in Medien

Rezension. In der Auftaktsendung des Formats ,,Positionen – Politik verstehen“ des Online-Nachrichtenportals und alternativen Mediums KenFM gewähren Experten tiefe Einblicke und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zur Geo­po­li­tik, den US- Krie­gen in der Ukrai­ne und in Nah­ost und zur stei­gen­den Kriegs­ge­fahr in Eu­ro­pa, die eher abseits der Mainstream-Deutung stehen.

Darüber hinaus sind die zu­neh­mend von Pro­pa­gan­da und Zen­sur (Blo­cken von Le­ser­kom­men­ta­ren, po­li­tisch mo­ti­vier­te Aus­wahl von Bei­trä­gen und Jour­na­li­sten) ge­präg­te Si­tua­tion in den von Ein­fluss­agen­ten und Lob­by­is­ten durch­setz­ten Leit­me­dien sowie Denk­ver­bo­te in Par­tei­en und Po­li­tik Thema der Sendung.

Gut 2,5 Stun­den, das ist na­tür­lich hef­tig, das ist mehr als nur ein di­ckes Brett oder ein har­tes Stück Holz, das man zu bohren hat, das ist schon ein ausgewachsener Baum­stamm. Die 4 Ge­sprächs­teil­neh­mer und der Mo­de­ra­tor ver­ste­hen es je­doch fa­mos, die Sen­dung stets un­ter­halt­sam, kurz­wei­lig und an­re­gend zu ge­stal­ten. Und das ganz ohne mit­ein­an­der in Streit zu ge­raten oder gar über­ein­an­der her­zu­fal­len.

Da­mit ist die­se Sen­dung nicht nur in­halt­lich un­ge­mein in­te­res­sant und auf­schluss­reich, son­dern auch ein großartiges Bei­spiel für ei­ne an­de­re Ge­sprächs­kul­tur, wie man sie in Po­li­tik und Me­dien schon gar nicht mehr kennt: authentisch, von gegenseitigem Respekt geprägt und dennoch atmosphärisch dicht und stimmungsvoll . Denn bei den her­kömm­li­chen Fern­seh­dis­kus­sio­nen geht es ja in al­ler Re­gel eben nicht um die Sa­che und schon gar nicht um die Auseinandersetzung mit und das Ver­ständ­nis für un­ter­schied­li­che(n) Po­si­tio­nen, son­dern aus­schließ­lich um Besserwisserei und po­le­mi­sche Zu­spit­zung als Mit­tel zur einseitigen Durch­set­zung von Kli­en­tel- Po­li­tik und spe­zi­fi­schen In­te­res­sen.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass das Video auf You­Tube so ein Hit ist. 180.000 Auf­ru­fe in we­ni­ger als 10 Ta­gen ist für ei­nen Po­lit­talk nicht so übel. Aber nicht al­lei­ne des­halb soll­te man sich die Sendung an­tun, egal ob von An­fang an bis zum bit­te­ren En­de oder ob man ein­fach mit­tendrin ­reinspringt ins eiskal­te Was­ser: Ei­nen ver­gleich­bar aus­führ­li­chen, fun­dier­ten und wirklichkeitsnahen Über­blick über den Krieg in der Ukrai­ne und die Kon­flik­te in Nah­ost sowie die tatsäch­li­chen Hin­ter­grün­de und Im­pli­ka­tio­nen wird man sich kaum an­derswo ver­schaf­fen kön­nen. Und in den Main­stream- Leidme­dien, die seit anderthalb Jahren unbeirrt von aller Kritik ihre transatlantische Propagandaplatte von morgens bis abends rauf und runter dudeln, schon mal gar nicht.

Die Ge­sprächs­teil­neh­mer sind: Wil­ly Wim­mer, CDU- Ur­ge­stein, ehe­ma­li­ger Vi­ze- Prä­si­dent der OSZE / KSZE und Au­tor des Bu­ches „Wie­der­kehr der Ha­sar­deu­re“; Mat­hias Brö­ckers, TAZ- Mit­be­grün­der und Au­tor des Bu­ches „Wir sind die Gu­ten“; Dirk Pohl­mann, Do­ku­men­tar­fil­mer für ARTE und ZDF und Dr. Da­nie­le Gan­ser; Hi­sto­ri­ker und Frie­dens­for­scher aus der Schweiz, sein be­kann­tes­tes Buch: „NATO- Ge­heim­ar­meen in Eu­ro­pa – Ins­ze­nier­ter Ter­ror und ver­deck­te Kriegs­füh­rung“. Moderator der Sendung ist der ehemals bei Radio Bremen tätige Ken Jeb­sen.

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Kommentar

  1. Ausstellung über die Verbrechen Israel darf nicht in Zürich statt finden. Kölner Ausstellung wird von der jüdische Botschaft verhindert. Aber einer aus der Clan Busch die 2 Weltkrieg KZ Auschwitz&Holocaust Antisemitismus zerstörung Deutschland Europa bis 9/11 Irak NWO auf ihre familien Geschichte prägt hat, ist darf Europa BRD in ehre Willkommen sein. Grauenvolle Dunkelheit Westen bzw Finstere Zeitalter der Jahrhundert Tragödie im Westen, wird immer noch Dünckler, Schmutzig….Eckelhaft! .. Nur wenn Europäische Völker, Nationen, Länder sich für eine Union der Europäische Völker gegen „Holocaust World Ordnung der Oligarchie Hegemonie“ sich für Demokratische Volksentscheid entscheiden = CCCP 21 jhh einigen, eingehen bzw in ihre neue Verfassung direkte Demokratische Reformen, Referendum, Revolution, Republik = DDR manifestieren, (siehe teilweise Schweiz) erst dann beherrschen oder entscheiden sie auf ihre Kontinent, so wie in ihrem Regionale Kommunen.

  2. Ja, das Video ist ein toller journalistischer Beitrag. Dort werden gnadenlos Besatzerstrukturen offengelegt und kritisiert. So etwas bringen die Staatsmedien nicht.

    Wir erleben gerade einen entstehenden fazinierenden Gegenjournalismus im Internet. Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein!

  3. Sehr gute und spannende Unterhaltung, die wichtige Informationen zu der verbotenen Frage „Warum Krieg?“ liefert.
    Sollte Pflicht in jedem Geschichtsunterricht sein!

  4. Diese Gesprächsrunde zu Krieg und Frieden in Europa ist ein Durchbruch in der deutschen Mediengeschichte.
    Hier wird das gezeigt, was man seit gefühlt 20 Jahren im öffentlich-rechtilichen wie im privaten Fernsehen in Deutschland vermißt:
    Ein ruhig geführtes Gespräch zwischen vier hochkarätigen Studiogästen und einem sich selbst zurücknehmenden Moderator, bei dem man als Zuschauer spürt, daß es hier um das gemeinsame Beleuchten eines hochbrisanten Themas geht, um ein gemeinsames Ringen um Wahrheitsfindung. Man gewinnt den Eindruck, daß sich jeder der grundverschiedenen Charaktere genau dann einbringt, wenn er zu einem Einzelaspekt das Gespräch bereichern kann, und sich jeder zurücknimmt, wenn das Staffelholz bei einem anderen in der Runde…

  5. Da in dem Gespräch wirklich hervorragend auch auf die Rolle der Medien und deren vorauseilenden Gehorsam eingegangen wird und z.B. die Zeitungen ohnehin regelmässig Auflagenverluste in Kauf nehmen müssen kann als kleine Erleichterung, als Trost u.a. dieser Suchbegriff empfohlen werden:

    Zeitungen verlieren Auflage

    bzw.:

    US Zeitungen verlieren Auflage

    Dazu gibt es jede Menge Artikel, diese Entwicklung
    lässt sich längerfristig zurückverfolgen. Ein bisschen
    Googeln in dieser Hinsicht ist jedenfalls besser als
    sich zu ständig nur zu ärgern, zu frustrieren.
    Dieser Trend wird sich übrigens fortsetzen, der Reihe
    nach werden dann auch, wie in den USA, die
    gehorsamen Journalisten abrupt vor die Tür gesetzt.

    • Um gleich auch noch ein Beispiel zu bringen wie es
      aussieht wenn Journalisten entlassen werden in den
      USA, hier ein Artikel über die Entlassungen bei
      USA Today.
      Bei Entlassungen fallen die Leute dann wirklich aus
      allen Wolken wenn sie erleben wie von einer Minute
      auf die anderen sie alle Bedeutung verloren haben.

      Dem Jammer, wie hier ersichtlich, kann man sich
      anschliessen, in Tränen ausbrechen, oder dabei auch
      mal die andere Seite von Zynikern, Leuten die nie
      an irgendwelche Konsequenzen, kritische Reflektion
      gedacht haben, kennen lernen. Ähnliche Heul-
      nummern würden auch deutsche „Journalisten“
      abziehen wenn sie mal überflüssig werden.
      http://ajr.org/2014/09/05/total-bloodbath-usa-today-journalists-recount-layoffs/

  6. Die hohen Klickraten auf Youtube sind immerhin ein Beleg dafür, dass hierzulande offenbar ein enormer Bedarf an ungefilterten Informationen durch unabhängige Köpfe besteht, der vom etablierten Journalismus nicht abgedeckt werden kann. Das gewohnte Format einer Talkrunde in ungewohnter sachlich- fachlicher Qualität mag ein Übriges tun. Bleibt zu hoffen, dass derartige Produktionen dann nicht nur in alternativen Zirkeln Ehrenrunden drehen, sondern tatsächlich den Weg zum Mainstream- Publikum finden…

  7. Diese Runde bei Ken Jebsen mit diesen rundum klugen kritischen Teilnehmern ist das beste an historischem Überblick und politischem Engagement, was seit langer Zeit zu sehen war.

    Sehr spät aber dann doch sehr deutlich konzentrierte die Runde sich darauf, was jeder Einzelne, der sieht, wie wir in den nchsten Krieg getreiben werden, praktisch tun kann.

    Das wichtigste ist, dem Volk die sachliche Entscheidung in allen wichtigen Fragen zu geben. Es wurde gesagt, dass dies die Rückkehr zur Demokratie sei. Bevor die Politik und die Medien nur noch verlogen wurden, konnte man wirklich meinen, dass wir nach dem II.Weltkrieg eine Demokratie gehabt hätten. Tatsächlich ist die direkte Demokratie jedoch ganz neu! Aber sie ist die einzige Lösung!