Die Tiefen der „Griechenlandkrise“

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Griechenland bleibt Hauptgesprächsthema. Die Medien sind voll von der Griechenlandkrise, einem möglichen Ausstieg Griechenlands aus der EU und einem möglichen Zurückkehren zur Drachme. Ein bisschen weniger interessant sind dann schon die Zustände im Land, mit denen die Bevölkerung seit dem Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft konfrontiert ist.

“Nach der Krise wurde die griechische Regierung dazu gedrängt Austeritäts-Maßnahmen umzusetzen. In Folge schoss die Staatsschuld auf 180% des BIP, Armut hat sich verdoppelt, über 30% der Griechen sind arbeitslos und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 50%. Weiter sind Selbstmordraten und die Kindersterblichkeit stark gestiegen, viele Griechen haben keine Krankenverischerung mehr und die Wirtschaft ist um ein Viertel gesunken.”

Im Kontext der Lösungen haben die Verantwortlichen nur ein sehr begrenztes Set anzubieten. Allgemein stehen in der Theorie zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Kunjunkturstimuli zur Steigerung des Konsums und Austerität, um die Wirtschaft für neue Investitionen attraktiver zu gestalten. Unter Zweitem leidet jetzt die greichische Bevölkerung.
Doch die Debatte über Ursachen und Lösungen zur wirtschaftlichen Lage Griechenlands verschleiern viel tieferliegende Probleme. Erstens zeigt die Lage Griechenlands ein weiteres Mal Problematiken der aktuellen Wirtschaftsfunktion. Eine der Fehlfunktionen ist, dass laufend Geld aus der Realwirtschaft abgezogen wird oder abwandert und sich dort sammelt, wo schon viel Kapital ist. Dies ist auch Grund für die Tatsache des alternativlosen Wachstums.

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Zweitens zeigen sich auch bei der Betrachtung der EU und des Projektes Europa tiefliegende Probleme. Die Entstehung der EU zur Zusammenführung der Länder nach dem zweiten Weltkrieg ruht unter anderem auf auch einem Vergeben der Schulden in den 50er Jahren, allen voran deutschen Schulden. Damals stand die Wirtschaft noch an zweiter Stelle hinter dem Gedanken der politischen und gesellschaftlichen Integration. Heute definiert sich die EU nur noch über die Wirtschaft und den Euro. Gleichzeitig geht der Gedanke eines gemeinsamen Europas in den europäischen Völkern verloren.

Somit lehrt uns die aktuelle Situation Griechenlands zwei Dinge: erstens zeigt sie, dass die Idee der Austerität als politische Maßnahme zur Schuldenbekämpfung gescheitert ist. Zweitens wurde der europäische Gedanke zu Gunsten der Wirtschaft stark vernachlässigt und das Projekt Europa bewegt sich ebenfalls schon sehr nah am Abgrund des Scheiterns.

Quellen:

http://www.thenation.com/article/austerity-has-failed-an-open-letter-from-thomas-piketty-to-angela-merkel/
http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jul/06/greece-democracy-europe-eu
http://www.theguardian.com/sustainable-business/2015/jul/07/this-endless-quest-for-growth-will-see-greece-self-destruct

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