in Asien

Der Streit zwischen China und den USA über Gebietsansprüche im Südchinesische Meer hat sich wieder zugespitzt. Am 17. Mai 2016 gab es einen erneuten Zwischenfall in der Region. Der Vorfall ereignete sich im internationalen Luftraum über dem Südchinesischen Meer. Dabei sollen laut Angaben des US-Pentagon zwei chinesische Flugzeuge einen US-Jet bedrängt und abgefangen haben. Die USA werfen China vor, dass durch dieses aggressives Verhalten und Landnahme der internationale Seewege bedroht werden.

Das US-Verteidigungsministerium in Washington ging jedoch auf den Zwischenfall am 17. Mai 2016 nicht näher ein. Nur ein kurzes Statement wurde veröffentlicht, in dem es hieß, dass es sich dabei um ein ″unsicheres Manöver″ gehandelt haben soll.

Aus einem Statement des Verteidigungsministeriums in Washington ging jedoch nicht hervor, wie der Zwischenfall am 17. Mai genau abgelaufen sein soll. Nur soviel wurde gesagt, dass zwei chinesische Maschinen haben sich dem US-Jet auf 15 Meter angenähert. Angeblich befand sich der US-Jet nur auf einem routinemäßigen Aufklärungsflug.

Die Einzelheiten dieses Vorfalls wird jetzt auch vom Verteidigungsministerium in Peking untersucht. Der Zwischenfall geht jedoch vermutlich auf auf die Überwachung Chinas durch das US-Militärflugzeug zurück. Sollte sich dies bestätigen, dann würde China damit die Eskalation in der Region weiter vorantreiben.

Gleich mehrere Anrainerstaaten erben im Südchinesischen Meer Gebietsansprüche. China streitet sich mit den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan um die rohstoffreichen Gewässer, durch die strategisch wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Gut ein Drittel der weltweiten Erdöltransporte verläuft über diese Region. Auch die Aufschüttung künstlicher Inseln durch die Chinesen, auf denen dann Flugplätze errichtet werden sorgt für immer mehr Unruhe in der Region. Über diese Außenposten möchte China seine Gebietsansprüche untermauern. Zudem wird China von den USA vorgeworfen, dass China die freie Schifffahrt in der Region bedrohe.

Auf der anderen Seite wirft die chinesische Regierung jedoch den USA vor, die chinesische Verteidigungspolitik „absichtlich zu verzerren“. Denn die Berichte über Chinas Rüstungsaktivitäten werden von den USA künstlich aufgebauscht und beschädige zudem ernsthaft das Vertrauensverhältnis beider Länder zueinander. Yang Yujun, der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, hat auch darauf verwiesen, dass die USA regelmäßig ihre eigenen Schiffe und Flugzeuge in die umstrittenen Gewässer Ostasiens schicken würden, um so ihre Macht zu demonstrieren.

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14 Kommentare

  1. Die USA kriegt den Hals nicht voll, Afrika, Kuba, Südamerika, Europa, Alaska, Schwarzes Meer, der nahe Osten und Chinas Gewässer. Eine internationale Provokation und eine globale wirtwchaftliche Kriegserklärung im verstummten Mund der Gesellschaft!

  2. Freier Handel? England und die USA haben alle Nationen mittels Waffengewalt zum Handel gezwungen. China 1839-1842 Opiumkriege. China unterlag und wurde von England zu Handelsbeziehungen gezwungen. USA zwangen 1853 Japan mittels Kanonenbotte zu Handelsbeziehungen. Sowohl der so geannte frei Handel Weltweit als auch das gesamte Geld und Wirtschaftssystem basiert auf Waffengewalt. Das müsste ansich jedem klar sein weil warum sollte China Waren und Produktion bisher tausende Milliarden für wertloses von den USA und ENgland gedrucktes Geld produzieren. Deutschland jedes Jahr ca 60 Millarden Waren in die USA ohne Gegenleistung weil für selbst gedruckte Dollar. Das geht nur durch Bedrohung genauso wie CETA und TTIP und die EU-Kommision.

  3. Chinas kommunistische Partei sabbert vor machtgeilheit…
    Vor 40 Jahren haben die Vietnamesen China militärisch zurückgeworfen und geschlagen als China versuchte, Vietnam zu besetzen.
    Dass sich jetzt Vietnam, die Philippinen, Korea, Japan und viele andere Staaten die USA als Verbündeten gegen den chinesischen Agresssor, gegen den chinesischen imperialistischen Größenwahn liegt auch daran, dass Russland, trotz schlechter Erfahrungen mit China, die aus China drohende Gefahr drastisch unterschätzt.
    Russland sollte in dieser Krise gemeinsam mit den USA gegen China vorgehen.
    Die Interessen von Russland und den USA wie von anderen Staaten wie Vietnam liegen auf einer Linie.
    Russland, die USA und die EU können koexistieren, China will das…

  4. Die Nachricht ist jetzt nicht sooo spektakulär !
    Solche „Rangeleien“ über internationalen Gewässern finden doch öfter statt.

  5. Diese Manöver sind eine moderne form des kalten Krieges. Dadurch werden Kommunikation, Reaktionszeiten und alle anderen militärisch notwendigen Daten gesammelt . Und das auf beiden Seiten.

  6. Neopresse ist eine kommerzielle Werbeplattform für Diktaturen.
    China, Russland, Nord-Korea werden trotz nachgewiesener Menschenrechtsverletzungen,trotz offensichtlichem Faschismus immer bei Neopresse durch Propagandabeiträge positiv bewertet.
    Die „Redaktion“ schreibt zunehmend viele Beiträge und Kommentare unter Aliasnamen selbst.
    Somit wird Neopresse zum Bestandteil der Lügenpresse

    • Soweit ich weiss, werden in Diktaturen keine Wahlen abgehalten.
      Es ist auch nicht ersichtlich, wo der obige Bericht, unter dem dieser Kommentar steht, China positiv bewertet.
      Es schadet auch nicht mal einen Blick auf die Sichtweise anderer zu werfen. Denn das unsere Vorzeigedemokratien die Menschenrechte mit Füssen treten, können wir jeden Tag selbst erleben.
      Wir sehen, dass ’seriöse‘ Staaten Foltergefängnisse unterhalten (bekanntes Bsb: Abu Grhaib – Amerika) und Menschen, die Menschenrechtsverletzungen ans Licht der öffentlichkeit bringen drakonisch bestrafen (Manning – 35 Jahre Knast – während die Straftäter nicht einmal angezeigt werden), oder über die ganze Welt jagen.
      Wir sehen, das wir von Verrätern umgeben sind, belogen werden.