in Gesellschaft

Wussten Sie, das sie genudged werden, wenn Sie ihre vier Wände verlassen und, z.B., in den Bus steigen und Sätze lesen müssen, wie, „gute Fahrgäste steigen vorne ein!“ Oder, wenn sie den Fernsehapparat einschalten, um in der Serie ihrer Wahl Verhaltensregeln gezeigt bekommen, die von ihren Lieblingsschauspielern dargeboten werden. Wo oft das Bild der guten westlichen Demokratie über alles andere gestellt wird, und wer wäre nicht gerne, wie George Clooney, Brad Pitt, Angelina Julie & Co.?

Wikipedia. Nudge (engl. für Stups oder Schubs, Plural: nudges) ist ein Begriff der Verhaltensökonomik, der maßgeblich durch den Wirtschaftswissenschaftler Richard Thaler und den Rechtswissenschaftler Cass Sunstein und deren Buch Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness (2008, dt: Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt) geprägt wurde: Unter einem Nudge verstehen die Autoren eine Methode, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen.

Die Botschaften sind simpel und dringen mittels Alphazustand des TV Konsums bis in die hintersten Ecken des Bewusstseins. Hier schlummern sie emotional verknüpft, bis ähnliche Situationen in der Realität auf Resonanz treffen. Et voila! Nudging – man wird regelrecht in die richtige Richtung geschubst – doch wer schubst einen wohin?

Woher stammt nudging?

Nudging wurden an der Elite-Uni Harvard erforscht. Die Finder, Richard Thaler und Cass Sunstein, zeigen sich stolz, diese „gewaltfreie“ Form der Beeinflussung gefunden zu haben. In einem Interview sagte Richard Thaler, das Nudging die Menschen besser machen würde, das einige Menschen lediglich einen Schubs davon entfernt seien, besser zu werden, als zuvor. Hybris oder Wahrheit? Die Frage bleibt, wer entscheidet, wohin geschubst wird?

Um das für sich selber besser beantworten zu können, benötigen wir mehr Informationen, oder nudge ich sie bereits und stupse sie in Richtung meiner Ausführungen!
Zunächst sollten wir uns klar darüber werden was Harvard ist. Harvard ist eine der ältesten Elite-Unis Amerikas. Gegründet von englischen Kolonisten, die zu Ehren John Harvard, einem puritanischer Theologen, der 1637 nach Neuengland emigrierte und früh verstarb, seinen Namen erhielt.

Die englischen Kolonisten waren auch die ersten Exzeptionalisten, da sie Neuengland, Amerika, als das gelobte Land ansahen, „die Stadt auf dem Hügel, die von der ganzen Welt beobachtet werde“. Ihre Strahlkraft sollte/soll richtungsweisend für die ganze Welt sein. Die englischen Kolonisten haben ihren Job gut gemacht, denn genau so, 380 Jahr später, sieht es aus. Amerika First, God´s own Country, Amerika – Amerika, die Lichtgestalt, unserer global vernetzten Welt.

Zauberschule Harvard vs Hogwart

Es existiert eine interessante Analogie zwischen Hogwart, der Zauberschule in „Harry Potter“ und Harvard. Hogwart befindet sich in einer Art Nebendimension und kann von den Muggles, das sind Menschen ohne magisches Talent, nicht auf normalen Weg erreicht werden. In Hogwart bedarf es einer bestimmten Ressource, um als Student aufgenommen zu werden. Die Magie! Nach Harvard kommt man nur, wenn ein dickes Scheckbuch, ein Stipendium, oder Vitamin B vorhanden sind. Bei beiden findet eine Auslese statt.

Ausserdem rücken die Harvard-Absolventen in Kreise auf, die ebenso magisch abgeschirmt werden, wie es Hogwart auch wird. Die Zauberer in Harry Potter funktionieren systemerhaltend, in dem die Welt der Muggles nichts von den Kämpfen der Zauberwelt erfährt. Sie bilden eine Elite, die beschützend einwirkt. Harvard formt Systemlinge, die ebenfalls systemerhaltend tätig sind, und wenn dabei herauskommt, die Bevölkerung, den eigentlichen Souverän, glaubte man Politikern, in die richtige Richtung zu stupsen! Wobei die Frage, was die richtige Richtung ist und wer das bestimmt immer noch nicht geklärt wäre.

Was macht nudging so interessant?

Es ist offenkundig, totalitäre Systeme, mit ihren Abschreckungsapparaten, wie Gestapo, Stasi, etc., haben einen schlechten Kosten-Nutzen-Faktor. Sie sind auf Dauer zu teuer und sorgen, auf Grund ihrer innenwohnenden Ungerechtigkeit für Aufstände sowie revolutionäre Kräfte.
Nudging nutzt Softpower und unterläuft das Radar des Empfängers. Der Empfänger bekommt den Stups nicht mit, denn er wird so subtil ausgeführt, das unsere Sensoren den Stups nicht wahrnehmen.

Nudging nutzt die Psychologie des Menschen, um ihn zu beeinflussen – so werden beim nudging bestimmte tschilp-Reflexe angesprochen, wie z.B. der Schrei eines Babys, der umgehend Frauen und Männer alarmiert und ins Handeln zwingt. Der Reflex wird nicht hinterfragt, weil es so dringend ist – und genau diese Reflexe werden genutzt und sie haben von uns eine ganze Landkarte von tschilp-Reflexen, damit wir blind folgen. Denken Sie mal darüber nach, welche tschilp-Reflexe das sein können.

Diese können unterschiedlichster Natur sein. Die Auswüchse finden Anwendung in der Werbung und in der Propaganda, um beeinflussend zu einzuwirken. Sie entmachten uns da, wo wir wahrscheinlich aus eigenem Ermessen ähnlich gehandelt hätten, aber auch an Stellen, wo wir entschieden dagegen gehandelt hätten und wer kann darüber einen Überblick behalten, das nudging nicht missbraucht wird.

Nudging funktioniert wie Leitplanken, die uns immer stromlinienförmiger machen und das Beeinflussen beschleunigen sollen. Früher, zu anlogen Zeiten wurden noch Reden der Überzeugung geschwungen, doch heute wird die Abkürzung über das Nudgesystem genommen. Und wollen Sie das, wollen Sie entwusstet werden? Sie nutzen das Fernsehen und nudgen uns wo es nur geht, versteckt in Serien, werden wir auf zukünftige Zustände vorbereitet. Nicht umsonst handelt jede dritte Serie von apokalyptischen Ausmaßen – nicht das ich glaubte, das Zombiezeitalter würde kommen, aber Befehlsstrukturen, die in Serien immer militärisch gezeigt werden, als die Rettung, werden vorbereitet. Machen Sie sich ihr eigenes Bild!

Was steht am Ende allen Nudgens?

Genau weiß ich das auch nicht, aber es ist sicher nichts gutes, wenn man zu solch Mitteln greift. Der Mensch will mündig sein und über sich selbst bestimmen, zumindest so weit es als soziales Sippenwesen möglich ist. Natürlich kann es helfen, weniger Fernsehen zu schauen oder zumindest einen bewussteren Blick auf das Ganze zu erhalten, denn dann kann passieren, das sie ent-täuscht werden. Sie würden wahrscheinlich die Nudger und das Nudging erkennen, so, wie im SciFi-Film von John Carpenter, „Sie Leben“, in der ein Mann in den Besitz einer speziellen Brille gelangt, durch die er die Manipulation erkennt. Zunächst schmerzten seine Augen, sein Kopf, doch mit der Zeit sah er immer klarer – und damit sollte jeder beginnen.

Machen Sie sich bewusst, das sie manipuliert werden und das die Manipulation umfassender ist, als sie es für möglich halten, denn dann erhalten Sie einen angemessenen Blick auf die vorherrschende Situation. Natürlich soll hier kein paranoides Bild aufgezeichnet werden, sowie die Annahme, in Rauchmeldern seien Kameras untergebracht – doch im Zeitalter, einer voranschreitenden digitalen Überwachung, durch die mannigfaltigen digitalen Gerätschaften, die in unserem Besitz sind, plädiere ich für digitales Offline.

Nudging soll den Menschen besser machen!

Was heißt besser? Besser heißt in dem Zusammenhang, das der Mensch weniger kritisch gegenüber dem vorherrschenden System sein soll, dass er sich im gesetzten Rahmen des Systems konform verhält. Wenn Sie nun innerhalb dieses Rahmens stehen, wer hat diesen Rahmen gesetzt? Hier kämen wir schnell auf die Regierung, die ein Interesse daran hat, das der Laden läuft. Eine Regierung, die gemäß aller Verfassungen vermeintlicher Demokratien, den Souverän vertritt, aber den Souverän manipuliert, damit der Laden besser läuft, begibt sich auf undemokratisches Terrain.

Es ist doch die Kritikfähigkeit, die Demokratie erst ermöglicht. Ohne Annahme und Implementierung von Kritik, keine Demokratie! Nudging gibt doch nur Sinn, wenn der Laden nicht läuft, wenn Maßnahmen ergriffen werden müssen, die unbequem sind und jetzt schließt sich der Kreis, für was das Nudging erforderlich ist. Nudging ist ein Tool, um die herrschende Struktur beim Umbau zu schützen! Für gigantische Umstrukturierungen, bargeldlos ins 22 Jahrhundert auf Grund von Überschuldung, gläserner Mensch, Kollaps einer unsinnigen Wirtschaft, die sich selbst zu Tode gewirtschaftet hat, gefangen im Konsum einer entseelten Hybris. Weltweite Verarmung, ein gigantischer Reset.

Das klingt düster, birgt aber auch die beste Chance für ein besseres Danach und das ist die Komponente die Hoffnung bereitet, der Mensch will sich immer in eine bessere Welt hinbewegen. Das lässt alle faschistischen Regime, Imperien, Allmachtsphantasien auf lange Sicht scheitern!

Also! Werde bewusst! Werde dir bewusst! Werde der Erde bewusst! Werde der Wesen der Erde bewusst. Dafür braucht es kein nudging, sondern den klaren und bewussten Blick eines beseelten Wesens. Nur wenn du die Schönheit in dir selbst entdeckst, wirst du sie im Außen erkennen und erkennst Du sie im Außen, verändert sich dein Handeln!

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14 Kommentare

  1. Nudging ist mehr als ein HINSTUBSEN in eine gewünschte Richtung. Es ist auch nicht beschränkt auf verdeckte Formen der unterschwelligen Beeinflussung von Entscheidungen Dritter. Auch in der Erziehung ist Nudging seit je her in verschiedener Weise üblich, besonders da wo aufdringliche Ermahnungen und Belehrungen unmodern geworden sind. Das deutsche Wort GÄNGELUNG passt besonders gut in das Begriffsschema. Nudging ist ein durchweg schädliches soziales Verhalten. Es braucht einen arroganten Täter, der bei seinen Opfern nach Schwächen sucht. Der Täter sebst braucht eine Machtposition, aus der heraus er seine Opfer „auf Linie“ bringen will. Gern gibt er sich als Vertreter der Besserwissenden und Mächtigen (Beispiel: Mainstreammedien).

  2. Nudging gehört in den Themenbereich Integration .
    Machthaber wollen immer Menschen für ihre Anliegen gewinnen .
    Waren es im katholischen Rom die Gottesdienste , die aber die Masse der Menschen aber nur eine Stunde beim Sonntagsgottesdienst erreichte ,
    erhöhte sich die Manipuationsmöglichkeit mit den Medien und dann speziell mit dem Fernsehen .
    Menschen unterscheiden sich heute weitgehend dadurch , ob sie Fernsehen oder nicht . Die Fernsehenden haben eine sichere eigene Meinung und vertridigen diese meist emotional, nur ist diese eigene Meinung – natürlich nur zufällig – die von den Medien vorgegebene Meinung .

    George Clooney und Angelina Julie sind „Systemnutten“, dies ist wohl die treffenste Bezeichnung ihrer Funktion .
    —-

  3. Nudging gehört in den Themenbereich Integration .
    Machthaber wollen immer Menschen für ihre Anliegen gewinnen .
    Waren es im katholischen Rom die Gottesdienste , die aber die Masse der Menschen aber nur eine Stunde beim Sonntagsgottesdienst erreichte ,
    erhöhte sich die Manipuationsmöglichkeit mit den Medien und dann speziell mit dem Fernsehen .
    Menschen unterscheiden sich heute weitgehend dadurch , ob sie Fernsehen oder nicht . Die Fernsehenden haben eine sichere eigene Meinung und vertridigen diese meist emotional, nur ist diese eigene Meinung – natürlich nur zufällig – die von den Medien vorgegebene Meinung .

    George Clooney und Angelina Julie sind System utten , dies ist wohl die treffenste Bezeichnung ihrer Funktion . -n-

    • Noch etwas :
      Ich denke , der Hector Haller irrt in seiner Einschätzung zu „Amerika first“
      Amerika first bedeutet in imperialistischen Rückzug , die Konzentration der Politik auf die USA selbst .
      Dies ist auch der zentrale Grund , warum Trump heftig attakiert wird , denn es ist die internationale Finanzindustrie und es sind die internationalen Seilschaften (z.B. Transatlantiker) und der militärisch industrielle Komplex , die an der Weiterführung des Imperialistischen Konzeptes bis hin zur NWO Interesse haben .
      Aber wenn der Trump gerade nicht eine aussergewöhnliche show liefert ,
      ist das Konzept des „Amerika first“ schon gescheitert .

  4. Ein Volk, das bedingungslos staats- und obrigkeitshörig ist, nimmt jede Form der Wegweisung dankbar entgegen und sei es in einem noch so trivialen oder auch intimen Zusammenhang. Ich habe mehrfach versucht, nudging bei passender Gelegenheit in Gesprächen zu thematisieren und stieß stets auf größtes Unverständnis, dass solch gutgemeinte „Anstubser“ auch kritisch gesehen werden können. Wir werden wohl damit leben müssen.

  5. : Alles Quatsch! Mit dem rechten Know How, mit dem alle ihr Loch im Bewusstsein ausfüllen können, ohne das es gerne jämmerlich quietscht, wenn man auf das übliche Dummwissen drückt, weil das nämlich ohne dieses Know How entstanden ist, das auf jedem menschlichen Rechner „DENKEN 2.0″ laufen lässt, lässt sich Nudging, dieser „Späterziehung Erwachsener durch Zufallseltern“ auch sehr vorteilhaft für alle einsetzen ohne Nachteile für jene, die sich so gerne ohnmächtig fühlen. : https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1834052273531989&set=pb.100007817014454.-2207520000.1506161818.&type=3&theater