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Mit der Hinrichtung von 47 Menschen (meist Schiiten) hat Saudi-Arabien einmal mehr gezeigt, dass es keinerlei Interesse daran hat, dass die Region des Nahen und Mittleren Osten friedlich bleibt. Allein der Tod des schiitischen Klerikers Sheik Nimr Baqr al-Nimr reichte als „Aufforderung“ für die Anhänger der schiitischen Glaubensrichtung aus, um in Teheran die saudische Botschaft zu stürmen und anzuzünden. Die Folge des Angriffs war am Folgetag die Ausweisung aller iranischen Diplomaten innerhalb von 48 Stunden aus Saudi-Arabien und der Rückruf der saudischen Botschaftangehörigen aus Teheran.

Nun stellt sich die Frage, in wie weit sowohl die Hinrichtungen als auch der Protest in Teheran bewusst gesteuert und ggf. benutzt wurden, um eine neue Stufe der Spannungen in dieser Region zu erreichen. Ob Riad als Noch-Vasall Washingtons grünes Licht eingeholt hatte, was die Hinrichtung von Sheikh Nimr Baqr al-Nimr betrifft, ist als Außenstehender schwer zu bewerten, aber deswegen nicht vollkommen unwahrscheinlich. Und dass gerade die USA „beste Erfahrungen“ mit einem CIA-Putsch bzw. dem Aufschaukeln der Menschen im Iran haben, dürfte spätstens mit der Offenlegung der Dokumente zur Operation Ajax (Sturz von Mohammad Mosaddeq) im Jahr 1953 bekannt sein.

This is a very disturbing escalation. It has enormous consequences for the people of the region, and the tensions between the two sides are going to mean that instability across the region is going to continue. – Michael Stephens, an analyst with the Royal United Services Institute research center in London
(Dies ist eine sehr beunruhigende Eskalation. Es hat enorme Konsequenzen für die Menschen in der Region, und die Spannungen zwischen den beiden Seiten führen dazu, dass sich die Instabilität in der Region fortsetzen wird. – Michael Stephens, ein Analytiker des Forschungszentrums am Royal United Services Institute in London)

Michael Stephens Worte bewahrheiteten sich schneller als angenommen, denn bereits am Montag froren die sunnitisch geführten Länder Bahrain, Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen teilweise oder in Gänze mit dem Iran ein. Dazu passt zudem, dass Washington trotz der Vereinbarungen mit dem Iran bzgl. des Atomwaffenprogramms neue Sanktionen gegen Teheran erwägt, da der Iran Ende des letzten Jahres eine neue Generation von ballistischen Boden-Boden-Raketen testete, die wiederum laut dem Atomabkommen mit den USA weder entwickelt noch erprobt werden dürfen.

Schien das Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Region zu sein, wird jetzt ganz bewusst gegen eine Befriedung gearbeitet. Und wieder einmal sind die USA ganz tief darin verwickelt, so dass sich die Frage stellt, ob hier die nächste Eskalationsstufe seitens Washingtons gezündet wurde, um den eigenen Verfall zu stoppen?

Syrien ist und war ein Dominostein im Nahen/Mittleren Osten, der bislang nicht in der gewünschten Weise gefallen ist. Daher scheint es aus US-Sicht nur logisch zu sein, die Kette von der anderen Seite her zum Einsturz zu bringen. Der Giftgasanschlag, den man Assad in die Schuhe schieben wollte, und all die anderen Versuche Assad zu Fall zu bringen haben nicht gefruchtet und nicht zu einem Krieg geführt, den sich so viele Falken und Neocons in Washington wünschen.

Auch scheint sich die Miete-Dir-eine-Dschihadistengruppe des Islamischen Staates zu verselbstständigen, so dass sich ein erneutes Anfachen der Spannungen zwischen dem Westen (als Proxy Saudi-Arabien) und dem Iran durchaus als nützlich erweisen könnte, um den „Wunsch der Falken“ realisieren zu können.

Mit der Massenhinrichtung und der Reaktion des Irans bzw. der sunnitischen Länder wurde ein neues Kapitel im Nahen/Mittleren Osten aufgeschlagen. Wieder einmal wohl unter der Federführung der USA, die ihre Interessen verfolgen und in klassischer Teile und Herrsche-Manier die offene Konfrontation suchen.

Quellen:
US warns Saudi Arabia’s execution of prominent cleric risks inflaming sectarian tensions
Saudi Arabia cuts diplomatic ties with Iran after execution of cleric
3 Sunni-Led States Join Saudi Arabia’s Diplomatic Feud Against Iran
Saudi Arabia Cuts Ties With Iran Amid Fallout From Cleric’s Execution
Neue Spannungen zwischen den USA und Iran
CIA admits role in 1953 Iranian coup

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Dein Kommentar

Kommentar

16 Kommentare

    • … und isses besser, wird die „Sache“ ungefährlicher ? Stünde da nicht sofort ein Ersatz auf der Matte, z.B. arabischer Herkunft !?

  1. Der einzig vernünftige Schritt wäre nun der komplette Stopp der Waffenlieferungen seitens der USA an Saudi-Arabien und seitens Russlands an den Iran.
    Nur wieso sollte man im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts von Vernunft reden? Öl und Kapital bestimmen die “Vernunft“.
    Und da dieser Schritt sich höchstwahrscheinlich nicht verwirklichen wird, heißt es wohl bald wieder: “Ist Europa bereit für ein paar neue Flüchtlinge?“ – oder besser gesagt: “Ist Fräulein Merkel bereit für ein paar neue Flüchtlinge?“

  2. „Syrien: es ist kein Bürgerkrieg und war auch nie einer

    Ulson Gunnar“ Link im Nick

    So sieht Aufklärung aus. Historisch, übergreifend, nachvollziehbar und in einfachen Worten – so gelingt es dem Autor, die Lage in Syrien und dem Nahen Osten darzustellen, was schon zeigt, daß er ein Profi ist.
    Alle anderen Artikel über den Orient kann man sich fortan sparen.

    Im Internet versuchen sich alle möglichen Amateure und schaffen bloß eine neue Unterhaltungsindustrie.

    • Ich würde die Iraner nicht unterschätzen. Das ist ein sehr weitsichtiges Volk das nicht so schnell ins offene Messer rennen wird. Die können sich an fünf Fingern ausrechnen zu was sie gedrängt werden sollen. Wenn man sich ein paar Reden vom dem Iranischen Ex-Präsident anhört, wird man feststellen können, wie die Iraner zu geopolitischen Lage denken. Aber naja, da steht ein Präsident und sagt: Die USA arbeiten mit Außerirdischen zusammen (davor Adolf Hitler) und der Holocaust ist nicht so wie er erzählt wird und das die Welt von einer jüdischen Schattenmacht kontrolliert wird. Das es die NWO gibt usw.. aber, das sind alles Verschwöhrungstheorien.

  3. Die USA haben mit Terror gegen die indigene Bevölkerung und Sklavenhandel begonnen und sich bis heute nicht bemüssigt gefühlt über ihren Gründungsmakel nachzudenken, geschweige sich zu entschuldigen !

    • Entschuldigungen jeglicher Politcouleur sind Propaganda – Worthülsen für Leute die glauben sie lebten im Paradies !

  4. Terrorkommandos, Massendemonstrationen und Flüchtlingsströme »Sind Die Bilder des Neuen Weltkriegs«
    Redaktion
    Der Islamische Staat greift Europa ein. Der Nahe Osten bricht in Zeitlupe auseinander, sterben Europäische Union auch. China Tritt derweil mit beschleunigter Abwertung in den Seit Jahren wogenden Währungskrieg Ein. Und Deutschland TRITT DEM Krieg in Syrien gegen den IS bei. Währenddessen wogt der Stellvertreterkrieg in der Ukraine weiter, und China liefert Sich mit den USA Ein Militärisches Schattenboxen im Südchinesischen Meer. Falls in diesem Umfeld jemanden das Gefühl befällt, Dass Sich Eine Weltweite Krise ausbreitet, sei IHM DAHER vergeben. Denn Selbst Papst Franziskus und der verstorbene Günter Grass sehen uns schon mitten…

  5. 09.01.2016 Artikel senden | Drucken |
    Plagen eines bankrotten Hegemons
    F. William Engdahl
    Vor etwas mehr als sieben Jahrzehnten, als die Vereinten Nationen in San Francisco offiziell gegründet wurden, war es keine Frage, wer die Große Macht, wer der Hegemon der Welt sei. Heute hat sich die Situation grundlegend geändert, und zwar zum großen Nachteil der Fähigkeit Washingtons, dem Rest der Welt die Bedingungen in Wirtschaft, Politik und bezüglich des stark missbrauchten Begriffs der »Menschenrechte« zu diktieren. Das kann ironischerweise insgeheim ein Segen für uns alle sein.http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen