in Europa

Der Europäische Kulturgedanke, es gab ihn nie. Stattdessen 700 Jahre Plünderung, Unterwerfung und Mord, um unseren kulturellen Leitanspruch auf Kosten der Völker der südlichen Erdhalbkugel zu untermauern. Das rächt sich nun.

Wir schreiben das Jahr 1492, als Kolumbus Amerika entdeckt. Vorher gab es diesen Kontinent nicht. Zu existieren begann er erst, nachdem ein Europäer seinen geweihten Fuß darauf gesetzt hatte. Dass dort schon seit dem Ende der letzten großen Eiszeit Siedler lebten, zählte nicht. Für die menschliche Zivilisation war Amerika erst gewonnen, nachdem feststand, dass es Europäer sein würden, die das Land beherrschen. Diese längst vergangene Episode beschreibt eindringlich den Zustand unserer Welt bis hin zum heutigen Tag.

Im Portugal des 15. Jahrhunderts wurde damals ein neuer Schiffstyp entwickelt. Portugal, welches bereits 1418 zu den Seemächten aufstieg, brauchte ein Schiff, welches schnell, wenig bauchig und zugleich hochseetauglich war, um Expeditionen durchführen zu können. Damals übliche Handelsschiffen wie die Kogge waren für solch lange Strecken nicht ausgelegt. So entstand ein neuer, hochseetauglicher Bootstyp mit schmalem Bauch, niedriger Wasserverdrängung und bis zu vier Masten, die es ihm ermöglichten, schnell am Wind zu segeln. Die Karavelle war geboren, die ganze Weltmeere durchqueren konnte und mit ihr zugleich globaler Kolonialismus, Sklavenhandel und grenzenloser Reichtum für jene, die bereit waren, am Elend und Leid anderer Menschen mitzuverdienen. Es begann die Zeit weltweiter, Europäischer Vorherrschaft.

Die Herabwürdigung menschlichen Seins

Um in der eigenen Bevölkerung Akzeptanz zu schaffen für die Verbrechen, die im Zuge von Rohstoffplünderung und Sklaverei anderen Völkern zugemutet wurden, mussten die Bewohner dieser Landstriche aus dem Kreise der menschlichen Gesellschaft ausgegrenzt werden. Es begann die große Verachtung anderer Kulturkreise. Sie wurden diffamiert als zurückgeblieben, unterentwickelt, unzivilisiert und primitiv. Begleitet wurde dies zugleich von der Vorstellung, man selbst, also Europa, bilde die Spitze der Entwicklung der Menschheit und sei somit dazu bestimmt, die gesamte, nichteuropäische Welt zu beherrschen, um diese auf Europäisches Entwicklungsniveau zu heben.

Dieses Verhalten ist nicht neu unter den Menschen. Wir neigen grundsätzlich dazu, diejenige Gruppe, zu der wir uns zählen, für die wichtigste zu halten. Damit einher geht zugleich die Annahme, die eigene Gruppe sei anderen Gruppen überlegen. Die Sicht auf die Welt erfolgt daher zwangsläufig aus Sicht der eigenen Gruppe. Man nennt dieses Phänomen Ethnozentrismus und könnte es auch als den kleinen Bruder des Eurozentrismus‘ begreifen. Denn während der Ethnozentrismus sich damit begnügt, sich selbst zu bewundern, geht der Eurozentrismus einen Schritt weiter und glaubt, die ganze Welt erobern zu müssen, um das eigene Kulturmodel anderen Nationen überzustülpen. Nur zu deren Vorteil, versteht sich.

Ergänzt wurde diese Überlegenheitsannahme durch den Glauben an die Überlegenheit der eigenen Technik. Immer bessere Waffen, immer bessere Schiffe, Uhren, Kompasse, Sextanten und vieles mehr sorgten dafür, dass Herrenmensch und Herrschaftstechnologie eine Symbiose eingingen, um ihre Herrschaft über die Welt zu festigen. Eine Symbiose, die bis heute anhält. Europäisch stand für Bildung, für Kultur, für Entwicklung und Fortschritt. Dieses Paradigma kultureller, zivilisatorischer Überlegenheit verfestigte sich im Laufe der Jahrhundert zusehends und eine neue Spielart der Selbstüberhöhung erblickte das Licht der Welt.

Der Glaube daran, dass die eigene, anderen überlegene Vollkommenheit sich auch im biologischen Aspekt unseres Seins niederschlagen müsse. Am Übergang vom 16. ins 17. Jahrhundert brachte William Shakespeare jene berühmte Zeilen zu Papier: „Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! Wie edel durch Vernunft. Wie unbegrenzt an Fähigkeiten. In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig. Im Handeln wie ähnlich einem Engel. Im Begreifen wie ähnlich einem Gott. Die Zierde der Welt. Das Vorbild der Lebendigen.“

Dass dieses Bildnis auch Pygmäen einschließt, ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr entstand im 19. Jahrhundert unter Charles Darwin das theoretische Konzept des Sozialdarwinismus‘. Dieses stuft Menschen auch biologisch als weiter oder weniger weit entwickelt ein. Dass man dabei im weißen Europäer den Apex der biologischen Entwicklungspyramide sah, verstand sich von selbst. Ebenso selbstverständlich entwickelten sich aus dieser Geisteshaltung heraus die Anfänge des Rassismus‘.

Auch wenn Sklaverei und Ausbeutung heute eher im Verborgenen stattfinden, schimmert die Wahrheit doch immer wieder zwischen den Zeilen unseres heutigen, gesellschaftlichen Diskurses durch. Nach wie vor ist die Rede von Entwicklungsländern, primitiven Gesellschaften (Stammesgesellschaften), unterentwickelten Ländern, Schwellenländern, Entwicklungshilfe oder dritte Welt Ländern, in denen man selbst zu heutiger Zeit noch wie im Mittelalter lebe. Warum sollte sich die Welt ausgerechnet in Europa in Orient und Okzident trennen? Die Erde ist eine Kugel und sieht für einen Inder völlig anders aus, als für einen Europäer.

Warum ist der Referenzpunkt für die Zeitzonen der Welt in London verortet und nicht in Hongkong? Bezeichnungen wie Naher, Mittlerer und ferner Osten wurden von Mitteleuropa aus gesehen gewählt. Auf jeder Weltkarte befindet sich Europa im Zentrum der Karte. Schulbücher in aller Welt verbreiten die Vorstellungen des Europäischen Kulturgedankens. Wir und unsere Europäische ‚Leitkultur‘, so glauben wir seit Jahrhunderten, seien der Maßstab für die Entwicklung der Menschheit.

Jesus der Eroberer

Der Gedanke an die Überlegenheit der eigenen ‚Rasse‘ machte auch vor den Toren der Kirche nicht halt. Wenn bei uns alles so überlegen war, so musste dies auch für unsere Religion gelten. Die Kirche sah darin eine willkommene Gelegenheit, ihren Einflussbereich zu vergrößern. Zuerst kamen die Soldaten, dann die Missionare. Diese verboten den ‚unterentwickelten‘ Menschen ihre eigene Kultur. Deren Nackheit, Sexualität und Religion waren per se Ausdruck des Bösen. Man beraubte diese Menschen nicht nur ihrer kulturellen Identität, sondern flöste ihnen abstrakte Angst vor dem Bösen ein, um sie in die gewünschten Bahnen lenken zu können. Deren Glaube wurde kurzerhand zum Aberglauben erklärt. Woraus letztlich folgt, dass Glaube und Aberglaube ein und dasselbe sind. Doch diese Scheintrennung wirkt bis heute nach.

Eurozentrismus in heutiger Zeit

Die Zeiten haben sich geändert seit Kolumbus und Marco Polo. Heute nimmt die Welt eher Anstoß daran, wenn Europäer sich zum Nabel der Welt erklären und verächtlich auf andere Nationen herabschauen. Daher verbirgt sich die hässliche Fratze des Eurozentrismus‘ heute hinter der glatten Maske der Demokratie. Heute bringen wir anderen Völkern nicht länger unsere überlegene Leitkultur, wir bringen ihnen Demokratie. Da das eurozentristische Gedankengut wie ein Psychovirus auch Nordamerika und Australien kontaminiert hatte, kann man dort die gleichen Entwicklungen entdecken. Zuerst wurde die Urbevölkerung unterworfen und weitflächig vernichtet. Dann wurde unser Herrschaftssystem diesen Staaten übergestülpt, damit sie, nun endlich demokratisiert, zu unserer europäischen Kulturstufe aufschließen konnten.

Auch Australien begann, gleich Amerika, erst zu existieren, als Europäer es entdeckten. Die erste bekundete Sichtung dieses Kontenents erfolgte 1606 durch den Holländer Willem Jansz. Was dann mit den dortigen Ureinwohnern geschah, ist bekannt und überliefert. Wenn die Amerikaner in 239 Jahren 222 Kriege angezettelt haben, dann waren das in Wirklichkeit Europäer, die nach Amerika ausgewandert waren und ihre eigene, eurozentristische Indoktrination dorthin mitgenommen hatten.

Demokratie brachten wir in den vergangenen Jahrzehnten auch in den Kosovo, den Irak, Afghanistan, nach Somalia und Pakistan, mit dem Arabischen Frühling nach Tunesien, Ägypten und Libyen sowie nach Syrien und in die Ukraine. Demokratie ist der Exportschlager schlechthin, so gut, dass auch ‚Uschi, der Russenschreck‘ der Versuchung erlag und den Deutschen Verteidigungshaushalt aufstocken ließ. Bereits 2014 hatte Pfarrer Gauck die Münchner Sicherheitskonferenz mit den Worten eröffnet, Deutschland müsse künftig wieder mehr ‚Verantwortung‘ in der Welt übernehmen. Wenn Obama, erzitternd vor seiner eigenen Erhabenheit, verkündet, man müsse die Welt demokratisieren, dann heißt dies letztlich, dass jene Eliten, die ihn steuern und kontrollieren, den mittelalterlichen Gedanken eines kulturellen Leitbildes nach wie vor in sich lebendig tragen und dazu missbrauchen, ihre eigenen geopolitischen Interessen zu realisieren.

Europa auf dem Prüfstand der Weltgeschichte

Die Welt soll sich entwickeln, solange wir sie kontrollieren und beherrschen. Nachdem wir in diesem Sinne die gesamte Menschheit mit unserer edlen, erhabenen, überlegenen und vor allem demokratischen, Europäischen Leitkultur beglückt haben, stellt diese sich die Frage, ob sie das will. Entwickeln will sie sich, jedoch nicht unter unserer Kontrolle. Daher stehen jetzt erstmals in der Menschheitsgeschichte die realen Vor- und Nachteile unserer Europäischen Kultur im Vergleich zu anderen Kulturen zur Debatte. China entwickelt sich unkontrolliert, Russland entwickelt sich unkontrolliert und Lateinamerika entwickelt sich, weitgehend unkontrolliert. Unser zentrales, Europäisches Kulturmodel droht zum Auslaufmodell zu werden. Das ist der eigentliche Grund hinter den geradezu hysterischen Anfeindungen gegenüber Russland und China. Unsere Eliten haben berechtigte Angst davor, ihren Platz in der Geschichte zu verlieren. Genauer gesagt haben sie ihn bereits verloren und müssen sich nun noch schmerzhaft an die neue Realität gewöhnen.

Denkende Panzer

Wer wie ein Panzer denkt, kann nicht allzu flexibel sein. An Niedertracht nicht zu übertreffen sind die Spezialisten in Amerikanischen und Europäischen Think Tanks dennoch gegenüber dem Intellekt der Russischen und Chinesischen Führung ins Hintertreffen geraten, weil sie außerstande sind, ihr eigenes Denken zu reflektieren. Es sind Akademiker, in der Regel Juristen, Manager und Softwareentwickler, die nur in mathematischen Kategorien zu denken vermögen. Sie verfügen selbst nur über rudimentäre humanistische Bildung und können sich daher nicht erklären, warum das strahlende Bild des Westens in der Welt immer mehr verblasst und einer neuen, noch nicht erkennbaren Kontur weicht.

Wie ein empfehlenswerter Siebenteiler von Dr. Hauke Ritz auf Rtdeutsch nahelegt, waren die Superhirne in den Think Tanks offenbar derart von ihrer eigenen Wichtigkeit besoffen, dass sie sie sogar der naiven Überzeugung erlagen, sie könnte über Jahrtausende gewachsene Kulturen von unserem überlegenen westlichen Wertebild überzeugen. Ein Zwölfjähriger glaubt einen Erwachsenen erziehen zu müssen.

Mag sein, dass sie ein bisschen zuviel Wind gemacht haben, um den Job zu bekommen. Mag auch sein, dass sie dabei zuviel versprochen haben, um ihre Karriere zu befördern. Einleuchtend auch, dass sie den Informationsfluss nach oben gedrosselt haben, als sich abzuzeichnen begann, dass ihr Plan so nicht aufgehen würde. Lautet doch eine goldene Regel: „Gehe nicht zum Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst.“ Fest steht jedoch auch, dass deren Planungen feststecken, nicht zuletzt, weil der gute Ruf Amerikas dauerhaft in Fetzen hängt, während der weltweite Widerstand gegen deren Plan, einen US- Planeten zu erschaffen, beharrlich wächst. Auch und vor allem in den USA selbst.

Quellen:

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Kommentar

40 Kommentare

  1. Nach dem Artikel, bleibt den Europäern mit einem Mindesrest von Anstand nur noch Eines zu tun: kollektiver Selbstmord mit dem Rücktritt vom Wiedergeburtsrecht !
    Man kanns auch übertreiben !

    • Der Autor hat noch gar nichts erzählt. Nicht mal annähernd an der Spitze „Schweinereien“ des Eisberges „Herrenrasse/Europa“ gekratzt , schon fängt ihr an alles zu Leugnen.

      Wenn ihr die Details der Schweinereien erfahren würdet, die aus Europa aus begangen wurden, dann würdet ihr Kotzen, Umfallen und wieder von vorne Anfangen – Kotzen, Umfallen und wieder von vorne Anfangen… ! ! !

      (auf keinem Kontinent der Welt, hat man das betrieben „Schweinereien“, was aus diesem Loch „Europa“ aus ausging… ! ! !)

      • JAAAA Olli, ist ja gut, wir kennen den türkischen Geschichtsunterricht jetzt zur Genüge, es wird nicht dadurch wahrer, dass Du es ständig wiederholst !
        PS: Ich würd’s ja nicht da aushalten, wo ich ständig kotzen muss !

        • Die Frage ist doch immer: Verglichen womit?

          Klar haben „die Europäer“ (genau genommen aber nur die sie beherrschende Elite) so einiges auf dem Kerbholz, ohne Frage.

          ABER
          Was ist denn z.B. mit der „Hochkultur“ der Azteken, die Kindern das Herz bei lebendigen Leibe ausrissen um es ihren Göttern zu opfern?
          Was ist denn z.B. mit den über 10 Millinen Sklaven, die Muslime aus Afrika raubten und die sich dann tot-arbeiten mussten? In den USA gibt es ja wenigstens noch Überlebende der Sklaverei…

          • …wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein, gelle Olli?

            Dann sollte auch mal auf die Errungenschaften wie Wissenschaft, Technik, Medizin oder der Aufklärung und Trennung von Kirche und Staat geschaut werden.
            WER hat denn die Sklaverei weltweit beendet und das Konzept universeller Menschenrechte erschaffen?

            Die Inder z.B. sehen die Engländer keineswegs nur als Besatzer und beinahe die ganze dritte Welt würde lieber heute als morgen in den „bösen“ Westen auswandern…

            Nein, als Europäer müssen wir uns keineswegs von linken Nestbeschmutzern unseren Stolz nehmen lassen!

          • Du möchtest dich hier als Realist aufspielen? Wieso Sklaven, die von Moslems barbarisch behandlt wurden. Es waren Saudis, die teils Afrikanische Muslime versklavt haben. Haben die illegalen Amerikaner keine Religion oder warum wird hier in zum einen von einer Religionsgemeinschaft und zum anderen von Bewohnern eines Landes únterschieden. Soetwas kann nur aus dem Munde eines RASISTEN stamen und deshalb sollets du dich besser Rasist und nicht Realist bezeichnen. Letztgenanntes suggeriert dem leser, dass eine gebildete Person etwaige Passagen schreibt, aber davon bist du leider weit entfernt, mein Bester!

          • Was haben denn bitte Religionen mit Rassen zu tun?
            Bin ich etwa auch Rassist, weil ich Kommunisten kritisiere?
            Das mit den Azteken ist nunmal erwiesen und der Islam kam nicht aus Afrika.

            Hier mal was richtig gemeines, ungerechtes aber leider wissenschaftliches für Dich zum aufregen: IQ
            https://en.wikipedia.org/wiki/File:National_IQ_per_country_-_estimates_by_Lynn_and_Vanhanen_2006.png

            Falls Du links-verblendeter Faschist es noch nicht erkannt haben solltest: WIR SIND NICHT ALLE GLEICH.
            Gleich viel Wert von mir aus – aber nicht gleich.

        • Komm Mona, isch erzähle dir mal, was deine Oma als kleines Kind gemacht hat:

          Sie und ihre Eltern haben fürs Zoo Geld gezahlt, um Menschen mit einer anderen Hautfarbe dabei zu beobachtet wie sie schwimmen… um, um ein Gefühl zu bekommen, wie die Weiße-Herrenrassen vor ihre Vollendeten-Entwicklung mal geschwommen haben.

          Aus aller Welt haben sie Uhreinwohner nach Europa geschleppt und sie im Zoo aufgeführt und den Uhreinwohnern hat die Weiße-Herrenrasse, Bananen zugereicht – das war Mode zu jener Zeit @Mona und der letzte Schrei und… und es ist noch keine 100 Jahre her ! ! !

          • Ja Olli, ich weiß das alles, ich weiß was die weiße Herrenrasse alles verbrochen hat, und ich hasse sie dafür, u. genau aus dem Grund bin ICH nicht SIE !
            Übrigens kennst Du meine Oma und mein Opa nicht, die waren wirkliche Menschen, sie liebten Menschen und Tiere gleichermaßen, sie hatten Respekt vor dem Leben an sich, sie hatten keine Vorurteile u. nahmen sich das Recht, einfach nur sie selbst zu sein u. andere so zu nehmen wie sie sind. Allerdings gabs dafür auch einige Schelte, aber mein Opa war souverän genug, die abzuwenden.
            Ich würde dir raten, dich auch immer in dein Gegenüber zu versetzen, nur so hast Du eine Chance auch zu begreifen !
            Ja, es ist komplex, und wahrlich nicht einfach zu durchschauen, dennoch lohnt die Mühe !

          • Frau… Frau Frau, esch hat nichts geändert, überhaupt nichts.

            Das was sie mit dem Rassenwahn „Eugenik“ in Europa vor 100 Jahren angefangen haben, betreiben sie heute genauso, nur die Vorgehensweise haben sie geändert. Heute… heute heute, wird die Überlegenheit der weißen Rasse mit Genen und Wissenschaft erklärt… dass, das ist Bullshitt und Faschismus ! ! !

            Weil sie im großen Stil so einen Mist „Genetik/Wissenschaft“ erzählen, laufen dann schlaue weiße Köpfe (?) in der Gegend und im Welt-Weiten-Loch „WWW“ herum und erzählen dann… „die Menschen mit dunklen Köpfen sind genetisch Blöd, sie könnten nur gut Sprinten und es wäre auch Wissenschaftlich bewiesen“.

          • Warum andere Völker nicht weiter entwickelt sind hat damit was zu tun, dass die weiße Rasse ein System anwenden, die Völker von Bildung fernzuhalten (Diktatoren, Oligarchen, Chaos, Hunger usw-taaaa…).

        • Kein Mensch weiß das heute und aus der Geschichte weg radiert… das Beispiel ist noch ziemlich harmlos, gibt um Faktor 1000 schlimmere Schweinereien (Kannibalismus z.B).

          Ist alles zu jener Zeit entstanden, wo der ganze Mist seinen Höhepunkt erreicht hat… Eugenik, Atheismus, Humanismus, Kommunismus, Sozialismus, Laizismus, Realismus, Freidenkermismus, Freigeistgismus, Säkularismus usw… – Ok, vorher war es auch nicht viel besser !

      • Alles geschichtliche über Jahrhunderte/Jahrtausende was den Menschen eingetrichtert wird, ist… „Gefälscht“.

        Alles Schweinereien die Sie „Europa“ begangen hat, haben sie Geschichtlich so gedreht und gewendet, dass Sie „Europa“, die Schweinereien die sie begangen haben, anderen zugeschoben haben – komplett alles, über Jahrhunderte/Jahrtausende Geschichte ist gefälscht… „GESCHICHTSFÄLSCHUNG“! ! !

        Geht doch mal goockeln, wo…. Kannibalismus, Barbarei, Raubzug , Sklabs jagen, Sklaverei, Wissen stehlen, Geschichte fälschen uswawawawa-weitaaaa… einstanden ist.

      • Da gab es doch ein Youtube-Video, wo sie Wikipedia getestet haben…

        Bei Fragen über Physik, Mathematik, Astromine… ist Wikipedia gut gebrauchbar, aber bei Geschichte ist alles, ist alles alles… „Gefälscht!“

        Eine Idee, warum sie Geschichte fälschen ?

          • Astromine…hahaha…. das ist süß !
            Also, wenn du garnicht weißt wohin damit, im Zweifelsfall bin ichs ! …. hahahaha !

  2. Herr J. Apitzsch redet in seinem Artikel fast pausenlos davon, was W I R anderen Völkern übles angetan haben und noch antun. Aus meiner Sicht ist das ein schlechter Witz und eine schreiende Ungerechtigkeit. Jetzt einmal davon abgesehen, was MIR alles angetan wurde und wird: als kleines, ausgesaugtes, diktatorisch verwaltetes ICH, war ich niemals an irgendwelchen Ausbeutungen, Verbrechen oder Kriegen beteiligt und lehne es entschieden ab, wie sicherlich Millionen anderer Deutscher auch (die Lebenden selbstverständlich) immer wieder für die Verbrechen der herrschenden System-Eliten u. deren Schröder’s oder Merkel’s als ein einbeziehendes WIR an diesen Verbrechen mitschuldig zu sein. Ich bin in DE geboren und werde hier verwaltet- Ende.

    • Ich möchte Sie als naiven Träumer bezeichen, welcher immer danach screit, dass es die anderen waren.
      So kann man sich natürlich auch selbst als infantilen Egoisten hinstellen …

      • Ja, die Erde ist eine Scheibe und die Bilderberger sind Humanisten. Wer heute noch nicht erkannt hat: „Journalismus…ist die technische Organisation der für die Öffentlichkeit notwendigen Illusion, nach denen das Volk, d.h. die Masse sich einbildet, sie bestimme sich selbst und herrsche.“ Und „Demokratie als der Deckname für den planetarischen Schwindel. Dieses Wort ist so lügenhaft, daß es nicht einmal gilt, wenn man darunter die Pöbelherrschaft von unten versteht, denn auch diese ist bloßer Schein, innerhalb des Imperialismus der Diktatur der Funktionäre….“ -der kapiert es nie. Eliten herrschen und das Volk zahlt immer, bis hin zur Auflösung seiner Existenz.

    • nun stimmt vielleicht, wir toeten nicht selbst. Wir bleiben passiv, lassen toeten. Wer, wenn nicht wir sind es, die jeden Tag mitmachen, jeden Tag zulassen, dass es weitergeht? Wir zahlen unsere Steuern und murren nur etwas, kaufen weiter die Produkte an denen das Blut von Millionen Leben klebt, humanoides und nicht-humanoides und fuettern das System mit Profiten.

      Was werden wir kuenftigen Generationen sagen, die auf dem Truemmerfeld, das die Europaeische Kultur hinterlaesst, ihrem eigenen Ende entgegensehen: WIR haben ja nicht aktiv mitgemacht, WIR waren ja auch Opfer, WIR waren ja nur Mitlaeufer und Nutzniesser.
      Klingt wie die Ausreden unserer Grosseltern ueber den Holocaust.

      Wir beschuetzen sie nicht, und dafuer gibt es keine…

      • Ja, stimmt schon !
        Und wer macht nun den Anfang ?
        Nehm mal an Du, oder ?
        Ich sag dir was : Wenn wir hier mit viel Glück 10 fänden, die morgen die Arbeit niederlegen, dann blieben das im Endeffekt nur 10 Arbeitslose mehr !
        Da braucht es schon ein wenig mehr Initiative als nur darauf aufmerksam zu machen. Die Lektion über uns selbst, haben wir doch in den letzten Monaten ausgiebig gelernt : Wir Deutschen wollen eine bequeme Revolte, am besten eine, die andere für uns machen !
        Dabei ist die Selbsterkenntnis aber nicht der erste Weg zur Besserung, sondern nur ein weiterer Grund sich verschämt wegzuducken.
        Ja, traurig – aber wahr !!!
        Erst wenn hier ein Donnerschlag einfährt, kommt die Masse zur Besinnung (ohne Garantie !).

  3. Ein aufschlussreicher Artikel aus einer anderen Perspektive. Ich hoffe mehr von Ihnen lesen zu dürfen. Chapeau Herr Apitzsch!

  4. whow, in wenigen Worten zusammengefasst, was sonst dutzende verschiedene Buecher fuellt, applaus, applaus, auch wenn die Wahrheit weh tut.

    Und @David, ja, die Welt als lebediges System haette wirklich bessere Chancen, noch in 1000 Jahren Leben zu tragen, wenn wir den Wahnsinn, den unsere Vorfahren in Gang gesetzt haben, schnellstmoeglichst zerstoeren wuerden. Nur: wir muessten 6 milliarden Tote akzeptieren, um 0.5 Milliarden Ueberlebende moeglich zu machen, denn „Weiter so“ ist definitiv das Ende allen Lebens. Wie kann irgendetwas so abgrundtief abgefuckt sein, und dann noch „Zivilisation“ heissen.

    Fuer Zweifler oder Fragen: Derrick Jensens „endgame“ oder Fabian Scheidler „Das Ende der Megamaschine“

    • Also die Europäer haben aber schon vor 50 Jahren angefangen ihre Bevölkerungszahl „freiwillig“ zu reduzieren.
      Das die dritte Welt seit dem WK II. keine andere Idee entwickelt hat, außer ihre Altersversorgung durch Kinderreichtum zu sichern, ist wohl kaum unser verschulden.
      Unser Fehler war medizinische Versorgung zur Senkung der Kindersterblichkeit, finanzielle Mittel zur Entwicklungshilfe und Nahrungsmittelspenden bei Hungersnöten.
      Wenn ein gespendeter Sack Reis zu zur Geburt von zwei Kindern führt, ist der Fehler schon in der Welt.
      Manchmal muss man der Natur ihren lauf lassen.
      Das ist hart, aber so ist die Natur.

      • Wenn man 1 und 1 zusammenzählen kann, würde man den Zusammenhang u.U. erkennen. Nur leider sind einige Mitmenschen nicht mit viel Besonnheit und Weitsicht gewappnet, so dass die 1 und 1 eine 3 ergibt.
        Stichtwort: Plünderung, Recourcen, Kapitalismus, Enteignung, Mord etc.
        Dämmerts???

    • Als erstes muss mit dem Wasserkopf im Westen begonnen werden, daher Politiker und sonstige den Menschen negative gesinnte Individuen und danach last es sich doch sicherlich auch noch koordinieren, wer diese 0,5Mill sein sollten. Es dürfen jedoch keine Multis und Politiker dabei sein!

  5. Da wirft der Autor aber einiges durcheinander.
    Die Zuspitzung auf die Europäer ist schlicht Blödsinn.
    Es waren die Norweger, Schweden und Dänen die im 10. Jhd. als erste England überfielen und besetzten. Entsprechend folgen natürlich auch die USA eigentlich der Kultur der Wikinger.
    Slaverei und Menschenhandel sind natürlich erst nach Darwin möglich, LOL.
    Malthus war mit seinen Ideen schon längere Zeit am Start.
    Und die Feudalherrschaft gab es auch erst ab neulich.
    Sklaverei gab es auch nicht bei den edlen Wilden in Amerika, ist erst mit den Europäern auf den Kontinent gekommen.
    Und was im Orient Usus war ist dem Autor auch nicht bekannt.
    Also das Osmanische Reich hat sich auch als Mittelpunkt er Welt betrachtet.

    • Und die Chinesen sowie die Japaner hatten ähnliche Wertvorstellungen von sich selbst.
      In Indien benahmen sich die muslimischen Herrscher auch als vollkommene Demokraten und bei den Hindus haben erst die Briten das Kastensystem eingeführt.
      Ach der Nullmeridian in England liegt nur deshalb dort weil die Briten die erste funktionstüchtige Uhr bauten (ein Schreiner tat es) und beherrschende Weltmacht war. Es gab aber durchaus noch andere Nullmeridiane. Aber irgendwann hat man sich geeinigt, war besser fürs Kartenwerk.
      Das Europa eine derart bestimmende Größe wurde, lag am Fortschritt. In der Technik und der Wissenschaft.
      Was die USA seit dem ersten Weltkrieg veranstalten, hat wenig mit Europa zu tun.

      • Ja, mit dem Artikel macht der Autor genau das, was er inhaltlich anprangert. Er stellt Europa in den Mittelpunkt allen Seins.
        Losgelöst aus jedem Kontext der Zeitgeschichte, abgeschottet von anderen Kulturen, ihren Verfehlungen und aller Entwicklung im Ganzen.
        Selbst wenn man sich, und nur sich, permanente Selbstvorwürfe macht, so begreift man sich selbst dennoch, immer noch als Nabel der Welt. Eine nüchterne Eigenbetrachtung ohne jeden Narzissmus sieht anders aus.
        PS: Ich glaube, meinen ersten Kommentar haben einige falsch verstanden. Er war ironisch gemeint. Muss man das hier dazu schreiben ?

        • Da wir ja nur die Schrift haben ist das Erkennen von Ironie oder Sarkasmus eben leider sehr schwer.
          Da helfen Ironie- Tags (obwohl die auch nur die wenigsten kennen dürften), oder „Ironie on/ off“.

          Grüße

          • Wie kann man so viel Schwachsinn aufeinanderreihen?
            Kastensystem nur bei den Hindus etc?

  6. Der größte denkbare Unfug!
    Europäer begannen bereits seit der Zurückschlagung der Araber in Frankreich durch Karl Martell sich als christliche Gemeinschaft zu fühlen. Dies wurde später durch die Kreuzzugsbewegung verstärkt. Europäer sind nicht an allem Schlimmen in der Welt schuld, ganz im Gegenteil haben sie den üblen genozidalen Sklavenhandel der islamischen Welt gestoppt, eine Abschaffung der Sklaverei, wo sie konnten, durchgesetzt. Europäer haben Individual- und Menschenrechte, Glaubens- und Gewissensfreiheit und eine Gestaltung menschlicher Gesellschaft auf der Basis von Nächstenliebe (Christentum) und Vernunft (Rationalismus, Aufklärung) hervorgebracht. Europäer haben Herausragendes entwickelt, Hochkultur + Wissenschaft + Lebensart.

  7. Ja, na klar, dass ist doch logisch ! Weiß gar nicht warum das keiner sehen will !
    Es ist die gleiche Nummer, wie mit den Deutschen von Heute = die Nazis von damals !
    Hier sind es jetzt, die Europäer von Heute = die weltweiten Ausbeuter von damals !
    Jeder Systemkritiker in Deutschland kriegt die Nazikeule und jeder Systemkritiker in der EU kriegt die Euronazikeule !
    Nun wurde es auch noch gleich benannt, das muss einem doch wie Schuppen von den Augen fallen, was damit bezweckt wird !
    Wer sich schuldig fühlt ist einfach besser zu händeln !!!
    Eine deartige, einseitige Auflistung aller wirklichen und unwirklichen Vergehen, findet man auf keinem anderen Kontinent, und dies nicht etwa deshalb, weil es sie nicht gäbe, sondern weil da…

    • … Niemand ist, dem es nützt !!!
      Meine Güte, es gibt aber auch so viele, die mit aller Überzeugung darauf bestehen und aller Kraft darauf beharren, der Übeltäter vom Dienst zu sein, das grenzt ja schon an Selbstzerfleischung !
      Die müssen sich im Ausland ja köstlich über unsere Selbsverarschungsversuche amüsieren.
      Ehrlich, das ist Bühnenreif, an Theatralik kaum zu überbieten !
      Oder ganz simpel, einfach nur Krank !

      • Ja, es ist völlig kranke Moral, ein „….Moralismus, der so von sich selbst betrieft wird, daß er die eigene Verlogenheit nicht mehr zu erkennen vermag.“ Und der ganze Schlamm gleicht dem wütenden Mord der Wahrheit zum Zwecke der Schuldzuweisung an die, die für Immer und für Alles zahlen sollen. Nach deren Prinzip ist jeder für Alles verantwortlich- erst einmal die Schuld an das ominöse WIR zuweisen, dann zum eigenen Vorteil rechnen. Kommt mir bekannt vor.

  8. Mark Twaim schrieb sinngemäß, wir übefallen andere Länder und Kontinente, rauben die Bodenschätze, tötem und versklaven die Ureinwohner und bauen auf den Trümmern der alten Gesellschaft, unsere neue auf.

  9. Wenn ein Kommentar schon im ersten Satz falsch ist, kann man auch vom Rest nicht viel erwarten. Ausgerechnet jetzt, wo die Welt nichts dringender braucht als ein starkes, unabhängiges Europa – holt der Autor den ältesten aller alten Hüte hervor: die kolonialen, ausbeuterischen Europäer. Ja, sie waren es – auch! Aber nicht nur! Sie waren mit Sicherheit für weite Teile der Welt Fluch und Segen zugleich! Unstreitig ist sicherlich die zivilisatorische, technologische Entwicklung durch die Europäer. Um einen weit verbreiteten Irrtum auszuräumen: die Slaverei ist keine Erfindung der Europäer! Die schlimmsten Auswüchse europäischen Felhverhaltens sind jedoch dem Manchester Kapitalistmus zuzuschreiben, der bekanntlich aus England kommt. Beriefen…

  10. die Europäer auf ihr antikes griechisch-römisches Erbe im Verein mit den Werten der Aufklärung, könnte dieser Kontinennt, der immer noch der erfolgreichste der Welt ist, wieder eine führende, inspirierende Rolle spiegen! Vielleicht bedarf es einer zweiten Renaissance, die zu wirklicher Zusammenarbeit mit anderen Kontinenten und Kulturen führt. Die Kartasis Europas vom angloamerikanischen Irrweg könnte eine großartige Zukunft versprechen. Vor allem: die Europäer sind eben doch ein Kulturvolk und haben es nicht nötig sich von Raufbolden á la USA vorschreiben zu lassen was sie zu tun haben! Die kulturelle Tiefe und auch Überlegeheit gegenüber wirklich Primitiven wie den USA muß nur genutzt werden! Denn davor haben sie die meiste Angst! Power!

  11. Vile Lärm um nichts!

    Zu ihren Zeiten gab es im fernen Osten und im Vorderen Orient große zukunftsweisende kulturelle Entwicklungen. Parallel dazu entstand die klassische europäische Kultur, die mit der Aufklärung und dem Humanismus den größten Beitrag für eine mögliche gute Zukunft der Menschheit brachte.

    Dass alle Jahrtausende und bis heute fast alle Lämnder der Erde weiter miteinander stritten und ihre Machthaber die Menschen unterdrückte, macht den Wert der kulturellen Entwicklung nicht zunichte!

    Die humansistischen Ideale werden allerdings nie nachhaltig durchgesetzt werden können, wenn die selbsternannten Eliten in allen Ländern der Erde nicht endlich die Macht an die Völker abgeben!

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  • Europa, der Westen der Nabel der Welt? – mitnichten | newsticker 19. Mai 2016

    […] Wir schreiben das Jahr 1492, als Kolumbus Amerika entdeckt. Vorher gab es diesen Kontinent nicht. Zu existieren begann er erst, nachdem ein Europäer seinen geweihten Fuß darauf gesetzt hatte. Dass dort schon seit dem Ende der letzten großen Eiszeit Siedler lebten, zählte nicht. Für die menschliche Zivilisation war Amerika erst gewonnen, nachdem feststand, dass es Europäer sein würden, die das Land beherrschen. Diese längst vergangene Episode beschreibt eindringlich den Zustand unserer Welt bis hin zum heutigen Tag. – der ganze Bericht: (Neopresse) […]