Spanische Soldaten rebellieren anscheinend gegen Öffnung der Grenzen

Seit Tagen kursiert im Internet ein Video, auf dem Soldaten der spanischen Grenzschutz-Divison „Tercio de Duque de Alba“ in einer Kaserne in Ceuta zu sehen sind. Sie sollen rebellieren, weil sie weder sich selbst noch die spanische Grenze der spanischen Enklave Ceuta in Marokko gegen afrikanische gewalttätige Migranten verteidigen dürfen. Die Medien schweigen bislang über diesen Protest.

Es ist erst wenige Tage her, dass über 600 Migranten gewaltsam in die spanische Nordafrika-Enklave Ceuta eingedrungen sind. Sie konnten die meterhohen Zäune überwinden und manche haben sogar Flammenwerfer als Waffen eingesetzt. Spanische Medien berichteten und beriefen sich auf Polizeiberichte, dass die Migranten so gewaltsam wie nie zuvor nach Spanien eingedrungen seien.

Bei der Überwindung der Zäune verwendeten sie selbstgebaute Flammenwerfer und Branntkalk, eine Substanz, die beim Kontakt mit der Haut gefährliche Verätzungen verursachen kann. Spanische Behörden sprechen vom größten Ansturm auf Ceuta der vergangenen Jahre.

Die Grenzbeamten sollen demnach die spanische Regierung aufgefordert haben, die Grenzen wieder nach geltendem Recht schützen zu dürfen. Ministerpräsident Sánchez hat jedoch andere Pläne. Er will die Zäune in der spanischen Enklave Ceuta sogar entschärfen lassen. Die messerscharfen Klingen sollen entfernt werden. Madrid könne garantieren, dass das Sicherheitsniveau auch mit „weniger grausamen Mitteln“ beibehalten werde. Die spanische Opposition warf Sánchez bereits vor, dass das System zur Aufnahme von Migranten kurz vor dem Kollaps stehe.

Die Grenzschützer beklagen die Politik in Madrid. Ein Staat, der zulasse, dass das Land und die Bevölkerung nicht geschützt werden dürfe, sei ein schwacher Staat. Deshalb hätten Migranten auch keinen Respekt vor der europäischen Gesellschaft. Wenn schon Soldaten rebellieren, weil sie ihre Aufgabe als Grenzschützer nicht erfüllen dürfen, könnte Spanien tatsächlich bald vor einem Kollaps oder gar Putsch stehen.

Es verwundert daher wenig, dass Spaniens Regierungschef Sánchez ausgerechnet in Kanzlerin Merkel eine Verbündete gefunden hat, die gemeinsam mit Frankreich bereit ist, all diese Migranten aus Afrika aufzunehmen. Da die Mehrheit der Migranten aber nach Norden weiterreisen wird, dürfte für Spanien weniger auf dem Spiel stehen, als für Frankreich und Deutschland.

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