in Politik

Südkorea, Japan, Deutschland. Drei Länder, die eines gemein haben: eine große Anzahl von US-Soldaten sind auf den jeweiligen Territorien stationiert. In allen drei Ländern wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. nach dem Koreakrieg genehme US-Regierungen installiert, die die Politik der USA so gut wie unhinterfragend akzeptieren und mittragen.

Jedes Jahr findet in Südkorea ein Großmanöver statt, das einen möglichen Angriff Nordkoreas durchspielt. Zum ersten Mal werden in diesem Jahr die US-amerikanischen Spezialkräfte des Navy SEAL Team Six an diesen Übungen teilnehmen. Und wie asiatische Medien am Montag berichteten, ist eines der „Übungsfelder“ die „Entfernung des nordkoreanischen Führers Kim Jung-Un“ mittels eines möglichen Regime Change:

US-Spezialkräfte, einschließlich der Einheit, die Osama Bin Laden getötet hat, werden an gemeinsamen militärischen Übungen mit Südkorea teilnehmen, um zu üben, wie man die nordkoreanische Führung im Falle von Konflikten kampfunfähig macht.

Das U.S. Navy SEAL Team Six wird zum ersten mal an den jährlichen Foal Eagle and Key Resolve Übungen zwischen den beiden Verbündeten teilnehmen, zusammen mit den Army’s Rangers, Delta Force und Green Berets.

Die Zeitung Joon Gang Daily geht sogar noch einen Schritt weiter und erwähnt den nordkoreanischen Führer Kim Jung-Un direkt und zitiert sogar einen ungenannten Beamten aus dem südkoreanischen Verteidigungsministerium, der gegenüber dem Blatt am Montag sagte, dass die Eliteeinheiten dabei sind, um „an einer Übung teilzunehmen, die die Entfernung des nordkoreanischen Führers Kim Jung-Un simuliert (take part in an exercise simulating the removal of North Korean leader Kim Jong-un)“.

Joon Gang Daily geht zudem auf Meldungen japanischer Zeitungen ein, die die Ankunft der US-Spezialkräfte thematisieren:

Die Japan Times berichtete, dass die amerikanische Einheit letzten Freitag an Board der USS Carl Vinson gegangen ist, einem Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, und dass diese derzeit in südkoreanischen Gewässern trainieren. Der Flugzeugträger wird am Mittwoch im Hafen von Busan ankommen, so die japanische Zeitung.

Ein weiterer ungenannter Offizieller des südkoreanischen Militärs sagte laut der Zeitung Yonhap, dass das Ziel die nordkoreanische Kriegsmaschinerie ist:

Eine größere Anzahl von und vielfältigere US-Spezialkräfte werden an den diesjährigen Foal Eagle and Key Resolve Übungen teilnehmen, um Missionen zu üben, wie man den Norden infiltriert, wie man die nordkoreanische Kriegsbefehlshaber entfernt und wie man die wichtigsten militärischen Einrichtungen zerstört.

Joon Gang Daily zitiert einen Mitarbeiter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, der behauptet, dass diese Schritte als Antwort darauf zu verstehen sind, dass Nordkorea immer mehr mit den „Säbbeln rasselt“ (vgl. hierzu die neuerlichen Raketentests):

Es wird eine sehr starke Botschaft an Nordkorea schicken, das ständig militärische Provokationen durchführt.

Die Spannungen in der Region nehmen zu. Gerade weil sich Nordkorea von der Militärkooperation zwischen dem Süden und den USA immer mehr in Gefahr gebracht sieht, hat Pjöngjang mehrere Raketentests durchgeführt. Die Raketen wurden dabei in Richtung Japan abgeschossen, einem weiteren engen US-Alliierten in dieser Region. Nordkorea erklärte, dass diese Tests als direkte Antwort auf die jetzigen Übungen zu verstehen seien.

Einmal mehr wird seitens des Westens an einer militärischen Auseinandersetzung „gearbeitet“. Wie wir spätestens seit der Bush’en „Achse des Bösen“ wissen, steht Nordkorea seit Langem auf der Liste der Länder, die die USA stürzen bzw. mit Krieg überziehen wollen. Ist es jetzt soweit?

ANZEIGE

Dein Kommentar

Kommentar

17 Kommentare

  1. Die Amis sind eh nur Flaschen da kämpft jeder Nordkoreaner besser.
    Übrigens die Ermordung von Osama wäre auch bald zum Reinfall geworden da haben die Deppen einen Hubschrauber verloren. Viel
    Rauch um Nichts.

  2. PR Show.

    Wie auch an der Geschichte von den Navy SEALs und Bin Laden nichts dran ist. Bin Laden war zur Zeit der Aktion vermutlich bereits seit Jahren tot. Kein einziger gerichtsfester Beweis, dass Bin Laden am angeblichen Ort war. Kein Beweismittel wurde genommen und der B.Laden schon kurz nach seiner Ergreifung den Fischen des Ozeans überlassen – … Die Erzählung dazu ist blanker Unsinn .
    Die Navy SEALs waren vor Ort, ihr abgestürzter Hubschrauber war Zeugnis, was sie dort taten ist aber unklar.

    … and the show must go on.

    • Da liegen Sie anscheinend falsch! Nordkorea scheint über eine große Menge wertvoller Erze und seltener Erden zu verfügen.
      Wird alles in allem auf einen Wert von ca. 6 Billionen $ geschätzt!
      Jetzt wird man sich fragen warum die dann eigentlich so arm sind. Also neben dem Steinzeitkommunismus der dort praktiziert wird scheint das hauptsächlich an Handelsbeschränkungen und Sanktionen zu liegen.
      Die Chinesen freut´s, die kriegen all die schönen Sachen sozusagen für einen Appel und ein Ei!
      Wenn wundert´s, das Volk von Dickerchen Kim Jong-Un hungert. Angeblich soll die Durchschnittsgröße der Nordkoreaner 10 cm weniger betragen als die der Südkoreaner!
      Folgen Jahrzehntelanger Mangelernährung.

      • Mag sein, dass es auch um Ressourcen geht, vornehmlich geht’s aber um Geopolitik. Nordkorea liegt so „wunderbar schön“ an der Grenze zu Russland und zwar in dem Teil der Welt, wo noch wenig US-Militärbasen vorhanden sind.
        Ein Blick auf die Weltkarte und man kann erkennen wie gefährlich nahe sich das riesige Russland von Europa bis Asien, immer näher an die US-Basen „heranschiebt“! Letztendlich geht’s, wie seit 130 Jahren um Russlands Ressourcen, ja wie man am besten für „Lau“ dran kommt.

  3. Ich befürworte definitiv keinen US-geführten Regime Change. Allerdings würde Nordkorea ohne Verbündete im militärischen Ernstfall keine 8 Wochen durchhalten, dann wären Benzin, Öl und Nahrungsmittel zu Ende. Und genau diese Situation macht Kim so unberechenbar, gerade im Hinblick auf eine Kamikaze-Aktion mit seinen atomaren Spielzeugen. China hat ganz sicher kein Interesse daran, dass das Regime im Norden Koreas kollabiert.

  4. Der Ami braucht wieder ein paar neue Nebelkerzen um von Syrien und IS abzulenken ? Na klar, sie können ja auch nicht anderes als ausspionieren, Kriege inszenieren, anderen Staaten eine Scheindemokratie aufzwingen, erpressen und Putschen und Morden. Und wenn alles nichts hilft, kommen die Heuschrecken aus der „FED“ und nehmen die Länder aus