in Essen & Trinken

Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource? Wie verwandelt man Wasser in Geld?

Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Nestlé macht heute schon einen Zehntel seines Gesamtumsatzes von 110 Millarden Schweizer Franken mit Flaschenwasser.

Nestlé dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser

Die großen Probleme schafft das Wassergeschäft doch nicht in wohlhabenden, demokratischen Gemeinwesen, sondern in der Dritten Welt. Womit ist zu rechtfertigen, dass Einwohner der britischen Hauptstadt London in Flaschen abgefülltes Trinkwasser von den Fidschi-Inseln trinken, wenn gleichzeitig 35 Prozent der Fidschi-Insulaner keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben?

Korrupte Regierungen und profitgierige Unternehmen seien in der Wasserwirtschaft die schlimmste Kombination, sagt Maude Barlow, ehemalige UNO-Chefberaterin für Wasserfragen.

Nestlé wird als „Raubtier auf der Suche nach dem letzten sauberen Wasser dieser Erde.“ bezeichnet. In Pakistan und Nigeria macht der Konzern mit der Marke «Nestlé Pure Life» seit einigen Jahren ein Riesengeschäft. Im übrigen vertreibt Nestlé neben „Pure Life“ noch 63 weitere „Marken“.

Der Umsatz mit dem Mineralwasser beträgt 9 Milliarden Franken

In der Ortschaft Bhati Dilwan bedeutet dies, dass Nestlé Grundwasser absaugt und dieses für teures Geld der pakistanischen Oberschicht verkauft. Für die lokale Bevölkerung werde noch nicht mal ein Zapfhahn am Rande der Fabrik eingerichtet, klagen Anwohner.

Allerdings hat Nestlé auch hier nicht nur Kritiker. Findige Geschäftsleute sehen den Schweizer Konzern gar als Vorbild und mischen nun ihrerseits mit Wasserangeboten den Markt auf.

Ob das Geschäft mit dem lebensnotwendigen Gut grundsätzlich zu verurteilen ist, bleibt dem Zuschauer überlassen. Was «Bottled Life» schonungslos zutage fördert, ist die intellektuelle Beliebigkeit der Nestlé-Chefetage.

Für den Verwaltungsratspräsidenten ist Wasser kein Menschenrecht

Der Nestle Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe erklärt die Einstellung Nestles zu ‪Trinkwasser‬!
Nestles Meinung – Wasser ist KEIN Menschenrecht!…

Das Beispiel Kalifornien- Trotz der anhaltenden Dürre füllt Nestlé die kalifornischen Wasserreserven in Flaschen und verkauft sie. Und während in Kalifornien Menschen unter der seit vier Jahren anhaltenden Dürre leiden, füllte Nestle in 2014 munter 2.678.000.000 Liter Wasser in Flaschen ab und verdiente sich damit eine „goldene“ Nase.

Der Film- „Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern.

Journalist Res Gehriger verfolgt im Film die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser.

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Kommentar

55 Kommentare

  1. Wenn ich diesem Mann beim Reden zuhöre und dabei ansehe wie er sich gestikuliert dann krieg ich das Gefühl das da ein Mensch ohne Hirn spricht. Aber wie soll sich sein Körper ohne Hirn bewegen ? WAS ist DER ? Wie kann man son krass krank kapitalistisch sein dass man mit dem Recht auf WASSER rumphilosophiert .. ??

  2. Wasser ist kein Menschenrecht! Es ist das Recht sämtlicher Lebewesen auf unserem Planeten!
    Wie meine Wirtschafts- und Finanz Dozentin sagte: „Investiert euer Risikokapital in Wasser, bevor es wie Öl gehandelt wird“.

    Ganz ehrlich? Ich kaufe nie wieder ein Nestlé Produkt!

  3. Der Mann würde sicherlich seine Meinung schnell ändern, wenn man ihn mal für eine Woche ohne Wasser einsperren würde. Wie kann man nur so krank im Kopf sein. Dieser Planet gehört uns allen und Zugang zu sauberem Wasser und Nahrung ist das Geburtsrecht eines jeden Lebewesens. Wenn ich sehen, mit welchen Wundern unsere Natur uns beschenkt, kann ich über so einen Psychopathen nur lachen.

  4. Darum einfach die Dorfbrunnen wieder bauen oder auf dem Grundstück nach Wasser bohren.
    Wer braucht da noch Wasser aus dem Supermarkt wenn mans zuhause abfüllen kann?
    Natürlich sollte man beachten das das Wasser zuhause mal geprüft werden müsste bevor man es trinkt. Es gibt ja leider Teile wo das Grundwasser nicht mehr zum Trinken geeignet ist.

  5. Der Unternehmer der sich die Rechte zum Rohstoffabbau sichert ist ja nur die eine Seite.
    Was Nestle tut ist sehr fragwürdig, kann aber von einem gewinnorientierten Unternehmen nicht anders erwartet werden. Gewinnmaximierung und scheiss auf den Rest.

    Viel schlimmer finde ich Regierungen die diesem Abbau zustimmen und sich damit auf Kosten ihrer eigenen Bevölkerung bereichern. Es wird zeit das Rohstoffe mit dem Wert der Wiederbeschaffung in den Bilanzen der Staaten geführt werden und so einen Realen Wert erhalten.

  6. Könnt ihr nicht bei eurer Recherche mit entsprechenden Infos ankommen, was Ottonormalbürger gegen die tun kann? :) Kooperationen mit anderen Vereinen etc sollte doch unsere Macht bündeln…

    • Und genau deswegen sollte die Wasserversorgung verstaatlicht sein/bleiben, damit aus dem Problem des schmutzigen Trinkwassers nicht das Problem des unbezahlbaren Wassers wirs.

  7. Nestle weltweit boykottieren, eine eigene Anti-Nestle-Website aufbauen. Solche Nadelstiche übers Facebook bringen nichts. Ich meide seit Jahren Nestle Produkte. Auch meide ich alle Markenartikelshops. Lieber zum Discounter, dann weiß ich, dass ich zumindest vom Produkt her keine Verbrecher unterstütze. Die Discounter habe halt andere Schattenseiten…

  8. So lange die „Wohlhabenden“ – damit meine ich alle, die sich Flaschenwasser leisten können – durch Werbung in den verschiedensten Medien davon überzeugt werden, dass z.B. das Super-Elite-Sport-Wasser besser ist, als das aus dem Hahn, so lange werden Konzerne wie Nestlé auch schön ihr Geld verdienen.
    Heut zu Tage ist es ein leichtes den Menschen ihre Wünsche zu diktieren.

  9. Die Massenzuwanderung wird im Volk das Potential zum Widerstand gegen die Enteignung durch internationale Konzerne weiter schwächen und ich denke dieser Umstand ist den Betreibern der Zuwanderung durchaus bewusst .

    • Nur weil etwas gemacht wird , ist es noch nicht legitim .
      Die Verantwortung wird gezielt auf den Konsumenten abgeschoben , obwohl vorher die Weichen so gestellt wurden , dass der Konsument in einer bestimmten Weise reagiert .

  10. Hi Melanie, … Du siehst doch dass sie es können !
    Und es wird nicht nur bei Nestle bleiben !
    Vor 30 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich es mal sage, aber wenn ich mich hier so durch die Seiten klicke, bin ich froh, meinen biologischen Zenit schon überschritten zu haben.
    Diese Schweine allerorts, sollen für immer und ewig in der Hölle schmoren !!!

  11. Was können wir von einem Konzern erwarten, der im Moment erpresst wird und alles unternimmt zu vermeiden das die Öffentlichkeit nicht informiert wird.

    Google @Nespresser und @Nespresser_2. Die Twitter Konten wurden allerdings inzwischen suspendiert, wer da wohl interveniert hat :) Wenn sie könnten würden sie wohl die Suchergebnisse auf Goggle auch verschwinden lassen…

    Ich jedenfalls werde keine Nestle Produkte mehr kaufen.

  12. Kranke Psychopathen ohne gewissen sitzen in den Führungsebenen sämtlicher großer Unternehmen. Für die ist es doch bloß reiner alltag über die leichen von Menschen in ärmeren ländern zu gehen um sich mit soviel Geld zu bereichern, dass Sie es niemals in Ihrer Lebenszeit sinnvoll ausgeben können. Da hofft man selbst als Atheist dass es eine art Hölle nach dem Leben gibt in der solche Menschen alle ewigkeit verbringen werden.

  13. Ich achte seit Jahren darauf keine Nestle Produkte mehr zu kaufen. Das sollte jeder tun, die sollen auf ihrem Zeug sitzen bleiben !!

  14. Dieser Beitrag ist für mich nichts „Neues“. Wer sich generell ein wenig mit den „Machenschaften“ der „großen“ Lebensmittelhersteller befasst, kommt sehr schnell dahinter, wer wie mit wem Kooperiert und wer wie wo die Finger im Spiel und die Hände am Hebel hat.

    Wer auf Produkte von Nestle verzichten möchte, soll sich mal schlau machen, welche Produkte (Produktnamen) noch Nestle sind. Nestle arbeitet auch mit Loreal zusammen…. Also mischen sie nicht nur in der Nahrungsmittelindustrie mit…

    Diese Produkte nur zu kaufen ist das, was der Endverbraucher entscheiden kann, nur sollten die Entscheidungsträger in Gemeinden, Städten und Ländern hier ihre Verantwortung auch zum Wohle der Menschen einsetzen und das Abfüllen von Wasser…

  15. Nach so einem Statement muß einer Firma eigentlich komplett boykottiert werden. So eine Einstellung ist im wahrsten Sinne des Wortes gemeingefährlich. Ein Mensch und jedes andere tierische Leben stirbt ohne Wasser in kürzester Zeit.

    Nur ist vielen oft nicht klar, wieviele Marken heute eigentlich schon Nestle sind. Maggi, Wagner-Pizza sind nur 2, die mir aus dem Stehgreif einfallen.

    Aber es steht ja auf den Packungen hinten drauf, also immer hinten gucken!

  16. Was für eine traurige Welt . . . Wasser sollte für alle da sein . . .
    Diese Aussagen und Weltmanipulationen machen mich echt sauer!
    Aber solange die Menschen Produkte von Nestle kaufen, und den grossen Konzernen so Kapitalmacht geben, wird dies so weitergehen
    Eigentlich müssten alle Menschen zusammenstehen . . . zusammen wären wir stark . . .

    Für mich NO NESTLE!!!!!

  17. Ich habe mich zuerst auch fürchterlich aufgeregt. Aber jeder, der hier so richtig loswettert, sollte sich doch selbst zuerst mal bei der Nase nehmen. Wetten, dass jeder eher günstige Lebensmittel oder Kleidungsstücke einkauft, ohne sich vorher darüber zu informieren oder nachzudenken, welche armen Schweine darunter leiden. Schliesslich sind die ja auch gaaanz weit weg.
    Aber vielleicht sollte sich ja jeder mal kurz vorzustellen, dass er selbst woanders geboren wäre und unter schlechtesten Bedingungen leben müsste …
    So oder so, besser wäre es, sich zuerst vollumfänglich zu informieren und dann loszuwettern:

    http://www.nestle.de/unternehmen/frag-nestle/antwort/wasser-menschenrecht-fuer-nestle

  18. Gibt es heutzutage noch Leute, die verschiedene Quellen und Medienberichte vergleichen? Dies scheint nur selten der Fall zu sein. Ebenso wie eine gründliche und seriöse Recherche…

Webmentions

  • Wem gehört das Wasser? | Gaias Kinder 5. Oktober 2017

    […] – Wasser ist ein Lebensmittel das kosten muss http://www.neopresse.com/essenundtrinken/nestle-wasser-muss-kosten-es-ist-kein-menschenrecht/ […]