in Finanzsystem

Irgendwann fangen die Dominosteine an zu purzeln. Die Weltwirtschaft ist in Gefahr. Nun hat es den ersten, zweiten und dritten Staat erwischt. Venezuela ist am Ende, die Türkei fällt in sich zusammen und nun wird Argentinien abgeschaltet. Nicht ganz, aber wirtschaftlich. Das Land verfügt mit dem Peso über eine eigene Währung. Der aber geht nun in die Knie und verliert Kaufkraft. Die Reaktion ist heftig: 60 % Leitzins – das ist ein Wahnsinn, den es in vielen Ländern so nie geben würde.

IWF-Kredite gefordert

Das Land möchte zusätzlich Gelder vom IWF, dem internationalen Währungsfonds. Die Gelder sollen frühzeitig ausgezahlt werden und einem Vertrauensmangel, der weiter führen könnte, Vorschub leisten. Die Regierung möchte den Verfall des Peso bremsen. Die sinkende Kaufkraft wird zunächst die einfache Bevölkerung direkt treffen.

Danach werden sich Investoren zurückziehen, die in Argentinien kein wertloses Geld mehr verdienen wollen. Dem folgt das große Kapital, sofern es überhaupt noch da ist. Schon jetzt beträgt die Inflationsrate offiziell etwa 30 %. Subventionen werden gestrichen, die Arbeitslosigkeit steigt massiv. Die IWF-Auflagen werden zwar mal wieder erfüllt, aber ein Ende der Krise ist nicht in Sicht und unwahrscheinlich.

Am Ende wird dann der Konkurs erklärt, einige Investoren wie Versicherungen – auch in Deutschland – und private Investoren müssen Teile oder etwas mehr von ihren Forderungen abschreiben. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Oder? Es kann auch schnell andere Länder erfassen, bei denen das Misstrauen ebenfalls sehr groß ist. Etwa in Italien – dann allerdings brennt auch bei uns in der Euro-Zone der Baum lichterloh.

Die Euro-Zone sieht in Argentinien aus unserer Sicht lediglich, was bei einem weiteren Vertrauensverlust für die Währung passiert und passieren wird.

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Kommentar

  1. Sind die Dominosteine Türkei, Venezuela, Argentinien nicht gezielt gefallen? Hat Leut Macri als er das Ruder in Argentinien übernommen hat, nicht sofort die Spekulanten ins Land gelassen, die die Präsidentin Kirchner vorher rausgeworfen hatte? Dann ging er zum IWF und bettelte um Kredite und tat alles um seinen Willen erfüllt zu bekommen. Also gab das Land zum Plündern frei. Das Volk, das diesen Leut Macri an die Macht brachte, sieht nun was es angerichtet hat und Frau Kirchner ist wieder führend in den Umfragen zur nächsten Wahl. Deshalb soll ihr ja nun ein ebensolcher gestellter Prozeß gemacht werden, wie man es mit Lula in Brasilien gemacht hat. Und schlimmstenfalls könnte man ja auch ein Attentat wie gegen Maduro planen.
    Der Putsch gegen Erdogan hat nicht funktioniert, aber da die Türkei in der Nato ist, ist sie trotz allem dem Westen ausgeliefert.