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Seit dem 11.02.2017 ist eine neues Gesetzt in Kraft getreten. Es geht um das Thema Fracking. Der Bundestag hat mit 435 Stimmen dafür gestimmt.109 Stimmen waren dagegen. Während die Regierungsfraktionen dieses Gesetzt als Verhinderung des Fracking ansieht, sprechen zum Beispiel die Linken von einem Erlaubnissgesetz.

Der Grünen Politiker und Energieexperte Oliver Krischer ist sogar der Meinung, dass es sich bei dem Gesetz um eine Umgehung der Frackingverhinderung handele, weil es über Probebohrungen den Einstieg in eine spätere Förderung ermögliche. Ob es zu den Probebohrungen kommt und wie es vonstatten geht, dazu später mehr. Ich möchte zuerst auf die Problematik der Frackingmethode eingehen.

Konventionelles Fracking

Gas entsteht unter der Erdoberfläche durch thermische Zersetzung oder durch mikrobiologischem Abbau von organischen Substanzen. Das Gas ist in der Lage durch luftdurchlässige Gesteinsschichten zu diffundieren. Das tut es solange bis eine Gesteinsschicht erreicht wird, die nicht mehr Luftdurchlässig ist.

Dort sammelt sich das Gas in einer Kammer, die man eine konventionelle Lagerstätte nennt. Diese Kammer kann man anbohren, um somit das entweichende Gas auszubeuten. Diese Methode nennt an konventionelles Fracking und findet seine Anwendung seit den 60 Jahren in Deutschland.

Unkonventionelles Fracking

Das unkonventionelle Fracking ist die Methode auf die es ankommt und um die es im wesentlichen im Gesetzesentwurf geht.Und zwar gibt es folgende Problematik. Wenn sich das Gas nicht in einer Kammer sammelt, sondern in Luftundurchlässigen Gesteinsporen verteilt einschließt, kann es nicht wie bei der konventionellen Methode gefördert werden. Diese Lagerstätten nennt man unkonventionelle Lagerstätten.

Diese müssen regelrecht mit Einsatz von Wasser und Chemikalien aufgesprengt und offen gehalten werden, um so an das Erdgas zu gelangen. Genau da liegt auch die Problematik. Kritiker befürchten, dass auf diese Weise das Grundwasser kontaminiert wird. Zudem bestehe die Gefahr von Bergschäden und Erdbeben. Außerdem ist zusätzlich ein hoher Wasserverbrauch nötig und durch die riesigen Bohranlagen würde großflächig die Natur verdrängt werden.

Inhalt der neuen Regelung

Das konventionelle Fracking bleibt erlaubt, jedoch unterliegt die Ausführung strengerer Auflagen. Die Einzugsgebiete von Trinkwasser wie zum Beispiel Flüsse oder Talsperren sind verboten. Zusätzlich verboten ist es in der Nähe von Brauereien und Mineralwasser-Brunnen. Das Unkonventionelle Fracking bleibt bis 2021 komplett untersagt, jedoch wurde von der Regierungsfraktion die Möglichkeit eingebaut, 4 Probebohrungen zu wissenschaftlichen Zwecken durchzuführen.

Damit soll eine Kommission die Möglichkeit haben, zu untersuchen, ob sich der Einsatz der unkonventionellen Methode in Deutschland lohnt. Um eine Probebohrung durchzuführen, muss das betreffende Bundesland zustimmen und zusätzlich der Bundestag.

Da es aber vielerorts großen Widerstand gegen dieses Vorhaben gibt, bleibt es unwahrscheinlich, dass die 4 Probebohrungen zu Stande kommen. Auch in der Politik scheiden sich die Meinungen. Die CDU und SPD stehen dieser Regelung positiv gegenüber, während die Linke und die Grünen dieses Gesetz als unzureichend empfinden.

Fakt ist, dass es in den USA schon seit längeren praktiziert wird und es zahlreiche Studien gibt, die beweisen, dass diese Methode mit ihren Risiken, nicht in Relation steht mit dem Gewinn.

http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=1105&show=abstimmungsverhalten&id=797&filter=53547#abst_verhalten

http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/grundwasser/nutzung-belastungen/fracking

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ueberblick-das-sind-die-neuen-fracking-regeln-1.3045767

http://buendnis-no-fracking.de/fracking/138-faq/vorkommen-gewinnung-und-verbrauch-von-erdgas/252-konventionelle-unkonventionelle-ergaslagerstaetten.html

http://www.et-energie-online.de/Zukunftsfragen/tabid/63/NewsId/644/Forderung-von-unkonventionellem-Erdgas–Risiken-und-Chancen-des-Fracking.aspx

 

 

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Kommentar

46 Kommentare

    • Da sind Sie aber etwas spät mit Ihrer Idee Herr Jonke, laut Nestle hat der Mensch kein Recht auf Wasser. Das kann man ja gut in Plastikflaschen verpackt kaufen. Was das können sich arme Menschen in Afrika nicht leisten, deren Pech.

      Genauso wird es beim Fracking laufen. Solange der Gewinn und die Risiken auf verschiedene Verteilt sind, spielen die Risiken doch kein Rolle. Sehen wir doch an unzähligen Beispielen aus der aktuellen Geo- und Wirtschaftpolitik.

      • So ist es. Als nächstes rechne ich mit mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten an Privathaushalte, um damit das Recht zu erwerben, den angeblichen Klimakiller mit der Atmung in die Umwelt zu emittieren. Wer nicht zahlen kann, verliert dann wohl sein Lebensberechtigungszertifikat – schöne neue Welt….

  1. Unsere Regierung ist so super. Na wie viel Geld da wohl in den Taschen fließt. Den machen wir halt die Natur noch mehr kaputt. Hauptsache keine Glühlampe mehr bis 40 watt super ihr Geld geile Menschen

    • Ja hier macht es tatsächlich Sinn noch schneller in die falsche Richtung zu laufen, damit es ein ende hat.

      Wir können viel tun. Müssen dafür aber aufstehen und mal was tun das wir nicht dirket entlohnt bekommen. Man könnte sagen sozusagen für andere obwohl es uns sehr genau betrifft. Da happert es aber gewaltig.

    • Die Nichtzusage bzieht sich sehr wahrscheinlich auf die 4 Probebohrungen und da haben in ihrer Schilderung recht.Das Gesetz selber hat der Bundestag verabschiedet

  2. Hallo, ja ja das war schon Jahre Bekannt das das so kommt, unsere Regierung hat ja den Deutschen das Wasserrecht abgesprochen vor ein paar Jahren, jetzt ist auch der Hintergrund der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.
    Wo ist den jetzt die Presse? Schön das wir dieses Jahr noch Wahlen haben .