in Naher Osten

In Syrien kämpfen jetzt auch 2400 Islamisten aus Tschetschenien gegen Russland. Der russische Präsident Wladimir Putin hat quasi allen Parteien außer Assad den Krieg erklärt.

Wenn man jetzt sagt die Lage wird komplizierter, ist dies eine eher harmlose Umschreibung der aktuellen Entwicklung in Syrien. Speziell heute auch die USA den gemäßigten Rebellen in Syrien umfangreiche Hilfe zugesagt haben, u.a. Waffenlieferungen.

Die tschetschenischen Islamisten haben sich in den Bergen von Latakia verschanzt. In mindestens drei der kaukasischen Kampftruppen befinden sich Kämpfer und Feldkommandeure, welche schon im Nordkaukasus russische Soldaten getötet haben. „Das sind wirklich durchgeknallte Leute“, sagt ein syrischer Rebell der Islamischen Front. „Sie haben große Kampferfahrung, nicht die geringste Angst und sind total fanatisch.“ Sie tun an der Front die unmöglichsten Dinge, aber trotzdem überleben sie.

Die drei tschetschenisch geführten Hauptgruppen sind:

  • die Adschnad al-Kawkas,
  • die Dschund al-Scham,
  • sowie die kleinere Truppe Tarkhan’s Dschamaat.

Diese drei Gruppen verbindet, dass sie alle an der Seite des syrischen Al-Qaida-Ablegers der Nusra-Front kämpfen und der nationalistisch ausgerichteten Islamisten von Ahrar al-Scham.

Neben den tschetschenischen Islamisten gesellen sich auch Leute aus Tadschikistan zu den Kämpfern des Islamischen Staat. Zurzeit sind der Polizei etwa 400 Leute aus Tadschikistan, die sich dem IS angeschlossen haben, namentlich bekannt. Diese Leute Kämpfen für Geld und sind somit als Söldner zu bezeichnen.

Doch Russland muss sich nach wie vor mit heftiger Kritik aus dem Westen auseinandersetzen. So warf der der britische Premierminister David Cameron Russland vor, dass nur ein kleiner Teil der Angriffe den Extremisten gegolten hat. Zudem hat er Russland vorgeworfen, mit ihrem Vorgehen in erster Linie den „Schlächter Assad“ zu unterstützen. Dies sei ein „schrecklicher Fehler“, so Cameron. „Das wird die Region instabiler machen, es wird zu einer weiteren Radikalisierung und mehr Terror führen“, sagte er der BBC.

Während dessen forderten die Kurden im Irak Russland und die USA zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS auf. Nach der Meinung von Massud Barsani, Präsident der Kurdenregion, könnten bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn die US- geführte Koalition und Russland gemeinsam vorgingen „Unsere Region wird Russland willkommen heißen, wenn es unsere Peschmerga- Miliz im Kampf gegen den IS unterstützt.“

Auch der amerikanische Präsident Barack Obama hat Russland vorgeworfen, den Islamischen Staat zu stärken. Während der syrische Präsident Baschar al Assad wiederum auf Twitter die US-Allianz beschuldigt, den Terrorismus gefördert zu haben.

Ein besonders Konfliktpotential liegt darin, dass die USA erwägen, gemäßigte Rebellen in Syrien mit weiteren Hilfen zu unterstützen. Amerikanische Regierungsvertreter sagten, dass es sich hierbei um Ausrüstung handeln könne aber auch um Waffen. Darüber hinaus sind auch Luftschläge denkbar. Ziel wäre es, Kämpfer der Extremisten- Miliz Islamischer Staat aus Regionen im Norden Syriens, nahe der Grenze zur Türkei, zu vertreiben.

Setzt Washington diese Pläne um, dann könnten davon Tausende Rebellen profitieren. Zudem würde es aber den Krieg noch mehr anheizen. Speziell, da Russland offiziell allen Terroristen den Kampf angesagt hat. Ob man hier schon von einem Stellvertreterkrieg sprechen kann, sei im Moment dahingestellt. Fakt ist jedoch, sollten die Konfliktparteien ihren gegenwärtigen Kurs beibehalten, wird Syrien so schnell nicht zur Ruhe kommen.

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24 Kommentare

  1. dieser artikel ist nicht nur fragwürdig, sondern scheint tatsachen um 180° zu verdrehen. tschetschenen gegen russland? srsly? klingt absurd, in anbetracht des versprechens, dass tschetschenien muslimisch wie es ist, mit voller kraft hinter russland steht.

    • Tschetschenien steht seit dem Zerfall der SU am Bürgerkriegsrand und hat im Grunde die Syrischen Probleme in etwa 1:1 durchlebt.

      Die Tschetschenen welche hinter Ramsan Kadyrow stehen, würden für die RF in den Kampf ziehen.
      Die anderen und vom Kadyrow bzw. der RF bezwungen suchen jede Möglichkeit diesen eine aus zu wischen.

    • „dieser artikel ist nicht nur fragwürdig, sondern scheint tatsachen um 180° zu verdrehen.“

      „Hirnverbrannte“ Artikel findet man heutzutage nicht nur bei der Nato-Pressestelle/Leitmedien o.GEZ, die findet man überall… aber wirklich wirklich überall!!!

    • Bombenanschläge in Moskau vergessen? 24. Januar 2011: Bei einem Bombenanschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo werden 35 Menschen getötet und weitere 110 verletzt. —-> 19. Oktober 2010: Drei Selbstmordattentäter reißen in einem Gebäude des tschetschenischen Regionalparlaments sechs Menschen mit in den Tod. Bei dem Bombenanschlag werden 17 weitere Menschen verletzt. —-> 29. März 2010: Zwei Selbstmordattentäterinnen sprengen sich im morgendlichen Berufsverkehr in Moskauer U-Bahnen in die Luft. Bei dem Doppelanschlag werden insgesamt 40 Menschen getötet und über 100 weitere verletzt. Eine tschetschenische Rebellengruppe bekennt sich zu der Tat. —–> 27. November 2009: Bei einem Bombenanschlag tschetschenischer Rebellen auf einen Schnellzug zwischen Moskau und St. Petersburg werden 28 Menschen getötet und fast 100 weitere verletzt. —–> 17. August 2009: In der Stadt Nasran in der russischen Teilrepublik Inguschetien steuert ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in eine Polizeiwache. Dabei werden 25 Menschen getötet und über 160 weitere verletzt. Eine tschetschenische Rebellengruppe bekennt sich zu dem Anschlag. —-> 6. November 2008: Ein Selbstmordattentäter tötet bei einem Anschlag auf einen Bus in der russischen Teilrepublik Nordossetien zwölf Menschen. ….. mehr dazu hier: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/anschlaege-in-russland-eine-chronologie-bid-1.1987347#

    • …und nicht ein datum ist nach 2014… hast du es gemerkt? oder wolltest du nur einfach mit fakten um dich schmeissen?

      du solltest realisieren, dass manche länder und kulturen sich ändern ;) nicht wie die amis, die seit jahrhunderten das gleiche arrogante pack sind.

    • übelster propaganda streifen :))) aber hier gehts darum symbolisch sich zu russland mit voller stärke zu bekennen und das offen zu demonstrieren, dass man zu allem bereit sei. :)

  2. Immer dieses Märchen von den gemäßigten Rebellen. Die syrische Armee kämpft ausschließlich gegen fundamentalistische Terroristen, die jedem den Kopf abschneiden, der sich nicht voll und ganz ihrer kranken, wahabitischen Ideologie (die man wohl eher als Satanismus bezeichnen müßte) unterwirft. Jeder der dort unten eine Waffe trägt und gegen die syrische Armee kämpft ist ein legitimes Ziel. Mit gemäßigt meint die westliche Propaganda lediglich, dass es eine Marionette des Westens ist, die die Befehle der NATO respektive Washington bedingungslos ausführt. *Ironie On* Wenn ich jemanden Köpfe, dann ist es egal ob ich das auf radikale oder gemäßigte Weise mache *Ironie Off*. Also bitte aufhören westliche Propaganda-Phrasen nachzuplappern

  3. euch ist schon klar, dass Kadyrov auf Putins Seite steht bzw. ihn darum gerade bettelt, tschetschenische Armee-Kräfte zu entsenden und dieser Artikel nur von Welt, Bild, Focus stammen kann … da es genau die Art von Propaganda bewirken soll!

    • ??? Gegen oder mit den Russen ist schon Interessant was so Berichtet wird dabei wissen doch viele das die Tschetschenen was gegen die Russen haben so dachte ich bisher oder doch nicht…???

    • Nein, Tschechien und vor allem Präsident Kadyrov ist für Putin und Russland, schon bei der Ukraine gezeigt, jetzt scheinbar wieder, da er quasi um ein Absegnen Putins fragt, ob er seine Leute nach Syrien schicken darf.

  4. Hier ist die Rede von 2400 radikalen- Und ich betone es noch einmal- radikalen islamistischen Tschestchenen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Tschetschenien steht hinter dem Eingreifen Russlands. Wenn nicht Putin, wer dann ?
    Was haben die Amis in einem Jahr denn überhaupt erreicht ? Der IS ist gewachsen und die Flüchtlinge sind in Europa. Genau so will es die USA doch haben….