5 %.

Wer zahlt?

Nicht die EZB als Zentralbank, wenn alles zusammenbricht. Sondern die Staaten, die das ganze System auffangen sollen. Zunächst zahlen am Ende die Bankkunden in Deutschland. Die werden am Ende über ihre Institute zur Haftung gebeten. Denn die betroffenen Banken, denen Insolvenz droht, dürfen sich direkt an das System Edis wenden und um Hilfe bitten. Die in Deutschland noch relativ gut geschützten Banken, die Geld absichern, müssten sich umgekehrt ihrer eigenen Mittel bedienen.

Was jedoch, wenn die Banken insgesamt wie 2008 vor einem Zusammenbruch stehen, weil sie die Probleme nicht auffangen können? Damals haftete laut Merkel und Finanzminister Steinbrück der deutsche Staat. Also Sie. Edis darf nicht kommen

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Zum einen die vollständige Entmachtung des Volkes
    auf der anderen Seite die volle Haftung des Volkes .
    Too big to fail – die internationale Finanzindustrie macht auf göttlich .

    • Kommt die europäische Einlagensicherung wirklich, könnten die Banken nicht mehr für die Einlagen ihrer Kunden garantieren. „Die sogenannte Bankenunion ist im Kern der Versuch, Finanzmittel zur Stützung von europäischen Groß- und Investmentbanken einzusetzen, die zur Sicherung der Einlagen von Kunden deutscher Sparkassen und Genossenschaftsbanken bestimmt sind“.
      Bargeldverbot in Indien als Test, wird derzeit heimtückisch in Schweden ausgebaut, wenn das durch ist haben sie uns an den „Eiern“!

  2. Wenn endlich das Bargeld abgeschafft ist fällt das Problem dass es einen Run ( alle wollen ihre Einzahlungen von der Bank holen ) nicht mehr gibt. Denn eine Nutzung einer Taste auf dem Computer lässt das persönlich angesparte sofort verschwinden.
    Deshalb: Bürger wehrt Euch !

  3. Faszinierend wie man quasi über Nacht vom Kunden zum voll haftenden Teilhaber der Kreditwirtschaft wird. Schade nur, dass der Durchschnittssparer bzw. Privatkunde zu keinem Zeitpunkt an den Gewinnen beteiligt war. Ließe sich dies nicht kompensieren, indem man rückwirkend von den Großinvestoren und Gesellschaftern einen Teil der in den zurückliegenden Jahren eingestrichenen Profite zurückfordert und als Kompensation für die Zwangshaftung der Kleinsparer an diese ausschüttet? Wenn Verträge wie Lebensversicherungen und Einlagesicherung einfach annulliert werden können, dann sollte auch der staatliche Schutz von Privateigentum in Form von Großvermögen zur Disposition stehen.

    • Hahaha, hervorragende richtige Idee, ich fürchte nur die Hochfinanz kann da nicht so drüber lachen…es gab schon Menschen die solchen oder ähnlichen Ideen zu viel Nachdruck verleihen wollten, ganz plötzlich „verunfallt“ sind…Clever Mensch hat schon lang nix mehr bei Banken und Versicherungen, beim Rest wird, wie immer der Katzenjammer groß sein…so lange wie unser ungerechtes Geldsystem so funktioniert wie es funktioniert, wird sich daran auch nichts ändern, leider…

  4. Es wäre sinnvoll, wenn jeder Kreditgeber der Bank, der sich wohl immer noch als Kunde sieht, sich einmal mit der sachlichen Rechtslage seiner Stellung zur Bank beschäftigt. Sollte er sich dann damit beschäftigt haben, ist erkennbar, dass es alles nur Luft ist….wer einer Bank sein Geld zur Verfügung stellt, damit diese Arbeiten kann…der muss damit rechnen, dass sein Kredit an die Bank ausfällt. Wir reden alle nur Luft…wenn man ein Zahlungsverrechnungsystem mit nicht disponierbaren Sichteinlagen verwenden würde…bei dem ein Treunhandinstitut nur die Gelder auf eigenen Konto der Kunden haben würde…wäre damit Schluss.Aber dann schreit jeder…warum soll ich für die Kontoführung eines Treubank (lach) eine Gebühr zahlen.