in Umwelt

Sagt Ihnen der Begriff:  Codex Alimentarius (CA) etwas? Ich selber gehörte zur der Gruppe (die Mehrheit), die noch nie etwas von diesem Codex vernommen hatte. Aufgrund einer Randnotiz in einem Blog erfuhr ich von diesem monströsen Regelwerk. Monströs daher, weil der Codex über 5000 Seiten dick  und in etlichen Sprachen verfasst ist – ausser deutsch. Dazu scheint  er noch derart kompliziert strukturiert zu sein, dass man sich im Verweisdschungel sehr schnell verirren kann.

Was ist das – der Codex Alimentarius? Geschichtlich wurde er zum ersten Mal im Jahre 1893 von Österreich-Ungarn erwähnt  und sollte als Regelwerk für Gerichte bei Streitigkeiten im Lebensmittelbereich dienen.  Er war gültig bis ins Jahr 1918. Erst 1962 entschieden die Vereinten Nationen, den Codex zum „Schutze“ der Verbrauchergesundheit weltweit wieder einzuführen. Die Finanzierung erfolgte zu zwei Dritteln durch WEO (World Economic Outlook) und ein Drittel von der WHO (World Health Organisation). Die USA ist derzeit federführend in der Umsetzung und Leitung des CA. Sämtliche Mitgliedstaaten, momentan sind es 180, fügen sich mehr oder weniger kampflos der amerikanischen Diktatur. Folgende Punkte regelt der CA:

  • Allgemeine Regelungen
  • Lebensmittelkennzeichnung (insbesondere für Bio- und Genfood)
  • Hilfsstoffe
  • Grenzwerte für Giftstoffe und Nahrungsergänzungsmittel
  • Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe, usw.)
  • Rückstände aus Land- und Viehwirtschaft
  • Methoden zur Risikoanalyse von biotechnischen Produkten (Pflanzen, Microorganismen, Allergene)
  • Nahrungsmittelhygiene einschließlich HACCP
  • Analysemethoden und Probenentnahme
  • Futtermittelzusätze und Lagerung
  • Spezielle Regelungen
  • Fleischprodukte
  • Fisch und Fischereiprodukte einschließlich Wasseranbau
  • Milch und Milchprodukte
  • Diätische Lebensmittel und Kindernahrung
  • Frische und bearbeitete Gemüse und Früchte sowie Fruchtsäfte
  • Getreide und abgeleitete Produkte, getrocknete Hülsenfrüchte
  • Fette, Öle und abgeleitete Produkte, z.B. Margarine
  • Diverse Nahrungsmittel (Schokolade, Zucker, Honig, Mineralwasser)

Ziel der USA mit Hilfe des Codex Alimentarius

Der Codex lässt sich zusammenfassend mit vier Worten beschreiben: Bevölkerungskontrolle mit allen Mitteln.  Dabei spielt es keine Rolle, ob die Methoden legal sind oder nicht. Sie werden direkt oder indirekt durch die USA gesteuert und von den Pharmariesen kontrolliert – mit dem Ziel, die Weltbevölkerung von ihren derzeit geschätzten 7 Milliarden auf tragfähige 500 Millionen zu dezimieren. Dies ist unter anderem auch ein wesentliches Ziel der NWO (New World Order/Bilderberg -Konferenz).

Die WEO und die WHO schätzen, dass allein die Einführung der Vitamin- und Mineralstoffrichtlinie innerhalb von zehn Jahren mindestens drei Milliarden Todesopfer fordern wird. Eine Milliarde Menschen werden verhungern, und zwei Milliarden werden an vermeidbaren, durch Unterernährung verursachten degenerativen Krankheiten sterben, z. B. an Krebs, Herzkranzgefäßerkrankungen und Diabetes. Folgende Richtlinien sind im Codex enthalten und für die meisten Mitgliedstaaten ab 2010 gültig:

  • Alle Nährstoffe (z. B. die Vitamine A, B, C und D, sowie Zink und Magnesium), die irgendeine gesundheitsfördernde  Wirkung  aufweisen, werden in therapeutisch wirksamen Mengen als unzulässig erachtet. Sie sind anteilsmäßig so zu reduzieren, dass ihre Wirkung für die Gesundheit vernachlässigbar wird.
  • Alle Nährstoffe (z. B. Vitamine und Mineralien) sind als Giftstoffe anzusehen und aus allen Lebensmitteln zu entfernen, da der Codex die Verwendung von Nährstoffen zur “Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von Leiden oder Krankheiten” untersagt.
  • Krebserregende und tödliche organische Pestizide werden wieder in erhöhten Mengen in Lebensmitteln erlaubt sein. Darunter sind sieben der zwölf Gefährlichsten (z. B. Hexachlorbenzol, Toxaphen und Aldrin), die auf der Stockholmer Konvention für langlebige organische Schadstoffe im Jahre 2001 von 176 Staaten – auch den USA – verboten wurden.
  • Der weltweite Einsatz ungekennzeichneter genmanipulierter Organismen in Feldfrüchten, Tieren, Fischen und Pflanzen wird vorgeschrieben.

Diese Punkte stellen nur einen kleinen Teil dessen dar, was im Codex vorgeschrieben wird.

Die Qual der Wahl

Messungen aus den Jahren 1985 und 2002 zeigen, dass in diesem Zeitraum der Gehalt an Calcium in Brokkoli um 73 Prozent abnahm, der von Folsäure um 62 Prozent und der von Magnesium um 55 Prozent. Äpfel enthielten vor acht Jahren 60 Prozent weniger Vitamin C als im Jahre 1985 und Erdbeeren hatten sogar knapp 90 Prozent ihres ursprünglichen Vitamin-C-Gehaltes verloren. Möhren lieferten 75 Prozent weniger Magnesium und Bohnen 77 Prozent weniger Vitamin B 6. Kartoffeln hatten seit 1985 78 Prozent an Calcium und 48 Prozent an Magnesium verloren.

Man sieht aus diesen Zahlen, dass die Agrarindustrie erfolgreich den Nährwert von angeblich gesunden Nahrungsmittel auf den Wert eines “Magenfüllers” reduziert hat. Der Konsument wird zunehmend auf Zusatzpräparate aus der Pharma- und Chemieindustrie angewiesen sein, wenn er den Nährwert hoch halten will.  Dummerweise hat es aber in den Nahrungsergänzungsmitteln vermehrt Gifte wie Aspartam, Jod, Fluor, Glutamat und Aluminium. Diese sind bereits in bedenklich hohen Mengen darin enthalten.  Also verzichtet man auf die Zusatzstoffe und erhöht dafür das Risiko für Kreislauferkrankungen und Krebs, was wiederum der  Pharmaindustrie dient. Der scheinbar einzige Weg, sich dem Teufelskreis der Vergiftung zu entziehen ist  die Verwendung von unverändertem Saatgut und dem damit gewonnenen Biogemüse aus dem eigenen Garten.

Das Komitee für Ernährung und diätetische Lebensmittel

Im November 2007 fand in Deutschland die 29. Sitzung des Codex-Komitees für Ernährung und diätetische Lebensmittel statt. Anwesend war auch Paul Antony Taylor, Leiter des Ressorts Auslandbeziehungen der Dr. Rath Health Foundation und vertrat  die NHF (National Health Foundation). Sie ist eine verbraucherorientierte und für eine natürliche Gesundheitsfürsorge eintretende Organisation. An den Sitzungen hat sie nur Beobachterstatus und war als einzige Verbraucherorganisation anwesend.  Während der Codex- Sitzungen waren folgende Aussagen von Mitgliedern zu hören:

“Wenn Verbraucher die Vorzüge von gentechnisch veränderten Lebensmitteln jetzt noch nicht realisieren, werden sie mit der Zeit  ihre Meinung über diese Lebensmittel ändern.“

Dr. Rolf Grossklaus, Vorsitzender des Komitees

 

„Die gegen Nahrungsergänzungsmittel eingestellten Extremisten innerhalb der Europäischen Kommission behaupten unaufrichtigerweise, dass die oberen Sicherheitsgrenzwerte für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln wissenschaftlich berechnet werden.“

Basil Mathioudakis, Vertreter der Europäischen Kommission

Ausserdem verlangte Basil Mathioudakis die Streichung des Wortes „unabhängig“ aus dem Codex-Text, nachdem die NHF das Komitee bat, auf den Teil des Textes „unabhängige Quellen zur wissenschaftlichen Beratung“ näher einzugehen. Danach wurde das Wort „unabhängig“ nicht mehr verwendet. Ein weiterer Punkt der NHF war die Nährstoffverarmung der Böden in den letzten 50 Jahren. Der Vorsitzende Dr. Grossklaus gab zu verstehen, dass das deutsche Institut für Risikobewertung eine Erklärung zu diesem Thema herausgegeben hat. Ihr zur Folge gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass die Böden unter Nährstoffverarmung leiden. Einen mutigen Vorstoss wagte Dr. Anne MacKenzie. In ihrer Präsentation „Globale Strategie“ stellte sie die Frage, welche Mechanismen für die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Komitees zur Verfügung stünden und schlug vor, Rat von der WHO und FAO einzuholen. Ihr Vortrag wurde daraufhin auf eine unbedeutende Position der Tagesordnung unter der Rubrik „Sonstige Themen und zukünftige Projekte verlegt. Die anschliessende Diskussion, welche nichts konkretes hervorbrachte und nach Aussage des Codex Sekretariats, vertreten durch Dr. Jeronimas Maskeliunas, eher einen verwirrenden Eindruck machte, beschloss man die Diskussion über eine „Globale Strategie“ auf nächstes Jahr zu vertagen.

… und die Moral von der Geschicht’

Der Codex Alimentarius könnte ein äusserst wichtiges und wertvolles Instrument  für die Industrien und  Endverbraucher sein, in dem beide Parteien gleichermassen gewichtet werden. Infolge der Arbeitsweise und Einstellung des Komitees und deren Mitglieder ist eine Übervorteilung zugunsten der Industrie unübersehbar. Die Rechte der Endverbraucher werden  immer mehr beschnitten und ignoriert.  Wehren kann man sich schlecht in diesen Komitees. Sämtliche Verhandlungen und Diskussionen sind nicht öffentlich. Einzig das Konsumverhalten jedes Einzelnen kann diese Entwicklung ändern, da der politische Weg vielfach zu lange dauert, teuer ist und die Karrieremöglichkeiten eines Politikers enorm einschränkt.

Jeder sollte sich Wissen über den Codex aneignen und diese Erfahrungen anderen zukommen lassen. Erst ein grossflächiger Druck der Bevölkerung auf die Weltpolitik hat eine Chance gespürt, respektive ernst genommen zu werden. Sei es durch verändertes Konsumverhalten oder Konsumverweigerung gegenüber giftigen Produkten. Folgende Links können helfen, ein tieferes Verständnis für den Codex Alimentarius zu entwickeln. Der fachliche und zitierte Inhalt dieses Berichtes stammt zum grossen Teil aus diesen Seiten.

http://www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/codex2007-badneuenahr.html

http://gnosis4you.wordpress.com/codex-alimentarius/

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/codex-alimentarius-anschlag-auf-die-volksgesundheit

http://www.bag.admin.ch/themen/internationales/11103/11513/11517/index.html?lang=de

http://www.codexalimentarius.org/codex-home/en/

http://www.youtube.com/watch?v=Mv8Mr9VvsP0&feature=related

 

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  1. […] die Methoden […] werden […] durch die USA gesteuert […] mit dem Ziel, die Weltbevölkerung von ihren derzeit geschätzten 7 Milliarden auf tragfähige 500 Millionen zu dezimieren.

    Dies ist unter anderem auch ein wesentliches Ziel der NWO (New World Order/Bilderberg -Konferenz).

    Robert Dubil Woher weisst du das?

    Anständiger Journalismus nennt anständige Quellen.