in Essen & Trinken

Die unglückselige Regierung von Maduro hat mit letzter Kraftanstrengung noch ein revolutionäres Saatgut-Gesetz verabschiedet, das zum Glück von einer breiten Koalition von Basisorganisationen mit beraten und getragen wurde.

Zum ersten Mal also war das Volk direkt an der Ausformung eines Gesetzes beteiligt, das ja keineswegs nur die Bauern und die ländliche Bevölkerung betrifft, sondern das Volk insgesamt. Denkt daran, dass es in den USA sogar für eine große Mehrheit der Bevölkerung unmöglich ist, wenigstens die Markierung von GMO-Produkten zu erzwingen. Der Artikel ist mal wieder sehr lang – 13 Seiten – und ich brauche meine Arme noch eine Weile. Deswegen habe ich nur die Einleitung übersetzt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieses wichtige Dokument von irgendeiner Ökogruppe übersetzt wird. Wer etwas findet, möge es mir bitte zuschicken, damit ich dies hier einfügen kann.

William Camacaro, Frederick B. Mills und Christina M. Schiavoni – Die Nationalversammlung von Venezuela hat in ihrer abschließenden Sitzung, bevor eine neoliberal beherrschte Opposition am 5. Januar die Macht übernimmt, eins der progressivsten Saatgut-Gesetze in der Welt am 23. Dezember 2015 erlassen, das sofort von Präsident Nicolas Maduro unterzeichnet wurde. Am 29. Dezember sagte er in seiner Fernseh-Show, Nummer 52, dass das neue Saatgut-Gesetz die Bedingungen schafft, Nahrung zu produzieren „nach einem agro-ökologischen Modell, das die pacha mama (Mutter Erde) respektiert und das Recht unserer Kinder sichert, gesunde Nahrung anzubauen und gesund zu essen“.

Dieses Gesetz ist ein Sieg für die internationalen Bewegungen für Agroökologie und Nahrungs-Souveränität, weil es das genmanipulierte (GMO) Saatgut verbietet und gleichzeitig örtliches Saatgut vor Privatisierung schützt. Das Gesetz ist auch Produkt direkter partizipatorischer Demokratie – das Volk als Gesetzgeber – in Venezuela, weil es in beratender Partnerschaft zwischen Mitgliedern der Nationalversammlung und einer breiten Graswurzelkoalition von Öko-Sozialisten, Bauern und agro- ökologisch orientierten Organisationen und Institutionen geschaffen wurde. Dieser Essay liefert einen Überblick zum Phänomen des Volkes als Gesetzgeber, eine Zusammenfassung des Saatgut-Gesetzes und einen Anhang mit einer inoffiziellen Übersetzung einiger Artikel des Gesetzes.

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Dein Kommentar

Kommentar

    • ich würde mir keine grossen Hoffnungen machen, es ist Schade dass die Wähler dort nur zwischen den Sozi-Dilettanten und den Ami-Lakaien wählen können, die werden Venezuela bald wieder von ihren Oeleinnahmen „befreien“.

  1. Von wegen gelebte Demokratie in Deutschland! Mit jedem Tag muss ich mich Fragen, was hier alles passiert und wie das gesamte Volk in Deutschland regelrecht vera……..t wird. Und das Schlimmste: Offensichtlich glauben unsere Vertreter, wir merken es nicht………

    • …ich denk mir das so : Die wissen, dass wir wissen, dass sie uns verarschen. Aber solange wir hier friedlich beeinander sitzen und nichts außer der Tastatur angreifen, sind die ganz entspannt unterwegs !
      Sollte der höchst unwahrscheinliche Fall eintreten, dass von jetzt auf gleich alle Foren einen unbesetzten Eindruck machen, also Null Feedback zu verzeichnen ist, würden sie sofort sämtliche Einsatzkräfte in Abrufbereitschaft versetzen. Insofern sind wir für die ein unerlässlicher Gefahren-Seismograph und tragen zur inneren Sicherheit bei. Wir könnten ja mal einen Probelauf starten, sagen wir am nächsten So. den 10.01.16 von 0 – 24 Uhr öffnet Niemand die Seite !?