in Afrika

Saif al-Islam Gaddafi begrüßt die Inhaftierung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy und wiederholt sein Angebot, Beweise für Sarkozys illegale Wahlkampffinanzierung vorzulegen.

Saif al-Islam nahm damit Bezug auf die Beweise, die er 2011 Euronews in Tripolis vorgelegt hatte, und bedauerte, dass die französische Justiz sieben Jahre gebraucht habe, um tätig zu werden.

Es gebe mehrere Zeugen, die bereit seien, gegen Sarkozy auszusagen, darunter Abdullah Senussi, der frühere Chef des libyschen Geheimdienstes und Bashir Saleh Bashir, ehemals bei Libya Investment.

Laut Saif al-Islam verfüge Senussi über eine Aufzeichnung des ersten Treffens zwischen Gaddafi und Sarkozy, das vor Sarkozys Wahlkampf 2007 in Tripolis stattfand. Er könne auch über die Übergabe der ersten Geldlieferung an Sarkozys ehemaligen Stabschef, Claude Guant, in Tripolis aussagen, da er davon Zeuge war.

Saif al-Islam beschuldigte Sarkozy, ein Kriegsverbrecher zu sein, verantwortlich für die Ausbreitung von Terrorismus und illegaler Einwanderung in Libyen. Er forderte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf, das Unrecht seines Vorgängers zu berichtigen und Sarkozy wegen Verbrechen gegen Libyen strafrechtlich zu verfolgen.

Saif al Islam sagte auch zu Africanews, er sei für eine zügige Organisation von Präsidentschaftswahlen in Libyen. Er warnte vor Parteien, denen daran gelegen sei, die gegenwärtige chaotische Situation in Libyen aufrechtzuerhalten. Sollten nicht bald Wahlen abgehalten werden, hätte dies einen endlosen Krieg zur Folge.

Quelle: africanews.com

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Kommentar

  1. Ein wohl ehrenwürdiges Angebot von Gaddafis Sohn , aber doch wohl an den falschen. Gaddafis Sohn sollte unbedingt aufpassen, daß er der Macrone und dessen Strippenziehern nicht in die Hände fällt.
    Olaf Opelt
    Bundvfd.de