in Europa

BREXIT: Hier kassierten Finanzspekulanten viele hundert Millionen Euro

Die renommierte Finanznachrichten-Agentur von Bloomberg hat nach einem Bericht von „finanzen100“ aufgedeckt, wie sogenannte Hedgefonds über 100 Millionen Euro allein wegen des Brexit-Entscheids quasi über Nacht verdient haben. Miese Spele hinter den Kulissen? Wer steckt dahinter?

Hedgefonds kassieren

Dabei kassierten die sogenannten Hedgefonds offenbar dank Geschäften mit Insider-Informationen. Helfershelfer sollen sowohl Dienstleister aus der Meinungsforschung gewesen sein wie auch der Brexit-Kämpfer Nigel Farage. Ohnehin war es vor der Wahl bereits klar, dass es am Wahlabend zu einer sehr knappen Entscheidung kommen würde. Dabei wurde es spannend bis hin zu kriminell, je nachdem, wie Sie es bewerten. Schon 22 Uhr am Abend konnte Nigel Farage der Öffentlichkeit die schlechte Nachricht überbringen, der Brexit sei abgelehnt worden. Kurze Zeit später ist mit YouGov eine Meinungsforschungs-Agentur an die Öffentlichkeit gegangen und publizierte das Ergebnis ihrer Nachwahlumfragen. Demnach habe die EU gewonnen – das Ergebnis: 52/48 Prozent. Dieses Ergebnis jedoch sei noch nicht fix und könnte sich im Laufe des abends entsprechend verändern.

Die Informationen richteten sich nicht nur an die politisch interessierte Öffentlichkeit, sondern damit auch an die Finanzmärkte. Diese haben dabei auf oder gegen die britische Währung gewettet. Eine Niederlage der EU würde das britische Pfund deutlich unter Druck setzen und umgekehrt. Bei einem Sieg der EU wäre mit einer Währungssteigerung zu rechnen. Es kam tatsächlich dazu, dass der Brexit, der ja doch noch ausgezählt worden ist, das Pfund von 1,26 Euro (1 Woche vor Wahlbeginn) bis auf mittlerweile 1,13 nach unten schickte. Denn die britische Wirtschaft wird wahrscheinlich schwächer, wenn es tatsächlich zum Austritt aus der EU und aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) kommt. Zurück zur Wahl:

Damals kauften nach den vorliegenden Informationen zahlreiche Investoren das Pfund, nachdem es aufgrund der Nachrichtenlage nach einem steigenden Devisenkurs aussah. Er korrigierte seine ursprüngliche Aussage etwas und meinte, der Verbleib in der EU sei zwar wahrscheinlich, ein Brexit aber sogar möglich.

Davon profitierten wiederum Hedgefonds, die schon Stunden zuvor auf fallende Pfund-Kurse gewettet hatten. Es kam offenbar zu Gewinnen in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro. Das Geheimnis hinter den Gewinnen: Die Hedgefonds haben offenbar die Institute bezahlt und die Nachwahlbefragung aufgekauft. Nur die Öffentlichkeit wurde über den tatsächlichen Ausstieg aus der Währungsunion – wie hier beschrieben – deutlich später informiert. 12 Hedgefonds sollen nach den Informationen Bloombergs zumindest die Informationen vorab gekauft haben. Die Umfrageergebnisse gingen mehrere Stunden vor der Bekanntgabe in der Öffentlichkeit bereits an ein Exemplar der Hedgefonds. Ein unfassbarer moralischer Betrug an den Finanzinvestoren.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wirklich nur vom Mainstraem abgeschrieben!
    Die Zahl stimmt. Die Pleitecoins sind wohl in der Mehrzahl Kunstprodukte der Schneeballsysteme sein. Bei etwas Recherche hätten Sie sicher herausgefunden, dass die Anzahl der gelisteten Coins trotz der 800 Ausfälle gleich geblieben ist. Das heißt, dass es etwa genau so viel Neustarts gab. Auch das hat noch nicht viel zu bedeuten, denn auch hier werden es einige nicht schaffen. Aber es ist hier ein Trend zu erkennen.
    Wesentlich ist die neue Technologie. Diese wird zum nächsten großen Fortschritt führen. Zu mehr Selbstverantwortung und zu mehr Gerechtigkeit.
    Und übrigens, haben Sie mal recherchiert, wieviel Unternehmen es gibt und wie viele davon in der letzten Zeit ihre Tätigkeit aufgegeben haben?

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  • Hier kassierten Finanzspekulanten viele hundert Millionen Euro – Die Welt 4. Juli 2018

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