in Wirtschaft

Was für ein schöner Tag. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und es summt und brummt über mir, als würde der Frühling Einzug halten. Keine Panik, es ist immer noch Winter und die Sonne liefert sich momentan ein thermisches Duell mit der kalten Biese. Das Summen und Brummen kommt nicht von Insekten sondern von den vielen Flugvehikeln, die manchmal im Minutentakt über mich hinwegziehen. Es ist WEF.

Alles, was sich für wichtig, reich und unentbehrlich hält, lässt sich nach Davos chauffieren. Meist zu Luft. Dafür werden wieder Überwachungskameras abgestellt, damit viele unerkannt dorthin kommen, dem Schweizer Steuerzahler, ohne zu fragen, ca. 25 Millionen abgeknöpft um den Wahnsinn zu bezahlen und neu gilt für dieses Jahr ein Flugverbot für Modellflieger, Drohnen und dergleichen. Aha. Gilt das auch für Vögel? Vielleicht kreist über den Dächern von Davos bereits eine Krähe mit Sprengstoffgürtel. Neben dem grossen Sicherheitspersonalaufwand wird vermutlich zusätzlich der örtliche Jagdverein aufgeboten.

Nach Ankunft werden die Gäste in die inneren Festungsanlagen der Speerzone Davos gebracht, wo sie sich zuerst mal stärken können bis der Bauchnabel glänzt. Anschliessend verteilt man sich in die, für Aussenstehende uneinsichtige Räumlichkeiten und geniesst die diversen, gemütlichen Konversationen über weltvernichtende Mechanismen. Wer Unterhaltung der besonderen Art wünscht, kann sich unter eine Gruppe Flüchtlinge mischen und eine gespielte Schikane nach der anderen geniessen. Das Ganze soll das Leid von syrischen Flüchtlingen aufzeigen. Grundsätzlich eine gute Idee, nur die Leute, welche so ein Kriegsschauspiel wirklich erleben sollten, lehnen dankend ab. Bei einigen anderen hinterlässt das Erfahrene einen bleibenden Eindruck.

Das Motto des diesjährigen WEF’s ist „die Neugestaltung der Welt“. Was wollen die neu gestalten? Sie sollen zuerst mal das ganze Chaos, das sie fabriziert haben in Ordnung bringen. Wir haben schon genug „Weltverbesserer“. Brüssel deformiert Europa, Japan verstrahlt den asiatischen Raum und die Amerikaner zerbomben den Rest der Welt. Was wollen die in Davos noch rumgestalten? Wenn sie was finden, wo noch geschraubt werden kann wird, wie immer, der einfache Bürger wieder zur Kasse gebeten. Bezahlen tun die nix. Wir dürfen ihre Hirngespinnste finanzieren und müssen noch froh sein, wenn wir lebend aus der Sache rauskommen. Dass bei den gedanklichen Perversionen in Davos nichts Menschenwürdiges entspringt liegt auf der Hand. Wie sollen die Reichsten der Welt glaubhaft über die ungerechte Verteilung debattieren können? Das ist so absurd, als wenn ich mir mit vollem Bauch ein Hungergefühl vorstellen will.

Wenn man’s genau nimmt, sind wir eigentlich selber schuld. Unsere Hörigkeit von irgendwelchen Zahlen auf irgendwelchem Papier macht es denen so einfach. Da häufen die Wohlhabenden immer mehr Reichtum an und wir sind so naiv, denen ihr virtuelles Vermögen noch zu legitimieren. Man sollte sich vor Augen halten, dass die ganze Welt einen Wert von 60 Billionen erwirtschaftet. Der Handel bewegt sich um die 600 Billionen. Schon da müsste jedem auffallen, wie die Rechnung nicht aufgehen kann. Wenn der Mensch „nur“ 60 Billionen erarbeitet, dann kann der Handel nicht um das zehnfache höher sein. 540 Billionen sind also rein erfunden und erlogen und wir glauben denen das auch noch. Wenn nur einer von den Top-Heuschrecken „sein Geld“ bar von der Bank oder den Banken abheben wollte, würde keines der Geldhäuser den Betrag decken können, respektive die ganze Finanzblase finge an zu kollabieren. Also lassen sie’s lieber irgendwo virtuell für sich „arbeiten“ und geben immer nur so viel aus, dass es die Banken auch decken können.

Apropos arbeiten. Hat schon jemand Geld arbeiten gesehen? Richtig arbeiten? Einen Realwert erwirtschaften? Die Vermehrung des Geldes durch Verzinsung ist auch so ein Aberglaube. Die Zinsen werden, aufgrund einer mathematischen Formel, dazu gerechnet – nicht dazu erarbeitet. Der Sinn dieser Wörter „rechnen“ und „arbeiten“ erschliesst sich aus dem korrekten Verständnis. Etwas das rechnet, kann keinen reellen Wert erzielen. Arbeit hingegen schon, vorausgesetzt man beschäftigt sich mit realen Dingen. Wenn ich den ganzen Tag unter einem Apfelbaum sitze und rechne wie viele Äpfel ich ernten könnte, habe ich am Abend einen Riesenhunger und keinen Apfel in der Hand. Wenn ich hingegen den ganzen Tag arbeite und die Früchte ernte, kann ich am Abend meinen Hunger stillen. Was hat das Ganze mit dem WEF zu tun?

Alles was dort gemacht wird ist nichts anderes, als den ganzen Tag unter dem Apfelbaum zu sitzen, schauen wie die Früchte am Baum verfaulen und sich dafür Importierte aus Neuseeland servieren lassen. Dieser ökologische Blödsinn wird bewacht von uniformierten Hirnlosen, die bei ihrer Arbeit rege Gebrauch von der indoktrinierten Hirnabstinenz machen. Das Gleiche Verhalten kommt von den WEF-Gegnern. Aufgrund ihrer unkontrollierten und gewaltbereiten Erscheinung, rechtfertigt der Sicherheitsapparat seinen überdimensionierten Personalaufwand. Wenn sich kein Mensch um die Krawattenträger kümmern würde, wäre der Event nicht eine Schlagzeile wert. Hat der WEF überhaupt jemals etwas gemacht, dass eine Erwähnung wert war? Das Einzige, was die Medien berichten, wer dabei ist, welcher Aufwand betrieben wird wer sich gerne selber reden hört. Handfeste Beschlüsse, Veränderungen und Verträge bleiben der Öffentlichkeit vorbehalten. Kein Wunder. Würden die besprochene Themen publik werden, könnte das Volk erkennen, wie gegen sie und nicht für sie gehandelt wird. Die einzigen Nutzniesser sind die Lieferanten von Dienstleistungen. Das fängt beim Limousinen Service an und hört beim Escort Dienst auf. Der Rest hat zu schweigen und zu zahlen.

Im Vorfeld des WEF’s äusserte Klaus Schwab, Gründer und Organisator, seinen Unmut gegenüber diversen Anfeindungen. Er erwog, das WEF in Zukunft an einem anderen Ort durchführen zu lassen. Endlich ein vernünftiger Vorschlag. Er erspart dem Schweizer Volk 25 Millionen Franken und der Politik das Ansehen einer Kapitalhure. Ausserdem könnten sich einheimische Davoser über sinkende Preise freuen. Also Herr Schwab, packen sie ihre Visitenkarten und Krawatten ein und bugsieren die kapitalistischen Schmarotzer irgendwohin, wo’s niemanden interessiert. Dort können alle „Weltneugestalter“ ihrer Selbstbeweihräucherung huldigen und sich gegenseitig mit virtuellem Reichtum mästen. Grönland wär‘ nicht schlecht. Sollten Sie bereit sein, den ganzen Aufwand selber zu bezahlen oder einen Eintritt verlangen von mindestens Fr. 10’000 pro Person und die Einnahmen vollumfänglich sozialen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, dürfen Sie bleiben. Eine unabhängige Berichterstattung ist ebenso wünschenswert. So wie sich der WEF bis jetzt darstellt ist er nichts anderes als ein Parasit der sozialen Volksgesundheit. Wäre schön, wenn er sich zur Vitaminspritze verwandeln könnte. Sie wären überrascht, welch positiven Einfluss dies auf das Weltgeschehen hätte.

Fragt sich, ob die Gäste das wollen.

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