in Essen & Trinken

Schokolade macht glücklich! Das wurde sogar wissenschaftlich bewiesen, genauso wie ihre anderen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Doch Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Um an die zahlreichen wahrlich wertvollen Inhaltsstoffe zu kommen, bedarf es einer besonderen Qualität und Herstellungsweise. Im Folgenden werden wir daher die magischen Eigenschaften der Kakaobohne entschlüsseln, woraus das Endprodukt, nämlich die Schokolade, die wir im Laden kaufen, hergestellt wird. Des weiteren erfahren Sie Hinweise, worauf Sie bei Auswahl und Kauf besonders achten sollten.

Schon die Azteken und Mayas tranken regelmäßig flüssige Schokolade, da sie die Kakaobohnen als Nahrungsmittel, Stärkungsmittel und natürliches Aphrodisiakum sehr schätzten. Die Kakaobohne galt einst als derart wertvoll, dass sie sogar als Zahlungsmittel eingesetzt wurde. Von Süd- und Mittelamerika aus breitete sich der Siegeszug der Kakabohne weltweit aus und heute ist Schokolade das am meisten verkaufte Nahrungsmittel überhaupt. Leider sind die gesunden Eigenschaften der Kakaobohne und ihr mächtiges Potenzial in Vergessenheit geraten und die heutige Schokolade ist mit der Zeit zum ungesunden Genussmittel degradiert worden.

Welches sind die wertvollen Inhaltsstoffe in der Kakaobohne?

Von allen Lebensmitteln hat die Kakaobohne mit den höchsten Anteil an Magnesium. Sie ist sehr reich an weiteren Mineralien und Spurenelementen wie Kalzium, Chrom und Eisen und hat einen extrem hohen Anteil an Antioxidanzien (z.T. 10-20 Mal höher als Rotwein, Blaubeeren und grüner Tee), die den Körper vor den Schäden durch freie Radikale schützen. Folgende Antioxidanzien und sekundären Pflanzenstoffe finden wir vor:

Theobromin, ähnlich wie Koffein, hat eine leicht anregende und stimmungsaufhellende Wirkung, ohne jedoch die „aufkratzende“ Wirkung von Kaffee.

Phenethylamin (PEA) ist ein Neurotransmitter, welcher auch als „Liebesmolekül“ bezeichnet wird.

Anandamid ist ein Neurotransmitter, welches verantwortlich dafür ist, dass wir Glück empfinden.

Serotonin ist ein Neurotransmitter, welcher uns gut fühlen lässt und als Schutzschild vor Stress fungiert.

Dopamin ist ein Neurotransmitter, welcher Motivation und Freude fördert.

Genügend Botenstoffe also, um uns glücklich und zufrieden zu machen.

Ergosterol, ein Vorläufer von Vitamin D.

Sitosterol, senkt den LDL Cholesterinwert sowie dessen Oxidationsrate. Die Oxidation von LDL spielt eine wichtige Rolle bei der Arterienverhärtung.

Arginin, eine Aminosäure, welche den Blutfluss und auch die Durchblutung der Geschlechtsorgane fördert. Dunkle Schokolade kann somit aphrodisierend wirken und zusammen mit Sitosterol hat das Arginin einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem.

OPC und Resveratrol sind Antioxidanzien, deren Gesundheitseffekte eine lebensverlängernde Wirkung aufweisen sollen. Sie kommen vor allem in roten Trauben und Beeren vor. Auf die gleiche Gewichtsmenge bezogen, enthält die Kakaobohne etwa die Hälfte des Resveratrols von Rotwein.

Schokolade als Transportmittel

Nein, hiermit meine ich kein Schoko-Auto. :-) Schokolade hat die Fähigkeit, andere Nährstoffe vor der Zersetzung im Magen zu schützen und somit direkt in den Darm zu transportieren. Je mehr Nährstoffe Ihr Darm aufnehmen kann, desto gesünder für Sie. Das hat zudem den Vorteil, dass die quantitative Menge verringert werden kann, um dieselbe Menge an Nährstoffen aufzunehmen. Bereits die Ureinwohner in Süd- und Mittelamerika wussten dies und konsumierten dunkle Schokolade meist zusammen mit Honig, Chili, Maca oder anderen wertvollen Kräutern, um deren gesundheitliche Wirkungen bestmöglich aufzunehmen. Und wenn wir schon vom Darm sprechen, Kakao soll sogar die Darmgesundheit fördern.

Setzen Sie auf Rohkost-Schokolade

In der konventionellen Herstellung werden die Kakaobohnen bei rd. 160°C geröstet, wodurch der Großteil der wertvollen Nährstoffe verloren geht. Die Omega 6 Fettsäuren werden durch die enorme Erhitzung ranzig und können Entzündungen im Körper verursachen. Durch die Zugabe von Milch(pulver), raffiniertem Zucker und anderen Beistoffen, die da nicht hineingehören, entsteht somit ein minderwertiger „Füllstoff“, der mit der ursprünglichen Schokolade und dem Kakao nur noch wenig gemeinsam hat. Nicht nur das, ist die konventionelle Schokolade im Handel alles andere als gesundheitsfördernd und ist u.a. für die schnelle Gewichtszunahme, Hautunreinheiten und Sucht nach Süßem (Zucker) verantwortlich. Hierbei sollte man wissen, dass raffinierter Zucker dasselbe Suchtpotenzial hat wie Kokain. Der hohe Milchanteil bei Milchschokolade (Allergien, Verschleimung) sorgt dafür, dass nur noch ein geringer Kakaoanteil vorhanden ist.

Achten Sie beim Kauf darauf, zumindest zur Bitterschokolade zu greifen, die keinerlei Milchbestandteile enthält und bestmöglich alternative Süßungsmittel wie Kokosblütenzucker, Xylitol oder Stevia enthält. Bio und/oder Fairtrade sollte es zudem schon sein.

Bei der Herstellung von Rohkost-Schokolade hingegen werden Kakaobohnen und Kakaomasse schonend und aufwendig bei max. 47°C verarbeitet. Nur so kann sichergestellt werden, dass Enzyme und all die wertvollen Nährstoffe (von denen o.g. wiederum nur ein Teil darstellen) enthalten sind. Die im speziellen Handel erhältlichen Rohkost-Schokoladen haben auch einen Kakaoanteil von 70% und höher. Je höher der Kakaoanteil, desto besser. Hin und wieder findet man einige Sorten in Biomärkten und Reformhäusern. Scheuen Sie sich nicht, dort nachzufragen. Im Onlinehandel ist die Auswahl im deutschsprachigen Raum schon wesentlich vielfältiger. Mit den Suchbegriffen „Rohkost Schokolade“ oder „Rohschokolade“ sollten Sie im Internet fündig werden.

Während ich den Artikel hier schreibe, genieße ich einen Becher voll leckeren Kakao, welchen ich selber im Mixer in drei Minuten zubereitet habe: Kakaobohnenstückchen, Kokosöl, Kokosblütenzucker, eine Prise Vanille und warmes bis heißes Wasser. Mehr braucht es nicht. Allein der wundervoll aromatische Duft, der aus meinem Becher entströmt und sich sanft und geschmeidig im Raum verteilt, ist schon sehr betörend und versetzt mich in Vorfreude auf das, was als nächstes kommt: Die wohlschmeckende und wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Hmmm, Wahnsinn. Ja, das ist Balsam von innen. Zufriedenheit, Wachheit und ein leichtes Gefühl des Glücks machen sich in mir breit. Sanft und subtil. Das ist der „real deal“. Hier spürt man auch die Sonnenenergie, die die Kakaobohnen über ihren Wachstumsprozess gespeichert haben. Vergessen Sie fertige Kakaomischungen oder sonstige Instantpulver. Die erzielen nicht dieselbe magische Wirkung. Holen Sie sich die einzelnen Zutaten und bereiten Sie es am besten selber zu. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, glauben Sie mir.

Rohkost Schokolade ist eine gesunde Versuchung ohne Reue. Hier brauchen Sie keine Angst zu haben, bei regelmäßigem Verzehr weitere Rettungsringe anzulegen, denn Sie nehmen gesunde Fette aus der Kakaobutter zu sich. Zudem führen Sie Ihrem Körper ein ganzes Nährstoffportfolio zu, der in seiner einzigartigen Komposition Stress abbauen kann und zum Anti-Aging beiträgt. Ein wahres Superfood. Die „richtige“ Schokolade macht somit glücklich, gesund und sexy.

Übrigens, der Kakaobaum gehört zur Gattung „Theobroma“ in der Familie der Malvengewächse. Theobroma leitet sich aus den beiden griechischen Wörtern „Theos“ und „Broma“ ab, was übersetzt „Speise der Götter“ heißt.

Also, auf Ihr schokoladiges Wohl!

Quellen

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/schokolade.html

http://www.nature.com/ejcn/journal/v65/n8/full/ejcn201164a.html

http://www.escardio.org/about/press/press-releases/pr-10/Pages/chocolate-reduces-blood-pressure.aspx

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2012-01/f-sf-ccp012412.php

http://www.secrets-of-longevity-in-humans.com/raw-cacao-benefits.html

http://www.pureraw.de/epages/es10476531.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es10476531_PureRaw/Categories/News/Kakao__das_Superfood__neue_Erkenntnisse

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17 Kommentare

  1. Schokolade – zehn Punkte für den Autor!

    Was gibt es Schöneres auf der Welt?

    Aber das ist nicht mal die halbe Wahrheit.

    Unternehmer sind -wie wir alle wissen- latente Berufsbetrüger.

    Der tatsächliche Kakao-Anteil in der üblichen Schokolade ist nicht sonderlich hoch.

    Daher geht mir seit einiger Zeit folgendes Rezept zur Selbstmacher-Schokolade durch den Kopf:

    -Man kaufe Kakao-Pulver, vielleicht das im Artikel geschilderte Rohkost-Pulver

    – Man kaufe Milchpulver, Kokosmilch und Honig direkt vom Imker, denn der Supermarkthonig ist mit Zuckerpampe gepanscht.

    -Löse Honig in der Kokosmilch auf, bis er flüssig wird.

    – Menge dann alle Zutaten zusammen, umrühren und im Kühlschrank fest werden lassen…

    • Völlig unapettitlich

      – ist die Gewinnung des Kakaopulvers durch Verbrechersyndikate wie Nestle, die in ihrer abartigen Habgier in Ostafrika Kinder aus Burkina Faso auf die Kakaoplantagen schicken und dann in Europa noch rumlügen, sie wären in Afrika besonders sozial.

      Macht die Kapitalakkumulatoren dingfest und führt sie ihrer gerechten Strafe zu!

      • Das mit der Ausbeutung durch große Konzerne ist leider bittere Wahrheit. Ich persönlich handhabe das so, dass ich kleinere Anbieter bevorzuge, die ausschließlich Rohkostschokolade herstellen und nach Möglichkeit die Rohwaren direkt von Kakaobauern vor Ort beziehen.

        Für Herstellung von guter Schokolade brauchen Sie nur 3 Zutaten: rohe Kakaomasse, rohe Kakaobutter und Süßungsmittel nach eigener Gusto. Milchpulver gehört eigentlich nicht rein, das wird als billiges Füllmittel von der Industrie verwendet. Den Bitteranteil steuern Sie nämlich durch die Menge der hinzugefügten Kakabutter.

        Kakaobutter kann durch Kokosöl (roh) ersetzt werden. Die Schokolade muss dann aber im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kakaopulver & -butter/Kokosöl geht…

        • Sollte natürlich Kakaobutter im vorletzten Absatz zuvor heißen :-)

          Kakaopulver & -butter/Kokosöl als Kombination geht natürlich auch. Wird aufgrund des konzentrierten Pulvers dann eine kräftige Schokolade. Hier muss man anders variieren. Natürlich kann man nach Belieben auch andere Zutaten wie Nüsse, getrocknete Beeren etc. hinzufügen.

          Die Herstellung unterscheidet sich von der konventionellen Art lediglich in der Auswahl zumindest der Hauptzutaten in Rohkostqualität und dem Beibehalten einer niedrigen Temperatur (bis max. 47°C) während der Herstellung.

          Frohes Schaffen!

          • Das Milchpulver wollte ich verwenden, um die Masse weniger flüssig zu machen. Kokosmilch ist ja noch etwas feucht. Stichwort Haltbarkeitsdatum.

            Kakaobutter hört sich gut an – wenn auch nicht so für die Hüften.

            Ob man vielleicht auch Kokosfett verwenden kann?
            Wobei ich deren genaue Zusammensetzung und Gewinnung nicht genau kenne.

            Kokos finde ich deshalb interessant, weil ihm gesundheitlich vorteilhafte Eigenschaften nachgesagt werden. Vielleicht läßt sich da ja was kombinieren.

            Kennen Sie vielleicht irgendwelche Bezugsquellen für Kakao und Kakaobutter, die für einen Nichtkapitalisten erschwinglich sind und bei denen nicht gerade Kinder (oder Erwachsene) ausgebeutet werden?

            Da fällt mir auch noch Vanille ein, Naturvanille

    • Schokolade selber machen geht super, aber mit Honig wird es nicht richtig fest. Als Alternative zum Kokosöl kann man auch rohe Kakaobutter verwernden, wie traditionell bei Schokolade. Nur eben rohkost Qualität. (-; Dann schmeckt es noch schokoladiger.

      Auch mein Kompliment für den Autor! Endlich mal ein vernünftiger Artikel zu dem Thema. Ich esse nur noch solche Schokolade, dunkel, rohkost, bio und nur mit Vollrohr oder Kokosblütenzucker gesüßt. Selten, aber dann mit Genuss und gutem Gewissen. ich bin froh, dass es inzwischen solche Hersteller gibt!

  2. Die Kakaomasse (liquor) für sich ist schon dickflüssig genug, sofern man einen hohen Bitteranteil haben möchte. Für eine „Milch“schokolade kann man – alternativ zum Milchpulver – Lucumapulver nehmen, ist ganz leicht süßlich und in Schokolade gemischt eher neutral, verleiht ihr aber insgesamt ein wenig „milchiges“. Lucuma ist eine mineralienreiche Frucht aus Südamerika.

    Kokosfett ist dasselbe wie Kokosöl. Fett heißt es, wenn es fest ist und Öl wenn flüssig. Kokosöl gibt es auch in Rohkostqualität mit all seinen wertvollen Bestandteilen und da traue ich seit Jahren nur einem Produzenten, der es in Deutschland vertreibt: http://www.virgin-coconut-oil.de/ – Den Herrn Goerg durfte ich auch einmal persönlich kennenlernen. Top Qualität.

    • Die Vanille als 4. Zutat darf auch bei mir nicht fehlen :-)

      Die viel langsamere Herstellung bedeutet das Produkt über eine bestimmte Temperatur hinaus nicht zu erhitzen. Der Aufwand ist für kleinere bis mittelgroße Betriebe nicht zu unterschätzen. Bauernkooperativen in Südamerika, die dann meistens eh in Bio anbauen (weil kein Geld für Chemikalien) zahlt man wesentlich mehr und wo beide Parteien zufrieden sind. Der höhere Preis ist es aber wert, wenn ich dadurch Bauern helfe und ich selber 90% mehr Nährstoffe habe, als mit dem Supermarktkonzernfüllstoffmist. Dann lieber weniger aber dafür gesünder.

      Ich beziehe meinen rohen Kakao oft hier: http://www.pureraw.de – die haben dort auch eines meiner Lieblingssorten. (Ombar)

      • Alles sehr interessant. Will das mal probieren.

        Was ich mich bei all dem natürlich als Kapitaliismus-geschädigtem Bürger frage ist, wieviel der Kokosnuß-Bauer auf den Philipinen von den 22,95 € erhält, die ich an Dr. Georg für einen Liter Kokosöl zahle.

        Bekommt der Kokos-Bauer 90% der 22,95 €, oder grad mal 10 % – während der Löwenanteil meiner Zahlung über Zinszahlung für Investitionen, Benzin usw. an die Wallstreet-Asozialen geht?

        Oder verdient sich Dr. Geor dusselig und dämlich?

        An der Stelle werden zwei Probleme deutlich:

        1. Die Kalkulation ist nicht öffentlich – damit Betrug begünstigt.

        2. Zwischen philipinischem Bauer und Verbraucher in EU darf kein Zwischenhändler stehen.

  3. Goerg produziert selber auf den Philippinen, kein Zwischenhändler. Ich denke nicht, dass auch nur ein einziger alternativer Produzent auf der Welt irgendeine Kalkulation vorlegt. Das geht – außer den beteiligten Parteien – auch Niemanden sonst etwas an.

    Selbst WENN Goerg sich „dumm & dusselig“ verdienen würde, dann wäre dies immer noch legitim, sofern er wirklich nachhaltig produziert, die Qualität stimmt und keiner ausgebeutet wird. Neid & Missgunst ist hier völlig fehl am Platze. Ich weiß aber, dass Goerg selbst nur wenig Gewinn macht. Er macht dies wirklich aus purer Leidenschaft und Ambition, den Menschen das beste Kokosöl der Welt zu bieten. Er ist sehr integer und ehrlich. Findet man nur noch selten heute.

    • Dass Dr. Georg selbst produziert erstaunt mich, schreibt er doch von für ihn arbeitenden Kleinbauern.

      Würde er selber produzieren, würde er selber tagsüber auf der Plantage arbeiten – Palmen pflanzen, Nüsse ernten usw. Tut er das?

      Und nein! Es wäre nicht legitim von Dr. Georg sich dumm und dusselig zu verdienen, denn nichts auf diesem Planeten fällt vom Himmel.

      Wen jemand übermäßiges Einkommen hat, so hat er es auf Grundlage der Übervorteilung anderer Bewohner dieses Planeten.

      Ein ehrliches Einkommen kann nur mit der persönlichen Leistung korrelieren – nicht mit Handelsbetrügereien.

      Würde Dr. Georg primär durch Handel verdienen – spielte er das Spiel der Wallstreet-Asozialen und wäre kein Idealist.

  4. Ein Produzent produziert und steht meist nicht selber auf der Plantage … ein Filmproduzent produziert einen Film und steht nicht selbst vor der Kamera oder trägt Kabel hinterher …

    Dann schicken Sie dem Shop von Goerg am besten doch mal ’ne email und fragen genau nach, was Sie so alles interessiert. :-)

    Und vor allem: Fühlen Sie am besten selber mal hinein – ohne Vorurteile – und hören auf Ihr Bauchgefühl.

    • Ein Filmproduzent produziert keinen einzigen Film – das machen Angestellte und Schauspieler.

      Ein Unternehmer produziert kein einziges Auto, das produzieren Ingenieure und Arbeiter.

      „Fair Trade“ – kollportiert dieser Ausdruck nicht das Ideal des Nicht-Übervorteilens von Beteiligten? Bauer wie Verbraucher?

      Was ist denn „Fair“ im krassesten Gegensatz zum Kapitalismus der Wallstreet-Asozialen?

      Ist „Fair“ nicht der Grenzwert der Leistungs-Äquivalenz zwischen Bauer auf den Philipinen und Verbraucher in Europa?

      Und ist nicht die Nicht-Äquivalenz der Leistung eines sich auf Kosten von Bauer und Verbraucher bereichernden Händlers die Konterkrarrierung des Begriffs „Fäir“?

  5. Lieber James Morris,

    der Artikel ist leider doch Mainstream und bedient die den Verbrauchern von der Werbung anerzogenen Erwartungen.

    Der körpereigene Aufbau des Botentoffes Serotonin ist mein Fachgebiet. Daher störe ich mich besonders daran, dass Sie behaupten, in der Kakaobohne sei dieser Wohlfühlstoff enthalten. Sie müssen doch mal von der Blut-Hirn-Schranke gehört haben, die verhindert, dass sperrige Moleküle wie die der Gewebshormone (Serotonin, Dopamin u.a.) überhaupt ins Gehirn eindringen können! Sie müssen dort selbst hergestellt werden, was (nur) bei Serotonin ein ganz großes Problem ist.

    Haben Sie auch einmal von dem neu entdeckten „Schokoladenhormon“ Enkephalin gehört?

  6. Werter Herr Ehlers,

    1. dass Kakao u.a. auch Serotonin enthält, dafür gibt es genügend Quellen.

    2. das mit der Blut-Hirn-Schranke ist richtig. Dann ist Ihnen sicherlich auch bekannt, dass 95% des gesamten Serotonins im Körper nicht im Hirn, sondern im Magen-Darm-Trakt vorkommt und eine sehr wichtige Rolle für einige Funktionen im Körper (z.B. Magen-Darm, Herz-Kreislauf) spielt.

    Nachträglich nicht mehr editierbar, was im Artikel fehlt, ist die Erwähnung von L-Tryptophan, der Vorstufe zu Serotonin, welcher im rohen Kakao deutlich höher vorhanden ist, als in gerösteten Bohnen. Tryptophan ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke leichter zu passieren, wo es dann zu Serotonin verstoffwechselt werden kann.

    • 3. Zu guter letzt, ist die Wirkung von roher Schokolade nicht an einem einzelnen Nährstoff und dann noch isoliert festzumachen. Alle anderen Nährstoffe zusammen bilden ein Orchester, welches aufeinander abgestimmt ist und so seine synergistische Wirkung entfaltet. Dies gilt für alle anderen natürlich belassenen Lebensmittel auch.

  7. Die Kinder in Afrika, welche den Kakao ernten, macht das weder glücklich noch gesund und es ist alles andere als sexy, sondern das ist blutig und endet für sie oft tödlich, weil der Preis für den Kakao von einer Mafia festgelegt wird, die ihren Hauptsitz an der CME (Chicago Mercantile Exchange) hat.