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Wer sind die Profiteure aus den Geschäften mit dem „IS“ und die anderen Beteiligten in der syrisch-irakischen Region?

Im Juni 2014 legte der Öltanker SCF Altai (unter liberianischer Flagge) im Hafen von Aschkelon (Israel) an. Stunden später war das erste Öl aus kurdischen Pipelines, das für Israel bestimmt war, gelöscht. Die Schaffung dieser neuen Lieferroute und der erste Verkauf von Erdöl aus einer unabhängigen kurdischen Quelle, waren entscheidend für die kurdische Regionalregierung und schafften eine größere finanzielle Unabhängigkeit im vom Krieg zerrissenen Irak. Die neuen Exportrouten und Pipelinesysteme, die die einheitlichen Pipelinesysteme Bagdads umgingen, riefen einen heftigen Streit mit der irakischen Regierung hervor.

Der kurdischen Entscheidung, illegal Rohöl weiter zu verkaufen, war eine Bestimmung von irakischer Regierungsseite vorangegangen, die einer vereinbarten Quotenzahlung durch den staatlichen Ölverkauf an die kurdische Regionalregierung in Erbil, nicht nachkam. Als der Tanker United Kalavrvta (unter Flagge der Marshall Inseln) mit kurdischen Rohöl, den Hafen von Ceyhan, in Richtung Galveston (USA) verließ, drohte die irakische Regierung damit, jeden potentiellen Käufer auf internationalen Wege zu verklagen. Doch die Regierung in Bagdad war schwach und hinzu kamen die erheblichen Probleme mit dem „IS“, so dass der Streit mit den Kurden in den Hintergrund rückte.

In den vergangenen Monaten wurde weltweit berichtet, wie sich der „Islamische Staat“, diese, damals also eigentlich von den Kurden begründeten, Vertriebswege für den illegalen Rohölhandel zu Nutzen machte und noch ausbaute. Wieso konnten oder wollten aber die 14 Monate andauernden amerikanischen Luftschläge, diese Einnahmequelle für den „IS“ nicht zerschlagen? Vom Pentagon hieß es hierzu offiziell, man wollte Kollateralschäden vermeiden, was aber beim bisherigen vergleichbaren Vorgehen des US-Militärs in Afghanistan, Irak und im weltweiten Kampf gegen den Terror, mit Hilfe der tausendfachen „Killerdrohneneinsätze“ als völlig unglaubwürdig zu beurteilen ist.

Außerdem wäre es für den größten Sicherheitsapparat der Welt, mit den Geheimdiensten CIA und NSA, ein leichtes gewesen die Transportwege des illegalen „IS-Öls“ zu definieren und als Ziele auszumachen. Nun, da auch die großen Medien gezwungen wurden, einen genaueren Blick auf die Haupteinnahmequelle des „Islamischen Staates“ zu werfen und wohin letztendlich der Weg des Öles führt, kann man davon ausgehen, dass die Zerschlagung des illegalen Ölhandels voranschreiten wird, um Mittels-und Hintermänner zu schützen und unbequeme Enthüllungen zu vermeiden.

Das „Schmuggelöl“ aus der Region gab es immer zu Dumpingpreisen, meist kostete das Barrel nicht einmal die Hälfte des augenblicklichen Marktpreises. Stiegen die Aktivitäten des „IS“, so stiegen auch die Absätze und Auslieferungen, vor allem über den türkischen Hafen Ceyhan, was die Analysten George Kiourktsoglou und Dr. Alec D Coutroubis von der Clarkson Research Services Ltd., unter Berücksichtigung der entsprechenden „Fleetpläne“ des Hafens, herausfanden. Sie ergänzten in ihrem Bericht, dass die Ausfuhrmengen über Ceyhan teilweise in dem Bereich von 1 Million Barrel täglich lagen.

Diese Mengen waren für den „IS“ technisch und faktisch nicht umsetzbar, man ging hier von einer Höchstmenge bis zu 50.000 Barrel täglich aus. Das Öl, welches über Ceyhan abgewickelt wurde, kam fast ausschließlich aus der Kurdenregion des Iraks und die Recherche macht deutlich, dass der geringe Anteil des „IS-Rohöls“ kaum ins Gewicht fiel und damit im Wesentlichen „unsichtbar“ blieb.

Genau hier wird der Sachverhalt interessant. Viele große Unternehmen und Kunden, hatten Befürchtungen und Angst vor der Ankündigung Bagdads bezüglich der internationalen Klagen und Unternehmen wie Exxon Mobil und BP haben bestehende Milliarden-Dollar Verträge mit der irakischen Regierung. So mussten die Lieferungen des illegalen Ölflusses gezielt verschleiert werden, etwa über Schiff-zu-Schiff Transfers mit Malta Offshore Tankern und den Weg über das israelische Aschkalon mit Weiterleitungen an diverse Abnehmer in Europa und den USA.

Zwischen Mai und August 2014 ging mehr als ein Drittel aller nordirakischen Ölexporte über Ceyhan an Israel. Zeitgleich zu den Schiffstransporten wurde nach Berichten des irakischen Geheimdienstes feste LKW-Routen und Knotenpunkte, zwischen dem kurdischen Nordirak und der Türkei eingerichtet, auf den täglich hunderte von LKW unterwegs waren, um illegales Öl, meist für 10-20% des eigentlichen Marktwertes, an Interessenten zu veräußern. Einmal in der Türkei angekommen wurde aus illegalem kurdischen und „IS“ Öl, frei vermarktbares unlizenziertes Rohöl. Eine logistische Meisterleistung und ein perfekt vorbereitetes Netzwerk, welches sich der „Islamische Staat“ nur noch zu Nutzen machen musste.

Viele Unterhändler und Mittelsmänner in diesem profitablen Geschäft bleiben unerkannt, einige machen überhaupt keinen Hehl aus ihren Beteiligungen. Die kurdisch-türkischen LKW Routen beherrschte ein gewisser „Onkel Farid“, er soll laut Geheimdienstinformationen eine israelisch-griechische Doppelstaatsbürgerschaft besitzen. Bilal Erdogan posierte ganz öffentlich bei Facebook und anderen Medien mit hochrangigen Führern des „IS“ und seine Funktionen und Geschäfte sind nun hinreichend bekannt.

Berat Albayrak, Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Erdogan, handelte bereits vor Jahren Verträge mit der kurdischen Regionalregierung in Erbil aus, die der Türkei Exklusivrechte bezüglich der Weitervermarktung großer Teile des kurdischen Öls sichern. Albayraks Firma Powertrans fungierte hierbei ganz offiziell, die Firma eines Bekannten, die Ahmet Calik Holding, bei der Albayrak im Vorstand ist, kümmerte sich um die Logistik. Auch der zweite Sohn des türkischen Präsidenten, Burak Erdogan, besitzt mehrere Schifffahrtsgesellschaften.

Ein weiterer Mittelsmann, besonders wenn es um den Absatz von „IS-Öl“ aus den syrischen Quellen geht, ist George Haswani, mit seiner Firma Hesco Engineering and Construction, mit Firmensitzen in Damaskus und London. Haswani besitzt einen syrischen und einen russischen Pass und brachte das Meisterstück fertig, dem syrischen Präsidenten Assad „IS-Öl“ aus seinen eigenen Quellen zu verkaufen, obwohl dieser doch durch die befreundeten Länder Iran und Russland auch an Öl hätte kommen können.

Fakt ist auch, dass die Finanzmärkte in der Vergangenheit den größten Teil ihres spekulativen Geschäfts in den Handel mit Rohstoffen verlegt haben. Dieser Geschäftsbereich ist schwer zu kontrollieren und es ist undenkbar, dass ein Handel, mit dem „illegalen“ syrischen und irakischen Öl, ohne Bemerken oder Beteiligung der weltmarktführenden Unternehmen hätte stattfinden können. Hier einmal eine Auswahl:

  • Glenmore PLC (weltweit größte Unternehmensgruppe im Rohstoffhandel, mit Hauptsitz in Baar/Schweiz und registriert in Jersey, Leitung: Ivan Glasenburg und Tony Hayward, Jahresumsatz 2014: 221 Milliarden USD)
  • Vitol Holding (internationale Rohstoffhandelsgruppe mit Sitzen in Rotterdam, Genf, Houston, Singapur und London, Leitung: Ian Taylor, Jahresumsatz 2013: 307 Milliarden USD)
  • Trafigura / Trafigura Beheer B.V. (Erdöl- und Rohstoffhandelsunternehmen mit Sitz in Amsterdam, Leitung: Claude Dauphin)
  • Mercuria Energy Group (Mineralölhandelsunternehmen mit Sitz in Genf und auf Zypern, Leitung: Marco Dunand, Jahresumsatz 2013: 112 Milliarden USD)
  • Noble Group (Internationale Unternehmensgruppe für den Handel mit Agrarprodukten, Mineralien und metallischen Rohstoffen, Sitz: Hong Kong, Leitung: Richard Elman, Yusuf Alireza)
  • Gunvor Group Ltd. (Rohstoffhandelsunternehmen mit Sitzen in Genf, Amsterdam und Singapur, registriert auf Zypern, Leitung: Torbjörn Törnqvist, Jahresumsatz 2012: 93,1 Milliarden USD)

Diese Liste lässt sich natürlich noch weiter führen und beinhaltet lediglich die Marktführer in diesem Segment. Nur mit Hilfe der internationalen Unternehmensgruppen war es aber möglich, das kurdische und damit auch das „IS-Öl“, welches nach Israel gelangt ist, weiter zu vermarkten und in europäischen Raffinerien weiter zu verarbeiten. Dieses geschieht laut Angaben diverser Quellen vor allem in Italien. Trafigura und Vitol haben nachweislich mit dem „illegalen“ Öl gehandelt, wollten hierzu aber keine Stellungnahme abgeben.

Ein weiterer, wichtiger Verbindungsmann zu den weltweit operierenden Unternehmensgruppen ist der pakistanische Öl-Brooker Murtaza Lakhani, der lange Zeit für Glencore PLC im Irak gearbeitet hat und beste Beziehungen zur kurdischen Regionalregierung unterhält. Lakhani war ein optimaler Berater, wenn es darum ging die Öllieferungen vor den verantwortlichen Stellen in Bagdad zu verbergen und diese zu umgehen. Über Erdöl aus Libyen, wo der „IS“ ebenfalls immer noch präsent ist, gibt es kaum Erkenntnisse und Berichte.

Bleibt abzuwarten, ob die sicherheitspolitischen Aspekte der halben Welt über die finanzgeschäftlichen Belange der großen Unternehmen obsiegen werden. Die türkische Regierung, als Hauptunterstützer des „IS“ und größter Profiteur aus dem illegalen Erdölhandel, wird gerade von der Europäischen Union umgarnt. Es winken Milliardenhilfen und ein neuer persönlicher Status innerhalb der EU. Armutszeugnis und Schande zugleich, für eine verfehlte europäische und maßgeblich auch deutsche Politik!

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11 Kommentare

  1. Es stellt sich die Frage wieviel von den 3 Milliarden Euro welche die EU an das Erdogan Regime zu zahlen beabsichtigt in Wirklichkeit als Schadensersatzzahlung für die Bombardierung des Daesh-Ölkorridors zwischen Syrien und der Türkei bestimmt ist.

    Warum hat man das Geld nicht der UNHCR gegeben, deren Budget übrigens im Frühjahr halbiert worden ist?

    Die Türkei ist ein souveräner Staat der neben dem Recht auf die Unverletzbarkeit seines Hoheitsgebiets auch den damit verbundenen Pflichten nachkommen muss.

    Die EU hätte also durchaus Druck auf die Türkei ausüben können die Schleusen nach Europa dicht zu machen.

    So aber erhält das Erdogan Regime neben einem prächtigen Finanzbonus auch noch die EU-Visafreiheit als Dreingabe.

    • Ich pflichte Ihnen bei. Das Öl kommt in den Betrachtungen zu kurz. Vor allem das Peakoil. Die USA benötigen alleine für die Militärbasen so viel Öl wie Schweden.
      Die USA waren einmal der größte Ölieferant der der Welt. Bis ein gewisser Dr. Hubbard unbequeme Wahrheiten verbreitet hat für die USA: Peakoil. Der trat pünklich ein. Nach dem Peakoil geht es ziemlich steil nach unten. Heute fördern die USA nur noch 2% ihres eigenen Bedarfs.

      Die Amerikaner sind Patrioten. Wenn man ihnen sagte, sie sollen umsteigen auf Wasserstoffautos, dann würden sie das wohl tun. Wenn man ihnen aber sagte, sie sollten nun Fahrrad fahren, dann würde sie das wohl nicht tun. (frei nacherzählt)

  2. Klar, die treuesten Verbündeten in der Region: Israel und der NATO-Partner Türkei. Wenn es um Interessen, Einfluss, immer um Profit geht, ist jedes Mittel recht. Um die gemeinsamen Geschäfte zu verschleiern, traut man sich an russische Kampfflugzeuge, lässt die Journalistin Serena Shim durch den Geheimdienst MIT ausschalten oder Kurden unter den aufgefahrenen türkischen NATO-Panzern in Kobane massakrieren. Im Gegenzug läuft der Nachschub an den unterstützten IS unvermindert. Das wollte einmal ein türkischer Staatsanwalt unterbinden, bis MIT durch Präsidentenerlass autorisiert wurde. In westlichen Demokratien zählt Recht nichts, ist „eine Hure der Politik“, wovon Verbrecher wie Erdogan + sein Clan profitieren, Merkel hält die Treue.

  3. Exempel zum Peakoil: 1984 hat die Opec die Förderquoten an die Ölreserven gebunden. Darauf bezifferten die Opec-Länder 1985 ihre Reserven um 65% höher, um fiktive 300 Mrd. Barrel auf 782 Mrd. Barrel, obwohl keine neuen Reserven gefunden worden waren. Die ursprüngliche Angabe der Opec 1984 war demnach eine Reserve von 462 Mrd. Barrel.

    Die Förderquote der Opec liegt derzeit bei 30 Mill. Barrel pro Tag (leicht zu ermitteln). Geht man von den ersten Zahlen der Opec von 1984 aus und teilt ganz grob die alte Reserve durch die neue Förderquote, dann sollte das Öl ab 1983 noch 42 Jahre haltbar sein, also bis 2025. Mit den neuen Zahlen von 1984 wäre das Opec-Öl 2055 alle.

    • Kuwait hat 50% mehr genannt, was einer der Gründe für den Konflikt mit dem Irak gewesen sein soll. Der Iran steigerte sich auf 93 statt 49 Mrd. Barrel, Saddam Hussein ging von 47 auf 100 Mrd Barrel, usw.

      Die %-Zahlen stammen von dem Geologen Colin J. Campbell

      Der Chefökonom der IEA, Birol, warnte 2008, daß von 2008 bis 2015 pro Tag 12,5 Millionen Barrel Oel, „rund 15 Prozent des Weltoelbedarfs“ täglich fehlen würde.

      Das ist die ungefähre Richtung der Ölkultur.

  4. 1983 hat die Opec die Förderquoten an die Ölreserven gebunden. Darauf bezifferten die Opec-Länder 1984 ihre Reserven um 65% höher, um fiktive 300 Mrd. Barrel (30,0*10e9/65*100+30,0*10e9) auf 762 Mrd. Barrel, obwohl keine neuen Reserven gefunden worden waren. Die ursprüngliche Angabe der Opec 1983 war demnach eine Reserve von (30,0*10e9/65*100) 462 Mrd. Barrel.

    Die Förderquote der Opec liegt derzeit bei 30 Mill. Barrel pro Tag. Geht man von den ersten Zahlen der Opec von 1983 aus und teilt ganz grob die alte Reserve durch die neue Förderquote, dann sollte das Öl ab 1983 (46,2*10e9/(3*10e6)/365) noch 42 Jahre haltbar sein, also bis 2025. Mit den neuen Zahlen von 1984 (76,2*10e9/3*10e6/365) wäre das Opec-Öl in 70 Jahren, als 2054 alle. .