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Egal wie man es nennt, ob Desinformation, Propaganda, Gegenpropaganda, Trolling oder Hasbara, das Ziel ist immer das gleiche: die Manipulation der breiten Öffentlichkeit zugunsten der gewünschten Politik, häufig in Zeiten des Krieges und anderen Krisen.

Natürlich ist diese bestimmte Kunst der Manipulation nichts Neues und wahrscheinlich so alt wie das Kriegshandwerk selbst. Was sich aber in den letzten 15 Jahren verändert hat, ist die prominente Rolle die die Propaganda in den Medien eingenommen hat. Nicht dass die Medien nicht schon vorher von der Politik für Propagandazwecke missbraucht wurden, sondern dass sich die Medien selbst mit diesem Thema befassen und es eine immer prominentere Rolle einnimmt.

Schuld daran ist die Konkurrenz die die etablierten Medienunternehmen erhalten haben und die bis Mitte/Ende der 1990er Jahre als seriös, unabhängig und als Inbegriff der Wahrheit (sprich Meinungsbildung) galten. Wenn CNN, BBC oder Reuters (nur um sie als Beispiele zu nennen) etwas über ein Thema berichtet haben, wenn sie in Krisenzeiten das eine Land als die „Guten“ und ein anderes Land als die „Bösen“ darstellten, dann haben die Menschen das grösstenteils einfach geglaubt. Es war die subjektive Wahrheit für uns.

Mit Aufkommen von neuen TV-Sendern die in der Seriösität und Professionalität diesen alt etablierten Medienunternehmen in nichts nachstehen, wurde plötzlich die Berichterstattung gerade bei diversen Krisen auf der Welt in Frage gestellt. Dieser Effekt wurde noch zusätzlich durch das Internet massiv verstärkt.

Die Menschen hörten nun zwei oder mehr Varianten zu einem Thema oder zu einer Krise. Welche Variante war aber die Richtige? Gibt es überhaupt nur die eine Wahrheit? Und die entscheidende Frage: wer entscheidet welche Wahrheit die Richtige ist??

Da sämtliche alt etablierten Medienunternehmen aus dem Westen kame und den globalen Medienmarkt kontrollierten, und damit gewissermassen das Monopol über die „einzig wahre Wahrheit“ besassen, kam die neue Medienkonkurrenz aus Ländern die früher entweder zu den „Feinden“ zählten oder die man schlichtweg einfach nur belächelt hatte.

Mit den prägenden Ereignissen der letzten 15 Jahren wie zum Beispiel 9/11, die amerikanische Irak Invasion, der Krieg gegen den Terror, Terroranschläge oder Finanzkrise, standen insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika massiv in der Kritik weil sie in sämtlichen Krisen in irgendeiner Art und Weise verwickelt waren. Durch die negative Berichtererstattung der neuen Medien, der massiven Kritik auch an den westlichen Medien die durch Enthüllungen belegt wurden und zu Kundenverlusten und damit finanziellen Einbussen führten, ging man in die mediale Offensive und beschuldigte die „Neuen“ der Propaganda. Es war nur eine Frage der Zeit bis auch die Politik auf diesen Zug sprang.

Wer von nun an seine Bevölkerung zu einem bestimmten Thema „lenken“ wollte, musste sicherstellen dass seine Wahrheit auch die einzig richtige blieb, selbst wenn Hinweise oder Fakten auftauchten die genau das Gegenteil behaupteten. Diese Stimmen galt und gilt es auch heute auszuschalten. Und da wir (noch) in einer Demokratie leben, können diese Stimmen nicht so einfach wie bei einem totalitären Regime zum Schweigen gebracht werden. Es müssen also andere Methoden angewendet werden, die die Einbeziehung von sämtlichen bekannten und noch in Entwicklung stehenden Kommunikationsmittel beinhalten. Das Ziel ist die „Informations-Dominanz“ die durch diese Methoden erreicht werden soll.

Was für Methoden das sind, erklärte der ehemalige US-Botschafter in Saudi Arabien, Chas Freedman Jr., bei einem Vortrag am 01.12.2012 in Moskau. Er konzentrierte sich dabei auf israelische Variante der „Informations-Dominanz“, die als Hasbara besser bekannt ist. In diesem Vortrag ermöglicht Freedman einen äusserst interessanten Einblick in die Welt der Propaganda, die gerade in der aktuellen Krise in und um die Ukraine für uns alle sehr wichtig ist und deutliche Charakteristika der israelischen Hasbaratechnik aufweist. Deshalb hier meine Übersetzung dieses Vortrages von Chas Freedman Jr.:

„Viele Diskussionsthemen wurden für diese Sitzung vorgeschlagen. In dieser kurzen Zeit die mir als Redner zusteht, möchte ich gerne einige Gedanken über die Kontrolle des Narrativs sowie die Manipulation von Informationen äussern, welche als wesentliche Elemente der modernen Kriegsführung gelten. Die Israelis nennen das „hasbara“. Da sie ohne Zweifel die fähigsten zeitgenössischen Praktiker dieser Kunst sind, erscheint es als angebracht auch das hebräische Wort dafür zu nutzen. Und während Israel`s kürzlicher Krieg (November 2012 gegen die Palästinenser in Gaza) erst vor zehn Tagen zum Ende kam, werde ich einige wenige Beispiele dieses Krieges zitieren um meine wichtigsten Punkte zu illustrieren.

Bevor ich zu den Einzelheiten komme, lassen Sie mich eine grundsätzliche Beschreibung von Hasbara und ihren Zwecken erläutern. Hasbara wird für gewöhnlich als „Erklärung“ übersetzt. Damit wird man dem Konzept aber nicht gerecht. Hasbara verbindet Informations-Kriegsführung mit den strategischen Bemühungen des Staates, um die Einheit an der Heimfront zu stärken; um sich die Unterstützung von Alliierten zu sichern; Anstrengungen zur Bildung von feindlichen Koalitionen zu stören; um die Art und Weise zu bestimmen wie die Angelegenheiten von den Medien, Eliten, sozialen Netzwerke definiert werden; um die Parameter eines politisch korrekten Verlaufs zu setzen; um Kritiker und deren Argumente zu delegitimieren; und um das allgemeine Verständnis und Interpretation der Ergebnisse von internationalen Verhandlungen zu formen.
Hasbara ist facettenreich und dem digitalen Zeitalter gut angepasst. Es verkörpert eine öffentlich-private Partnerschaft in welcher der Staat führt, und entschlossene Freiwillige folgen um eine Informationsstrategie umzusetzen. In ihrer Reichhaltigkeit und Komplexität trägt es die selbe Beziehung zur eindimensionalen öffentlichen Diplomatie, wie es eine weitsichtige Strategie gegenüber den Plänen zum Wahlkampf tut.

Hasbara hat ihre Wurzeln in früheren Konzepten von Propaganda, Agitation und Zensur. Wie diese, ist es eine Kommunikation zur Beeinflussung von Erkenntnis und Verhalten durch Manipulation von Wahrnehmung einer Sache oder Position mit einseitigen Argumenten, abträglicher Substanz und emotionalen Appellen. Im Gegensatz zu ihren Vorläufern versucht Hasbara nicht nur nationale Sorgenbilder zu polieren oder zu trüben, oder nur Informationen zu liefern welche ihren Thesen entsprechen. Es versucht aktiv den Kanon der „politischen Korrektheit“ in nationalen wie ausländischen Medien und Zuhörerschaft einzuschärfen, welche dann von ganz alleine eine Selbstzensur fördern werden. Es strebt damit an, die Bereitschaft des Publikums zu verringern um Informationen im Zusammenhang mit politisch inakzeptablen Standpunkten, Einzelpersonen und Gruppen zu betrachten, sowie die Verbreitung von negativen Informationen in sozialen Netzwerken zu hemmen.

Bisherige Bemühungen von Staaten zur Bildung von einheimischer und ausländischer Meinung, hing von der Produktion von überzeugenden Informationen ab, sowie vom Bemühen das Publikum vom Zugang zu widersprüchlichen Informationen abzuhalten indem man die Zufuhr duch Zensur, Störung und anderen Techniken unterbrach. Im Gegensatz dazu unterstellt Hasbara den freien Informationsfluss innerhalb eines offenen Meinungsumfeldes. In diesem Kontext versucht es aber das selektive Zuhören zu fördern. Dessen Zweck ist die Nachfrage nach Informationen einzuengen, nicht deren Fluss. Obwohl Hasbara Anstrengungen enthält, den Zugang zu Informationen durch eine weite Auswahl von Techniken zu behindern welche an die neuen Informationstechnologien angepasst sind, fokussiert es sich doch darauf dem Publikum die Empfänglichkeit für Informationen zu begrenzen.

In diesem Kontext erkennt die Hasbara die Kontrolle des Narrativs als eine potente Waffe an. Das Narrativ ist ein Element der Rhetorik. Es definiert den Kontext. Wenn es erfolgreich eingesetzt wird, bietet es einen kognitiven Filter. Das Narrativ bietet einen umfassenden Rahmen zur Verbindung und Interpretation von Anlässen. Sie untermauern „Gruppendenken“, gründen Basislinien zur Konformität und damit für Ausgrenzung.

In der Politik ist die Wahrnehmung die Realität. Das Narrativ legitimiert jene Wahrnehmung und delegitimiert eine andere. Erzählungen können herangezogen werden, um auferlegte Stereotypen durch vorteilhafte oder ungünstige Etikettierung von Informationen zu verstärken. Solche Etikettierung dient dazu, dass die Empfänger von Informationen manche Dinge als glaubwürdig akzeptieren, manche als unglaubwürdig, und wieder andere als so unplausibel und falsch, dass diese ausgeschlossen und ignoriert werden. (Ganz nebenbei gesagt, das Festhalten an Narrativen ist der übliche Grund für das Scheitern von Geheimdiensten – die Unfähigkeit Beweise zu akzeptieren oder nicht einmal zu erwägen, dass irgendetwas ausserhalb der gefestigten Meinung im Begriff ist zu passieren.)

Wie die kürzlichen Kämpfe in Gaza zeigen, hat der moderne Staat eine weites Arsenal von Möglichkeiten zur Verfügung, um Narrative zu gestalten und sie zu erhalten. Israel kündigte den Krieg auf Twitter an. Israelisch kontrollierte oder geführte Quellen fütterten dann amerikanische Medien mit Stichpunkten, welche dann ohne Hinterfragung von zuvor konditionierten Journalisten und TV-Sendungen übernommen wurden. Zusätzlich zu den traditionellen Techniken wie Agitation, Desinformation und Propaganda in konventionellen Medien, hat der israelische Hasbara-Apparat seinen Schwerpunkt auf mehr fokussierte Kommunikationskanäle gelegt wie Facebook, Twitter und YouTube. Sie überschwemmten das Publikum mit Informationen welche vorteilhaft für ihre Zwecke waren und unterdrückten andere Informationen welche ihren Thesen wiedersprach. Das spiegelte vorsichtige Notfallplanung und Vorbereitung wieder.

Öffentliche Meinung wird vermehrt durch Social Media geformt. Der Staat von Israel hat eine zivilisierte Regierung und Militäreinheiten organisiert, um diese Möglichkeiten zu nutzen wie beispielweise Websiten zu designen, Social Media Konten zu gründen und Nachrichten von falschen Absendern zu versenden. Sie haben gelernt wie man Browser Funktionen, Suchmaschinen Algorytmen und andere automatisierte Mechanismen manipuliert, die die Informationen kontrollieren welche dem Internetnutzer präsentiert werden. Solche Manipulationen können sicherstellen, dass gewisse Kommentare und Informationen entweder als Treffer bei der Suche gezeigt werden oder eben nicht.

In einigen Ländern, wie den Vereinigten Staaten, kann sich Israel auf eine „Fünfte Kolonne“ von Aktivisten und Sympathisanten verlassen um ihre Nachrichten zu verstärken, Aussagen zu widerlegen und diskreditieren welche ihren eigenen Argumenten und Fakten entgegengesetzt sind, sowie die moralische Stellung von denjenigen anfechten, welche solche Aussagen gemacht haben. Israel nutzt diese Möglichkeiten äusserst intelligent welche sich bei der öffentlich-privaten Propagandabeziehung auftun. Hier ein passendes Beispiel: die „Jewish Agency“ für Israel sponserte ein online „Hasbara Handbuch“ für Studenten rund um die Welt um es für israelische Zwecke zu nutzen.

Das „Hasbara Handbuch“ erklärt viele Standardtechniken der Propaganda und der rhetorischen Täuschung. Es lässt spezifische Argumente und Konterargumente einstudieren, und zeigt ein Programm zum Training von Befürwortung und Widerlegung auf. Es unterstreicht auch die Wichtigkeit der Etikettierung oder „Beschimpfung“ – also die Verknüpfung von einer Person oder einer Idee zu einem negativen Symbol. Das Handbuch selbst versteht sich in einem grösseren Kontext. Es würdigt die Arbeit von „CAMERA“ (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America), eine Organisation berüchtigt für deren Boshaftigkeit in Rufmordkampagnen gegen viele, die Israel kritisieren oder Berichte von Geschehnissen verbreiten welche von der offiziellen israelischen Erzählung abweichen, in dem sie als „anti-semitisch“ oder „selbst-hassende Juden“ gebrandmarkt werden. Es hält fest, dass CAMERA ein kostenloses Monatsmagazin verteilt welches voll von aktuellem Hasbara Material für jüdische Studenten in den Vereinigten Staaten ist. Eine ungeahnte Anzahl von Israel-orientierten Think Tanks bieten ähnliche Anleitungen online an, wie es auch viele Websiten in Israel selbst tun.

Nebst dem sehen es viele amerikanische Rabbis als ihre Pflicht an, ihre Gemeinde zu Israel`s Verteidigung zu versammeln. Ein typisches Beispiel war ein Rabbi, der, als die Kämpfe in Gaza begannen, seinen New Yorker Gemeindemitglieder einschärfte dass sich „jeder selbst gut informieren soll um die Möglichkeit zu haben, Israel`s Fall klar und zwingend zu artikulieren… Das ist wichtig… Kein schräger Zeitungsartikel oder Berichterstattung oder elektronischer Report der nicht balanciert und unfair ist, darf unangefochten bleiben. Jene Medienorgane welche ständig anti-Israel sind, sollen mit Briefen und E-Mails überflutet werden wenn ihre Geschichten und Bilder ein Porträt malen, welche wir wissen dass es anders ist. Gespräche am Wasserspender, in Fitnessclubs und insbesondere an Feiertagsparty`s, dies alles sind Herausforderungen für uns. Bleibt informiert und lasst eure Stimme erhört sein.“

Während der Kämpfe in Gaza versuchte Israel sich immer als unschuldiges Opfer von Hasserfüllten Arabern zu porträtieren. Zumindest in den Vereinigten Staaten waren sie mit diesem Vorhaben erfolgreich. Trotz der Tatsache das Israel die Eskalation initiiert hat welche schliesslich zum Krieg führte, tausend mal so viele Tonnen von Munition auf Gaza abgeworfen hat als von Gaza nach Israel abgefeuert wurden, einen Gegner vor sich hatte der über keine Luftverteidigung verfügte aber selbst über eine der weltbesten Luftwaffen verfügt, und dann demonstrierte wie die eigene Luftabwehr die selbstgebastelten Raketen von Gaza aus abfing, und dann 32mal so viele Bewohner von Gaza tötete als Israelis getötet wurden; trotz alledem haben die meisten Amerikaner diese Sache als Israel`s Recht auf Selbstverteidigung gegen Raketenangriffe bezeichnet. Fast niemand hat die Tatsache erwähnt, dass Gaza bereits 8 Jahre unter israelischer Belagerung stand bevor es zum Ausbruch der letzten Kämpfe kam.

Sobald der ägyptische Präsident Mohammed Morsi einen Waffenstillstand zwischen Israel und den Behörden der Hamas in Gaza arrangierte, setzten sich die israelischen „Hasbaristas“ in Bewegung um den Gazakrieg in zuvor unerwähnten (und komplett fiktiven) Bezug zum Iran zu verbinden, welchen die Hasbara bereits vorher dämonisiert hat.

Israel ist ein kleines Land, umgeben von Feinden und abhängig von kontinuierlichen Subventionen und militärischer Unterstützung der Vereinigten Staaten. Wie auch immer man die Weisheit von Israels Politik oder deren Mangel bewertet, es kommt nicht überraschend in diesem Kontext dass Israel den Weg anführt, um die Wichtigkeit des Informationskrieges zu verstehen und neue Konzepte zu entwickeln wie man sie leitet. In moderner Kriegsführung kann das Kommando über die Informationsumgebung ebenso wichtig sein wie die Kontrolle über das Schlachtfeld.“

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Es kommt noch soweit dass man nichts und niemanden mehr trauen kann um an vernünftige informationen zu kommen.

    DOnt trust anybody, not even yourself!

  2. Der Artikel schwimmt schön an der Oberfläche. Wer steckt in dem Medienmonopol weltweit ist die Frage, wer steckt hinter dem Bankenmonopol privater Zentralbanken und wer steckt hinter der Entwicklungsbremse für die Wissenschaft?

    Parasiten?

    Welche Organisationen oder Länder können sich aus eigenen Kräften nicht entwickeln und müssen andere ausrauben – z.B. mit Kriegen, Ketzerverbrennungen etc.?