Westliche Werte … machen wir ein Mord-Geschäft im Jemen

Finian Cunningham – Das Gemetzel im Jemen wird schlimmer, wie immer vor allem an Zivilisten. Aber schändlicherweise gibt es in den westlichen Medien keinen Aufschrei. Man schweigt, obwohl die westlichen Regierungen enorme Profite einheimsen, da sie die saudische Aggression gegen ihren südlichen Nachbarn unterstützen. Wo bleibt der edle westliche Journalismus, um diesen Horror zu untersuchen?

Die neueste Gräueltat vom Montag sind 10 tote zivile Patienten und ein Mitarbeiter des Hospitals, das von den Saudis zusammengebombt wurde. Der Angriff wurde bestätigt von der französischen Hilfsorganisation ‚Ärzte ohne Grenzen‘ (DSF). Dies war das 4. Mal, dass eine Anlage der DSF im Jemen in diesem Jahr bombardiert wurde.
Und nur Tage zuvor wurde eine Schule bombardiert, wobei 10 Kinder getötet wurden.

Die Amerikaner verurteilten den Angriff auf das Hospital und die Saudis leugneten, dass sie eine Schule bombardiert haben. Die Verurteilung der Amerikaner ist nur leere Rhetorik. Sie haben selbst im vergangenen Oktober in Afghanistan eine Klinik mehrfach bombardiert, wobei es 30 Tote gab.

Wäre Washington wirklich daran gelegen, die Vernichtung von Hospitälern und den „kolateralen Schaden“ an Zivilisten zu stoppen, warum fahren sie dann fort, den Saudis ihre volle militärische und politische Unterstützung im Jemen zu geben, wo Krankenhäuser, Schulen und Wohnhäuser ständig bombardiert werden?

Vergangene Woche hat Obama einen neuen 1.5 Mrd. Dollar Waffen-Deal mit Saudiarabien abgeschlossen. Laut Washington Post haben die USA im vergangenen Jahr den Saudis für 20 Mrd. Dollar Waffen verkauft.

England, Frankreich und Deutschland haben auch ein ‚Mords‘-Geschäft am Verkauf von Waffen an die Saudis 2015 bis heute gemacht. England allein hat beinahe für 4 Mrd. Dollar Waffen an das ölreiche Königreich verkauft.

Abgesehen von gelegentlicher verbaler „Sorge“ wegen der zivilen Toten, haben die westlichen Regierungen geschwiegen.

Was im Grunde im Jemen passiert, ist eine durch-und-durch ausländische Aggression – nach Nürnberger Standard ein Kapitalverbrechen – an dem alle westlichen Länder mitschuldig sind.

Der offizielle Grund ist, dass die Houthi-Rebellen den Präsidenten Mansour Hadi gestürzt haben. Die Saudis und der Westen bezeichnen das Hadi-Regime als „international anerkannt“, womit impliziert wird, dass der Houthi-Aufstand illegitim ist. Doch der gestürzte Hadi wird von den meisten Jemeniten als eine korrupte Marionette der Saudis und Washingtons angesehen.

Außerdem wiederholen die Westmedien die Saudi-Behauptung, dass die Houthis vom Iran unterstützt werden, natürlich ohne den geringsten Beweis.

Seit März 2015 sind 10 000 Jemeniten getötet worden. Die UNO beklagte, dass so viele Kinder darunter sind. Aber das hat auch kein großes Gewicht. Wo sind denn die UNO-Sanktionen gegen Saudiarabien und ihre Unterstützer in Washington, London und Paris?

Es gibt deswegen keine, weil die UNO ein Werkzeug der westlichen Geopolitik ist. Eine frühere Verurteilung von UN-Chef Ban Ki-moon wurde schnell zurückgenommen, weil die Saudis drohten, nicht mehr ihre Mitgliedsbeiträge an die UNO zu zahlen.

Im Jemen [im Unterschied zu Syrien, wo man einen nicht passenden gewählten Präsidenten stürzen will. D. Ü.] will der Westen eine korrupte Marionette wieder zu Amt und Würden bringen. Nach mehr als 18 Monaten non-stop Bombardements, die mehr als 80 % von Jemens 24 Millionen Menschen in furchtbares Elend stürzten, sind die Saudis und ihre westlichen Alliierten nicht im entferntesten in der Lage, ihre Kanaille wieder einsetzen zu können. So viel zur „international anerkannter Regierung“!

Washington und London überhäufen nicht nur die Saudis mit Waffen aller Art, um Jemeniten en masse zu töten … sondern es gibt auch glaubwürdige Berichte, dass US – und britische Spezialeinheiten und von den Saudis bezahlte Söldner zusammen mit Dschihadisten im Jemen auf westlicher [demokratischer!] Seite kämpfen.

Im Jemen werden ganze Familien in ihren Häusern abgeschlachtet von Flugzeugen, die vom Westen geliefert und dirigiert werden und gleichzeitig gibt es in unseren Medien einen blackout.

Der einzige westliche „Wert“, der Bedeutung hat, ist das Geld, das durch
Menschenleben gemacht werden kann. Jemen demonstriert, wie diese boshafte räuberische Logik funktioniert: Menschen töten, samt Frauen und Kindern, bedeutet mehr Profit, was seinerseits mehr Mord bedeutet. Diese schändliche Logik des westlichen Kapitalismus muss aber mit allen Mitteln geheimgehalten werden. Daher das westliche Medien-Schweigen und die Blindheit in Bezug auf den Jemen.

Quelle

ANZEIGE

Dein Kommentar

Kommentar

11 Kommentare

  1. Nicht nur im Jemen.
    Wenn „westliche Werte“ für Kriegverbrechen, Völkermord usw. stehen, muss ich euch sagen:
    Auf diese Art von „westlichen Werten“ erlaube ich mir, gepflegt zu scheißen.
    Das war mal anders. Vor meiner Zeit. Damals (1946) wurden Nazis für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu recht angeklagt und verurteilt. Das dumme nur: Ankläger/Richter waren die falschen!
    Damals hat nähmlich die Welt vergessen, dass die Amis schon fast ein ganzes Volk (Ureinwohner Amerikas) ausgerottet haben.
    War das etwa kein Völkermord/Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

    • Und heute? Heute machen die Amis nichts anderes. Nur weiter weg vom „eigenen“ (geraubten) Land und getarnt/verkauft als „Kampf gegen den Terror“ bzw. „für die Demokratie“.
      Im Namen der US-Demokratur ist ALLES erlaubt, was den Dollar rollen lässt bzw. der Weltherrschaft unter US-Regie (NWO) förderlich ist.
      Und Vasalen, wie GB, D, F machen fleissig mit, weil sie meinen, etwas vom Kuchen (Kriegsindustrie) ab zu bekommen. Dabei übersehen sie, daß das die Amis auch deren kleines Stück Kuchen haben wollen bzw. schon haben.