in Lateinamerika

In Kuba haben nach Angaben lokaler Medien 3.819 Mediziner aus mehreren Ländern ihr Studium an der Universität von Santiago de Cuba abgeschlossen.

Die meisten Studenten kamen dabei aus Angola, gefolgt von Haiti, hieß es in einem Bericht der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Neben Ärzten wurden auch Krankenschwestern oder medizintechnisches Personal ausgebildet.

Im sozialistischen Kuba wird jedem Bürger eine medizinische Versorgung garantiert. Die Behandlung ist für jeden Kubaner grundsätzlich kostenlos. Der karibische Inselstaat ist für seine gute medizinische Versorgung bekannt und zeichnet sich neben der Vorsorge und Ausbildung an medizinischem Personal etwa durch seine hohe Ärztedichte aus. Kuba entsendete in den letzten Jahren weltweit zahlreiche Mediziner anstelle von Soldaten in Krisengebiete, in Westafrika zum Beispiel weit mehr als viele reiche Industriestaaten. Laut Londoner Times stellte Kuba dort »mehr Ärzte als Großbritannien und Australien« zusammen.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, UNICEF, entspricht die Qualität an kinder- und mutterfreundlichen Krankenhäusern auf der Insel weltweit höchsten Standards. Die UN-Kinderrechtskonvention sei nach José Juan Ortiz Brú, dem UNICEF-Vertreter für Kuba, dort am besten umgesetzt. Gab es vor der Revolution im Jahr 1959 noch rund 6.000 Ärzte auf der Insel, so sollen es heute um die 77.000 sein. Hinzu kommen noch Zahnärzte, Pflegepersonal und Medizinstudenten.

Die Universität von Santiago, die auch Studenten aus Europa, etwa mit Sommerkursen in verschiedenen Fachrichtungen, offensteht, wurde nach der Revolution als Erste außerhalb der Hauptstadt Havanna gegründet und kann bisher auf knapp 41.000 Absolventen verweisen. An der medizinischen Fakultät arbeiten 92 Professoren aus elf verschiedenen Nationen erfolgreich zusammen.

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