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Viele denken hierzulande und anderswo über ein Grundeinkommen nach. Abgesehen davon, ob dieses Prinzip tauglich und längerfristig umsetzbar ist – hier scheiden sich bekanntlich die Geister – fällt auf, dass wir mit einem verwandten Konzept, das viel bescheidener und aussichtsreicher ist, gleich mehrere anderen Probleme zukunftsträchig lösen könnten.

Jeder von uns erhalte in beträchtlicher Höhe ein virtuelles “Grundeinkommen Medien”, z.B. € 1.000 im Jahr. Dieses können wir (ähnlich wie bei einem Wahlzettel) nach Belieben an eine begrenzte aber immerhin breite Anzahl von Medienträgern verteilen. So könnte man beispielsweise je zu einem Fünftel die FAZ, die TAZ, Wikipedia, die ARD-Sportssendungen und Deutschlandfunk als Empfänger benennen. Dafür entfällt der Rundfunkbeitrag, und das GEZänk darum wird zur Geschichte. Ein Stück Marktwirtschaft und ein Stück Demokratie.

Aber wie finanzieren? Man beende bitte die versteckte staatliche Subvention der Konsumwerbung, die darin besteht, dass Werbeausgaben vom Unternehmensgewinn steuerlich absetzbar sind. Die Firmen dürften vorerst weiterhin ihre geistige Umweltverschmutzung betreiben, aber nur noch aufkosten der Dividenden und Boni.
Das Grundeinkommen Medien würde die Pressefreiheit dadurch fördern, dass die extreme Abhängigkeit des Journalismus von der Werbung nach und nach abnehmen könnte beziehungsweise liesse sich der unabhängige Journalismus wieder erträglich bezahlen.

Diejenige interessierte, engagierte Bürger, die zur Zeit wirklich nicht die Mittel über haben, Zeitungen im Internet oder auf Papier zu abonnieren, erhielten eine Stimme, wie es sich in einer demokratisch geprägten Medienlandschaft gehört.

Ein erster Schritt in diese Richtung könnte darin bestehen, gegen Bezahlung des Rundfunkbeitrags den Haushalten auf Verlangen eine elektronische Kulturkarte zu gewähren. Mit dem Grundeinkommen Kultur könnte man den Zutritt zu Kleinveranstaltungen (Theater, Konzerte…), Museen, Kunstgalerien oder auch die Nutzung von Bibliotheken bezahlen. Diese wären damit nicht mehr von der Gunst und Willkür der Kulturbeamten, Politikern und Firmensponsoren abhängig, die daher auch weniger versteckte Zensur würden ausüben können. Ein Stück Marktwirtschaft und ein Stück Demokratie.

Wer über diese beiden Vorschläge – Grundeinkommen Medien und Grundeinkommen Kultur – nachdenkt oder diskutiert, wird auf naheliegende Einwände stossen, die aber leicht abzuwenden sind. Dagegen kann man eine interessante Debatte darüber führen, wie das Konzept im Einzelnen auszugestalten wäre, wobei die vernünftige Vorgehensweise sicherlich darin besteht, klein einzusteigen, um sich bei der Umsetzung vorzutasten.

Verkehrt wäre es dagegen, zunächst 20 Jahre über die Einzelheiten der Umsetzung zu streiten bzw. abzuwarten, bis eine neue Generation an der Macht getreten ist. Das Streben nach der Perfektion ist der Feind des Fortschrittes.

Uns sind keine grundsätzlichen Einwände bekannt, die ernst zu nehmen sind…es sei denn, dass bei Umsetzung die Machtverhältnisse sich zugunsten der individuellen Menschen, der Vernunft und der Kultur verschieben würden…letztlich zugunsten eines menschengerechten Marktes und der Demokratie.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Prima, innovative Ideen braucht das Land!! Naheliegende Einwände oder Gefahren des Misslingens sollte man doch diskutieren. Beispiel „politische Korrektheit“:
    Wie ist damit umzugehen, dass auf dem vorgeschlagenen Weg eine neue Art von „Mainstream“ entsteht: ein Teilung der Medien, in zugelassene und solche, die kein Geld bekommen dürfen, weil von „Experten“ als NICHT PC eingestuft. Beispiel Rassismus: Man gilt in D ja schon als NICHT „politisch korrekt“, wenn man sagt, dass jede Nation so wie jeder Mensch andere Eigenschaftenn hat – teils gute, teils ungute. Diese Aussage wäre völlig normal (weil realistisch) in vielen Ländern, in D wird das brutal als „Rassismus“ geächtet. Bitte Vorschlag dazu???

  2. https://www.contra-magazin.com/2014/07/bilderberg-dokument-der-weg-die-vereinigten-staaten-von-europa/

    …dadurch die U.S.A. als direktes Vorbild, weshalb wir die „Vereinigten Staaten von Europa“ real umzusetzen vermögen. Ein regierbares, geeinigtes Europa ist jedoch nicht möglich, wenn das eine Land reich, das andere Land arm ist. Da sich flächendeckender Reichtum und Wohlstand aus den unterschiedlichsten Gründen und Gegebenheiten nicht in jedem europäischen Land entwickeln lassen, und dies auch gar nicht in unserem Interesse liegen kann, ist eine schnellstmögliche Angleichung durch Herabstufung kapitalreicher, wirtschaftsgesunder Länder an ärmere Länder unbedingt anzustreben. Diese Herabstufung werden wir durch Maßnahmen erreichen, indem wir intakte Länder, und hier denke ich in erster Linie an Deutschland, einbinden werden, die Verschuldung anderer Länder zu tragen und deren Defizite auszugleichen. Eine fortschreitende Schwächung wäre somit gewährleistet und erhielte (in Anerkennung der Notwendigkeit von Rettungsschirmen) durchaus ihre offizielle Legitimation. Die Wichtigkeit einer Verschuldung Deutschlands – und zwar über Generationen hinaus – muss keiner wirtschaftspolitischen Beurteilung standhalten, sondern als gesellschaftspolitischeNotwendigkeit verstanden werden. So ist es auch der Bevölkerung zu vermitteln, denn ansonsten werden wir früher als erwartet auf Widerstand stoßen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist zum jetzigen Zeitpunkt (noch) notwendig. Da es den Prozess der notwendigen Schwächung Deutschlands mit unterstützenden Maßnahmen zu beschleunigen gilt, möchten wir zeitgleich die Möglichkeit jedweder Einwanderung anregen und unterstützen. Und zwar massivst. Hier wird es auch in den nächsten Jahren wichtig sein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die sich unsbieten. Das Land mit Zuwanderung zu fluten, sollte von allen als notwendig verstanden werden. Die deutsche Regierung ist aufgefordert, die Umsetzung ihres Auftrags (entsprechend der Vorjahre) auch weiterhin, nach Kräften, zu verfolgen.Protest und Aufbegehren wird, wenn es denn überhaupt in größerem Maße dazu kommen sollte, nur aus dem rechten Lager erwartet. Diesem wird sich die breite Maße nicht anschließen – das Risiko gesellschaftlicher Ächtung wäre (dank jahrzehntelanger erfolgreicher Erziehungsarbeit) einfach zu hoch. Wenn sich die Hinweise auf religiös-militante Ausschreitungen muslimischer Migranten auchhäufen, es sei angemerkt, dass diese uns doch viel mehr nützen als schaden. Trägt ihr Einfluss nicht dazu bei, den Identitätsverlust der Deutschen zu beschleunigen? Entsteht nicht dadurch ein weitaus gemäßigteres Volk, als wie es uns in der Vergangenheit die Stirn bot? Halten wir uns noch einmal vor Augen, worum es uns letztendlich geht: Wir möchten bis zum Jahre 2018… „Halten wir uns noch einmal vor Augen“, dass wir keiner sogenannten „Verschwörungstheorie“ aufsitzen, sondern der Plan eine „Verschwörungspraktik“ zur Erlangung hehrer Ziele der „Neuen Weltordnung“ ist. Sie wollen sich ein neues Volk erschaffen, welches dankbar für ein besseres Leben, sogar diese korrupten ROTSCHARZGRÜN-Parteibonzen wählt, weil sie zuvor ein tristes Leben irgendwo in der Sahara, am Hindukusch oder in Anatolien verbrachten. Sie investieren nichts mehr in unsere Kinder, schrauben Etat für Bildung und Betreuung zurück und stecken das Steuergeld den Bankstern „sprichwörtlich“ in den Allerwertesten. Das ist Europa. Nein! Das ist die Europäische Union, und mit der will ich – solange ich lebe, nichts zutun haben.

  3. ICh muss schon sagen, dass ist eine ziemlich geniale Idee. ZU schade dass deren Umsetzung daran scheitern wird dass die Wirtschaftsmarionetten in der Politik sowas nie absegnen würden

  4. Wirklich genial, sowohl das Grundeinkommen Medien wie das Grundeinkommen Kultur!

    Wie sehr demokratisch diese Instrumente doch sind, sieht man an der Parteienfinanzierung durch Steuermittel, die sich an der Zahl der für die Parteien abgegebenen Wählerstimmen orientiert.