in Afrika

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Der Anwalt der Familie Gaddafi, Khalid al-Zaidi, hat bei einer Pressekonferenz in Tunis angekündigt, dass Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn Muammar al-Gaddafis, sein politisches Comeback plant und gerade verschiedene Orte in Libyen besucht, um mit den Stämmen das weitere Vorgehen zu besprechen.

Weiter sagte al-Zaidi, dass sich Saif al-Islam bester Gesundheit erfreue und dass die libysche Bevölkerung sehnlichst seine Rückkehr und die Bekanntmachung seines politischen Programms erwarte.

Es werde eine internationale Organisation ins Leben gerufen werden, die sicherstellen soll, dass die vormaligen katarischen Führer wie der frühere Emir Khalifa al-Thani für ihre Taten in Libyen vor dem Internationalen Gerichtshof zur Rechenschaft gezogen werden.

Khalid al-Zaidi gab am 18. Oktober sputniknews in Kairo ein Exklusiv-Interview. Hieraus einige Auszüge:

„Es gab verschiedene Berichte, dass Saif al-Islam Libyen verlassen hätte. Das ist nicht wahr. Er bespricht sich mit libyschen Stammesführern, um eine politische Lösung zu finden und die Konfliktparteien zu befrieden. Er hat Libyen niemals verlassen und er wird es auch niemals verlassen.“

Über die Verhandlungen, die gerade in Tunis zwischen dem Parlament (Tobruk) und der ‚Einheitsregierung‘ (Tripolis) unter Vermittlung des UN-Sondergesandten laufen, meinte er:

„Diejenigen, die dort verhandeln, arbeiten nicht an der Stabilisierung des Landes, sondern sie schließen Deals ab, die ihren eigenen Interessen dienen. Diese Interessen sind weit von den Interessen der normalen Libyer entfernt. Die Interessen ausländischer Staaten, die von der anhaltenden Krise in Libyen profitieren, werden bei den Gesprächen durchgesetzt.“ Weiter ließ er wissen:

„Die Libyer erwarten nichts von diesen Gesprächen, die seit sieben Jahren zu keinem Ergebnis geführt haben. Sie brachten nur Leiden, Krieg, Zerstörung und Not.“

Saif al-Islam erwarte sich keine Unterstützung von politischen Parteien, sondern er werde von den normalen Libyern unterstützt. „Alle Libyer sind bis an die Zähne bewaffnet, alle Stämme verfügen über ein großes Arsenal … Saif al-Islam wird sich darauf verlassen, dass sich die normalen Libyer am Kampf gegen den Terror beteiligen, um die Situation im Land zu stabilisieren.“

„Die Mehrheit der Stämme erwartet, dass Saif al-Islam handelt. Er ist jetzt die einzige Hoffnung für die Bevölkerung.“

Quellen:
libyaherald.com
sputniknews.com

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Dein Kommentar

Kommentar

    • Ich vermute Letzteres. Denke mal, dass die Verursacher des Chaosses in Libyen gemerkt haben, dass die dortigen Verhältnisse mit Gaddafi doch trotz allem stabiler und auch zuverlässiger waren – wenn auch nicht ganz im Sinne des Westens.

    • Das Gold ist weg . Es ist eine der ersten Handlungen der USA, das Gold eines angegriffenen Staates in die USA zubringen .
      Auf das Selbstverständliche zu hoffen, dass das Gold und die angesparten libyschen Gelder zurückerstattet werden, ist kaum realistisch und noch weniger , dass die Agressoren Wiedergutmachung bezahlen .
      Wenn der Gaddafi Junior nun den auch beteiligten katarischen Emir Khalifa al-Thani vor den Internationalen Gerichtshof bringen will, ist das ein Kniefall vor europäischen Staaten, die an der Verwüstung Libyens stärker beteiligt waren als Katar .

  1. Die denke, dass die Amis schon einen Plan ausgestaltet haben, wie sie ihn loswerden können.
    Jeder weiß es, aber keiner mischt sich ein.
    Am Anfang waren es die Indianer, dann die restliche Welt, die man unterdrücken und ins Chaos stürzen will.
    Wann nimmt das ein Ende?