Bargeldverbot in Europa schreitet voran

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Nachdem in Frankreich, den skandinavischen Ländern und Deutschland erste Schritte zur Abschaffung des Bargelds übernommen wurden, prescht nun auch die österreichische Bundesregierung vor. Begleitet wird das Trauerspiel von mehreren US-Finanzleuten, die sich massiv für ein Bargeldverbot einsetzen.

Die „FAZ“ berichtet: „In der Diskussion über die Einschränkung des Bargeldverkehrs im Euroraum prescht Österreich voran. Seit Jahresbeginn sind weite Teile der Bauindustrie de facto verpflichtet, per Überweisung abzurechnen. Das hat erhebliche Bedeutung, denn die Branche ist mit einer Wertschöpfung von fast 19 Milliarden Euro – etwa 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – einer der großen Wirtschaftszweige in Österreich.“

Laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ arbeite man auch im Bundesfinanzministerium im Auftrag der Bundesregierung an der Umsetzung einer Bargeld-Obergrenze, die Bartransaktionen über 5000 Euro untersagen solle. Präferiert werde in Berlin eine europaweite Festlegung einer Grenze, doch notfalls werde man auch „in Deutschland voranschreiten“.

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Und in der Tat ist die Abschaffung bzw. Einschränkung des Bargeldes keine neue Idee. Larry Summers, 1991 bis 1993 Chefökonom der Weltbank anschließend Finanzminister der Clinton-Regierung, forderte bereits 2013 ganz offen die „Abschaffung des Bargelds“. In einer Rede vor dem IWF-Wirtschaftsforum im November begründet er das unter anderem mit einer vermeintlich eintretenden „massiven Nachfrage-Erhöhung“. Ein verirrter Ökonom auf Irrwegen? Keineswegs. Der einflussreiche Summers steht keinesfalls alleine da. Kenneth Rogoff, noch ein US-Ökonom aus Harvard, früher beim Internationalen Währungsfonds tätig und – rein zufällig wohl – ebenfalls Mitglied im Council on Foreign Relations, hat rund ein Jahr nach Summers Auftritt in dieselbe Kerbe geschlagen. Auch er Chefökonomen der Citigroup, Willem Buiter, ist ein dezidierter Befürworter der Bargeldabschaffung. Buiter sieht aber, dass Bargeld vor allem von Ärmeren und Älteren genutzt wird. Um die nicht ganz zu verprellen, schlägt er vor, nur noch Scheine mit kleinem Nennwert bis zu Fünf-Dollar auszugeben – immerhin.

In Schweden ist die „bargeldlose Gesellschaft“ bereits Realität. 78% aller Transaktionen werden dort bereits digital ausgeführt. Das ist das Resultat einiger staatlicher Einschränkungen sowie starker Initiativen des Einzelhandels. Die Bundesregierung beginnt nun offenbar mit ähnlichen Maßnahmen und auch der Einzelhandel hat hierzulande dem Bargeld bereits den Kampf angesagt (NEOPresse berichtet).

Die Folgen sind fatal. Zum einen wird jeder Bürger vollkommen transparent. Wenn alle Transaktionen nur noch über Banken und Finanzinstitutionen laufen, wissen diese über alle Schritte und Geschäfte der Bürger bescheid. Bis auch Geheimdienste und Regierungen diese Datenmengen für sich entdecken ist nur noch eine Frage der Zeit. Zum anderen wäre auch eine totale Massenenteignung der Bürger möglich. Bisher können EZB und FED die Zinsen nicht weiter runter als die Null-Grenze drücken, weil anschließend alle Menschen ihr Geld von den Sparkonten abheben würden. Das Problem: Gibt es kein Bargeld bzw. keine große Mengen Bargeld mehr, wie es der Bundesregierung vorschwebt, ist auch dies nicht mehr möglich und den Negativzinsen der Zentralbanken sind Tür und Tor geöffnet. Wer das Bargeld opfert, der opfert ein riesen Stück Freiheit.

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