in Afrika

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Ein Artikel in der Zeitung al-Araby zeigt die Beziehungen zwischen Khalifa Heftar, dem Befehlshaber der Libyschen Nationalarmee, und Israel auf. Darin heißt es, Israel liefere Waffen an die LNA und gebe Khalifa Heftar militärische Unterstützung.[1] Dieser Deal sei nach geheimen Treffen mit dem israelischen Geheimdienst, vermittelt durch die VAE, zustande gekommen. Kontakte Heftars mit dem israelischen Mossad sollen bereits seit über zwei Jahren bestehen, so sei es 2015 und 2016 zu geheimen Treffen in Jordanien gekommen.

Bei den Waffen handle es sich Präzisionsgewehre, made in Israel. Die Verbindungen seien durch gehakte E-Mails des VAE-Botschafters in den USA, die er mit einem Pro-israelischen Think-Tank tauschte, aufgedeckt und durch einen hohen Militär der LNA bestätigt worden.

Bereits 2012 habe es in New York auch zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und dem VAE-Außenminister Scheikh al-Nahjan geheime Treffen gegeben.

Algerische Medien berichten zwischenzeitlich, die algerische Regierung hätte nach dem Bekanntwerden der Kontakte Heftars zu Israel an Heftar ernste Warnungen gesandt.

Außerdem hat sich Omar al-Gawairi,  ein Minister der libyschen Übergangsregierung (Beida) mit zwei bekannten israelischen Politikern bereits letzten Monat auf der griechischen Insel Rhodos getroffen, um über die Rückkehr libyscher Juden zu verhandeln.

Und schon vor längerer Zeit wurden sechs Millionen US-Dollar für die Dienste der kanadischen Lobby-Firma Dickens and Madson bezahlt, die von einem Ari Ben-Menasche geführt wird. Ben-Menasche ist ein israelischer Geschäftsmann, der zehn Jahre lang für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hat.[2] Auf libyscher Seite unterzeichneten Agila Saleh (Parlamentspräsident Tobruk), Khalifa Heftar, Abdul al-Nadhouri und Murad al-Scharif. Dieser Vertrag wurde vom US-amerikanischen Justizministerium veröffentlicht.

Bereits in einem Artikel des Israel Defense[3] vom Februar dieses Jahres wird Khalifa Heftar zum starken Mann in Libyen erklärt. Nur er wäre fähig, Libyen vor den Islamisten und anderen Bewegungen zu retten, die eine Bedrohung für Israel darstellen. Demnach soll es auf eine Übereinkunft mit Sarradsch hinauszulaufen, bei der Heftar den Posten des Oberkommandierenden der vereinten libyschen Streitkräfte bekommt, die Regierung in Tripolis aber ihre Funktion behält.

Der Autor plädiert für ein geteiltes Libyen, zwar mit einer Armee unter Heftar, aber zwei Regierungen, eine im Osten und eine im Westen des Landes. Die beiden Landeshälften sollen durch eine Grenze getrennt und durch die Nachbarländer kontrolliert werden. Daneben soll im Land eine multinationale Truppe unter UN-Mandat stationiert werden.[4]

Fazit: Da sollen Israel, die USA, Frankreich und Großbritannien nur mal schön weiter träumen! Zwar ist es ihnen gelungen, die libyschen Staatsstrukturen mit geballter Bombenkraft zu zerschlagen, aber es wird ihnen nicht gelingen, Libyen seiner Souveränität zu berauben. Libyen und seine Menschen werden selbst über die zukünftige politische Gestaltung ihres Landes bestimmen und dies nicht fremden Mächte, die in alter Kolonialmanier ihrem Größenwahn frönen, überlassen!

Haben die USA, Großbritannien und Frankreich wirklich ein so kurzes historisches Gedächtnis? Die ganzen Kolonialkriege des vorigen Jahrhunderts, alles vergessen? Das Selbstbestimmungsrecht der Völker, abgehakt? Dafür Morden und Zerstören und Unterdrücken im Namen von Demokratie und Menschenrechten!

Anmerkungen:
[1] alaraby.co.uk
[2] libyaagainstsuperpowermedia.org
[3] israeldefense.co.il
[4] israeldefense.co.il/en

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Kommentar

  1. Bissle blind auf einem Auge? oder beiden? Lamentieren daß das lybische Volk seiner Identität beraubt werden soll durch die Kolonialisten und in Deutschland passiert genau dasselbe unterstützt duch Wellen islamischer Asylanten und Flüchtlinge mit einer fast presseweit kolportierten „Willkommenskultur“. Das ist zwar keine militärische, aber eine vehemente soziologische Gewalt. Und der deutsche Michel wählt treudoof weiter Merkel und zahlt. Also mir wäre da wichtiger zu berichten, was im eigenen Land vor sich geht. Aber gegen Israel gehts halt besser durch die „alternaitven Medien“…