in Lateinamerika

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Am 20. und 21. Juni 2017 findet in Bolivien, Tiquipava, auf Betreiben des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, ein weltweites Treffen zum Thema Flüchtlinge und Migration statt. Für den Präsidenten sind nicht nur die Militärinterventionen sondern auch die globale Ungleichheit die Hauptgründe für die gewaltigen Flüchtlingsströme. Morales formulierte es folgendermaßen: „Es ist inakzeptabel, dass wir Mauern gegen Einwanderer haben, gegen Latinos und Flüchtlinge, aber keine Mauern gegen Militärinterventionen und die Plünderung unserer natürlichen Ressourcen.“

Der bolivianische Präsident geht sogar so weit, dass er auf Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen Bezug nimmt und das Recht der Menschen auf Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit einfordert. Armut, ethnische Säuberungen, Kriege und Militärdiktaturen, sowie die zunehmend militarisierte Politik der NATO führen zu den massenhaften Flüchtlingsströmen. Die Menschen aus Afghanistan, Jemen, Irak, Libyen und Syrien bezahlen ihre Flucht über das Meer oftmals mit dem Leben.

Die „reichen“ Länder begründen ihre Abschottungspolitik zumeist mit den unzähligen Verbrechern unter den Migranten. Evo Morales und Gleichgesinnte fordern deshalb, dass die Menschheit auf eine Abschaffung der Grenzen und eine universelle Staatsbürgerschaft hinarbeitet. Die universelle Staatsbürgerschaft würde zumindest dazu führen, dass man sich in ferner Zukunft nicht als Österreicher, Belgier, Tunesier, Kanadier… sieht, sondern als Erdenbürger.

Da würden schon einmal viele Beweggründe für einen Krieg wegfallen. Wie es allerdings zu bewältigen wäre, dass die Menschen dann immer noch verschiedensten Religionen angehören und sich bei Diskussionen darüber liebend gerne gegenseitig den Schädel einschlagen, kann ich leider auch nicht beantworten.

Die kolumbianische Regierung würde es viel lieber sehen, dass es Mauern gegen jene Menschen geben sollte, welche eine ausländerfeindliche und diskriminierende Politik durchziehen. Eine Politik, welche die Menschen daran hindert von einem Land in ein anderes zu ziehen.

In Kolumbien findet somit nach dem Gipfel zum Klimawandel im Jahre 2010 und dem Gipfel zum Schutz der Erde im Jahre 2014 mit dem Treffen für eine Welt ohne Mauer, bereits das dritte hochkarätige Treffen statt. Die Veranstalter des Treffens wünschen sich, dass die Vereinten Nationen die Schlusserklärung annehmen.

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16 Kommentare

    • dann schicken wir doch die muselbrut nach südamerika und die sollen die grenzen erstmals auf ihrem kontinent zurückfahren………au backe

      eine ehrliche, friedliche, gerechte schnapsidee

  1. Vom Standpunkt des Präsidenten von Bolivien Herrn Morales aus ist es sehr wohl ein richtiger Gedanke. Es ist aber die Hauptsache den Kriegstreibern, den Aggressoren das Handwerk zu legen, damit die Menschen in ihrer Heimat lebenswert dasein können. Zum lebenswerten Dasein gehört die eigene Kultur leben zu können und daß die Kultur von anderen anerkannt wird. Zum Lebenswert gehört die Glückseligkeit oder besser gesagt, es ist das Lebenswerte. Das Lebenswerte was sich in der zwischenmenschlichen Beziehung widerspiegelt, also die Liebe und die Anerkenntnis des anderen und nicht nur als Sache zur Bereicherung für andere dasein zu müssen. Dann werden die indigenen Völker Amerikas nicht mehr wandern wollen um woanders Glück zu finden, wo es letztendlich doch nur noch mehr Abneigung gibt.
    Olaf Opelt
    Bundvfd.de

  2. Wo er recht hat, hat er recht👍🏼Schön das es noch Menschen gibt mit ganz normalem Menschenverstand toll ein mega Vorbild

  3. Leider ist die Massen- Migration nichts anderes als eine Plünderung und Terror.Wenn 20 Fremde in meine Wohnung ohne meiner Zustimmung einzieht die dann noch Unterhalten muß,bin ich ein Terroropfer.

  4. Solch wunderbar hirnverbrannte Ideen gibts ja auch hier
    http://monde-diplomatique.de/artikel/!5274030
    Es ist schon erstaunlich, dass gerade die Linken auf die Zertrümmerung bestehender Sozialsysteme hinarbeiten, und Hr. Morales sollte wissen, dass schon die Inka – Herrscher die Homogenität eroberter Gebiete hintertrieben haben, weil sich dann die verschiedenen Stämme gegenseitig belauerten und so nicht gegen die Obrigkeit zusammenrotten konnten.
    Hr. Morales soll sich wieder melden, wenn er die Zentralbank verstaatlicht oder eine brauchbare Idee hat, die Bevölkerungsexplosion in Entwicklungsländern zu stoppen.
    Es gehört endlich dieses vermaledeite Schuldgeldsystem auf den Tisch und geändert – gerne weltweit.

  5. Der Ansatz, die Ursachen für Migration zu bekämpfen, ist zweifelsohne der Richtige. Wo keine Kriege und gute Lebensbedingungen herrschen, ziehen Menschen i.d.R. nicht weg. Jedoch halte ich das für eine Utopie. Die Konsequenz kann jedenfalls nicht die Abschaffung aller Grenzen und globale Niederlassungsfreiheit für alle Menschen sein, wenn daraus automatisch ein Anspruch auf Zugang zum Gemeinschaftseigentum (funktionierende Institutionen, Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung, Sozial- und Altersversorgung, etc.) des aufnehmenden Landes bis zum Ableben erwächst. Das ist so, als müsste jeder mit Besitz und Vermögen jeden, der das beantragt, adoptieren, mit allen erbrechtlichen Ansprüchen.

  6. Hört sich gut an . . . wird aber nie passieren. Es gibt zuviele Zeitgenossen, welche sehr gute Geschäfte damit machen, den Unfrieden in der Welt zu steuern, obwohl sie bereits Milliarden auf dem Konto haben. Für mich sind dies die wirklichen Kriegstreiber. Paul Vale´ry bezeichnete Krieg als einen Vorgang, bei dem sich Menschen umbringen, die einander nicht kennen, und zwar zum Vorteil von Leuten, die einander kennen aber nicht umbringen

  7. Morales, moralisiert zu viel. Um sich aus der Schusslinie von George Sorros und der CIA zu ziehen, stellt er sich an die Spitze derer. Er macht sich zum Jünger von Soros! Aber, wieviel Migranten aus Afrika und Nordafrika, hat Kolumbien bislang aufgenommen? Keine!
    Was würde die bolivianische Gesellschaft, die aus vielen indigenen Völkern besteht, katholisch orientiert, und dazu nach altem indianischen Glauben und Wissen lebend, dazu sagen, wenn auf einmal sogenannte Flüchtlinge, islamischen Glaubens angeschifft werden? Bislang bewegen sich Frauen dort freier und ungehinderter als hier. Sie werden nach der indianischen Kultur hoch geachtet. Und auf einmal, wird gemordet, gestohlen und vergewaltigt? Das würde Morales nicht überleben.