in Wirtschaft

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Kaum dass es in Euroland wieder (etwas) besser geht, werden die Lehren aus dem großen Bankencrash 2008 verdrängt. Dabei bauen sich schon wieder neue Risiken auf.

Erst gab die EU-Kommission bekannt, dass sie ihre Pläne zum Trennbankensystem aufgibt. Giganten wie die Deutsche Bank dürfen also weiter im Investmentbanking zocken – und die Einlagen ihrer Sparer als “Sicherheit” hinterlegen.

Es habe keine Hoffnung auf eine Einigung im Ministerrat gegeben, heißt es zur Begründung. Und ich dachte immer, Ex-Finanzminister Schäuble wolle die Risiken im Bankensektor reduzieren.

Genau in die andere Richtung zeigt auch ein weiterer Vorstoß der EU-Behörde. Sie will den Handel mit “securitised loans” wiederbeleben. Er hatte zum Crash beigetragen und war danach auf Eis gelegt worden.

Der Moment ist “günstig”. Denn es bauen sich gerade neue Risiken auf – diesmal mit Krediten beim Autokauf. Die Lobbykritiker von CEO warnen schon vor einem “Carmageddon”.

Offenbar haben Banken- und Autolobby ganze Arbeit geleistet. Und das nicht nur in EUropa. In den USA wurden gerade Sammelklagen gegen Banken verboten – die Wall Street jubelt.

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14 Kommentare

  1. Die Lehren muß doch zuerst das deutsche Volk ziehen und sich endlich eine Verfassung geben, mit der dann eine wirkliche Volksherrschaft beginnen kann.
    Olaf Opelt
    Bundvfd.de

  2. So hat man keineswegs Lehren aus dem Bankencrash 2008 gezogen.
    Wie soll man auch, da das globale Finanz- und damit das Wirtschaftssystem seit 2008 klinisch tot ist und es wie ein Junky auf der Intensivstation durch die Geldtransfusionen der Zentralbanken künstlich am Leben erhalten wird. Auch die bestehenden Wirtschaftstheorien können auf Grund der bisher beispiellosen globalen Geldaufblähung keine Erklärung und auch keine Antwort zur Behebung dieser Fehlentwicklung geben, so daß man die genauen Ursachen des unausweichlichen Kollaps, vermutlich erst nach der Obduktion, wenn überhaupt, des toten Finanzkörpers feststellen wird.