in USA

„Wir müssen beginnen, Kriege wieder zu gewinnen,” sagte Präsident Trump heute zu den Governors des Landes.

Von Dennis J. Kucinich – Nein, Herr Präsident, Amerika muss mit dem militärischen Interventionismus aufhören. Wie Sie gesagt haben, hat Amerika Billionen und Billionen Dollars im Ausland ausgegeben, die wir hier im eigenen Land ausgeben hätten sollen, zum Beispiel um Arbeitsplätze zu schaffen und um die Infrastruktur zu erneuern.

Die langfristigen Kosten der Interventionen der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak, in Afghanistan, Libyen, Syrien und anderswo erreichen womöglich bis zu sechs Billionen Dollar, rechnet man alles zusammen.

Die Toten der Vereinigten Staaten von Amerika gehen an die 7.000, mit Zehntausenden langfristig an ihrer Gesundheit Geschädigten. Die Zahl der Getöteten in der irakischen Zivilbevölkerung allein beträgt über EINE MILLION, in Afghanistan sind es Hunderttausende.

Eine Aufstockung des Budgets für das Pentagon um $ 54 Milliarden wird uns nicht helfen, Kriege zu gewinnen. Es wird uns helfen, tiefer in Kriege hineinzusinken, was zunehmende Gefahren für unsere nationale Sicherheit mit sich bringen wird. Die Kriege, die man gewinnt, sind die Kriege, die man nicht beginnt.

Quelle: ronpaulinstitute.org – Übersetzung: Klaus Madersbacher

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Kommentar

  1. Trump tut so, als hätten die USA Kriege verloren – davon kann aber nach Vietnam keine Rede mehr sein. Der Partisanenkrieg (nach dem Krieg) lässt sich allerdings nur schwer gewinnen – aber deswegen sind solche Kriege noch lange nicht verloren.

    • Woran wollen Sie das denn festmachen? Den USA ist ja niemals von irgendeinem anderen Land der Krieg erklärt worden, die haben im Gegenteil immer wieder Angriffskriege begonnen. Aus denen haben sie sich dann (Wenn sie zu teuer wurden) entweder irgendwann zurückgezogen oder sie aber bis zum heutigen Tag am köcheln gehalten. In jedem Fall wurden die jeweiligen Staaten ins absolute Chaos gestürzt, was nach Ansicht vieler kritischer Beobachter auch das eigentliche Ziel US-amerikanischer Geopolitik nach 1990 war und ist.
      Wahrscheinlich ist diese Strategie noch etwas unmenschlicher als ein“regulär gewonnener“ Krieg, denn der ist wenigstens irgendwann mal vorbei.

  2. Trump hat unmissverständlich und ganz direkt umfassende militärische Auseinandersetzungen mit fremden Staaaten gemeint, was nun einmal Kriege sind. Da er weiß, dass kein anderes Land die USA angreifen wird, ist auch klar, dass er ausschließlich Übergriffe seines Landes auf andere gemeint hat. Ebenso deutlich wie er hatte Obama noch vor seiner Wahl angekündigt, dass die USA unter seiner Führung endlich „die richtigen Kriege“ führen werde wie auch, dass er im Kriege keine Rücksicht auf die Integrität benachbarter Länder nehmen werde. Das war noch bevor er den Friedensnobelpreis erhielt.

    Trump hat erfreulicher Weise nicht gesagt, dass er Krieg um des Krieges willen führen werde. Aber für die Größe Amerikas will er alles tun.